Review

Crazy, überheblich – Deadpool ist immer etwas anders. Nach dem Kinoerfolg kennt ihn fast jeder. Marvel startet im neuen Marvel-Universum unter anderem auch die Story für Deadpool neu.

Das Cover entzückt mit dem Spruch „Wade Wilson Superstar“. In der Tat wird Wade als Held gefeiert. Eigentlich tot geglaubt, zischte der verwesende Phönix aus der Asche und wurde Bruce Wayne in etwas verrückter.

Auf den ersten Seiten bekommt man langsam eine Idee, wo es hingehen soll. Deadpool hat seine eigene Avengers-Gruppe gebildet. Obwohl er Mitglied der Avengers ist, arbeiten die „HEROES FOR HIRE“ für jeden, der bezahlen kann. Darunter findet man Stingray, Terror oder Solo, die sich der Gruppe angeschlossen haben, um Profit zu machen. Die Aufträge erstrecken sich vom Terror bis zum Räumen eines besetzten Hauses.

Irgendwann kommt jedoch die Kehrtwende und die Truppe merkt, dass sie für den Falschen gearbeitet haben. Das passiert, wenn man nur dem Geld hinterher eifert. Zwischendurch haben sogar Matt aka Daredevil und Luke Cage einen kleinen Auftritt. Der wird jedoch wahrscheinlich erst in den nächsten Heften ausgebaut. In dem ganzen Trubel erfährt man, dass Deadpool etwas sehr Schlimmes getan hat und sich daran nicht mehr erinnern kann. Sein alter Freund Scott hilft ihm jedoch auf die Sprünge …

Verrückt, überheblich, Deadpool. (Copyright: Panini Verlag)

Verrückt, überheblich, Deadpool. (Copyright: Panini Verlag)

Der Witz aus dem bekannten Kinofilm ist auch im Comic enthalten, kommt nur leider nicht so gut rüber. Man liest sich die Sprüche durch, ohne Emotionen zu verspüren. Auf einem Display mit Sprachausgabe wird das dann doch deutlich lustiger transportiert. Nichtsdestotrotz sind die Dialoge unterhaltsam, wenn auch nicht so gehaltvoll wie in einer düsteren X-Men Story. Dafür gibt es spannende Wendungen, die motivieren weiterzulesen. Gerade das Ende des Heftes wirft noch einmal einige Fragen auf und macht Lust auf mehr.

So wie man Deadpool kennt, ist er kein Kind von Freundlichkeit, daher geht es im Comic auch ordentlich zur Sache, ohne Verschleierung oder drastischer Einengung. Das kann überzeugen und macht auch Spaß.
Spaß bringt zudem der kurze Exkurs in die Welt von X-23. Wolverine ist tot und sie nun der „heiße Shit“. Viel will ich nicht teasern, nur so viel: Flashbacks sind zurück und intensiver denn je.

Deadpool #1 ist ein gerechtfertigter Neustart der Serie. Für Serieneinsteiger gedacht, wird er jene anfangs jedoch etwas überfordern. So viele Charaktere und dazu der Humor der Deadpools, das sagt nicht jedem auf Anhieb zu. Hier sollte man definitiv noch ein paar Hefte abwarten und schauen, ob die Serie langfristig überzeugen kann. Deadpool Collections (wie beispielsweise „Deadpools Greatest Hits„) bieten bis dahin dann doch etwas mehr fürs Geld.

Inhalt

Er ist gefährlich, riecht streng, nervt ungemein und verdient seine Kohle auf unredliche Art. Trotzdem liegt ihm die Welt zu Füßen.

Deadpools neue Solo-Serie! Mit Sammelposter.

(Quelle: Panini Comics)

Details

Format: A4, Heft
Vö-Datum: 19.07.2016
Originalausgaben: Deadpool 1-2
Seitenzahl: 68
Sprache: Deutsch
Verlagshomepage: Panini Comics

Copyright Cover: Panini Verlag



Über den Autor

Marcus
Marcus