Review

Start der >Alias<-Reihe

Mit „Schatten der Ewigkeit. Zwillingsblut“ startet Autorin Carolin Wahl ihre neue Fantasy-Reihe namens „Alias“ im Knaur Verlag.

„Alias“ ist in diesem Fall der Sammelbegriff für jene Wesen, die Menschen Götter, Geister und Fabelwesen nennen. Auf diese und auf die Protagonistin, die Gestaltwandlerin Kit Sune, stoßen die Leser dann auch auf 384 Seiten, die ebenso actionreich wie romantisch ausfallen sollen und auf denen die Frage gestellt wird: „Was wäre, wenn alle Legenden wahr sind?“

Spannung, Dynamik und Diversität

Trotz Schicksalsschlägen, Kämpfen und Katastrophen halten sich die angekündigte Action und Romantik jedoch in Grenzen. Dafür stecken an jeder Stelle und hinter jeder Figur (dunkle) Geheimnisse. Diese halten die Spannung des Romans aufrecht, bleiben in der Masse gerade noch im angemessenen Rahmen und werden gegen Ende gut und plausibel aufgelöst. Überraschende Wendungen inklusive, die dafür sorgen, dass die Geschichte auch zu vorgerückter Seitenzahl immer wieder einen neuen Schwung verliehen bekommt.

Carolin Wahl (Copyright: Simone Knoll)

Die Auswahl und Diversität der einzelnen Figuren überzeugt. Ihre zugeschriebenen Charaktereigenschaften verpassen der Handlung einen dynamischen, hin und wieder gar witzig-unterhaltsamen Touch. Langeweile kommt nicht auf, während die Leser zugleich schnell und leicht Zugang zu den Figuren und Inhalten, alles präsentiert im angenehmen Erzähltempo, bekommen.

Einmal in den Bann von „Schatten der Ewigkeit“ gezogen, liest sich das Buch im Nu zu Ende. Erfreulich ist dabei auch, dass Carolin Wahl bei ihren Figurenausarbeitungen zwar nicht ganz ohne Stereotype und Genre-Klischees auskommt, eine des Öfteren vermutete Romanze bettet sie in ihre Handlung jedoch nicht ein. Damit bleibt der erste Band ihrer Reihe zuweilen unvorhersehbar und weicht erfreulicherweise von üblichen bzw. erwartbaren Romantasy-Mustern ab.

Obschon die befürchtete Verkitschung ausbleibt, wird „Schatten der Ewigkeit“ vermutlich dennoch überwiegend die weibliche Leserschaft ansprechen. Um hier auch vermehrt männliche Leser mit ins Boot zu holen, müsste an Action noch eine Schippe zugelegt werden.

Fazit

Wer allerdings auf gut dosierte Romantik, spritzige Dialoge, fassbare Charaktere und interessante Handlungsentwicklungen steht, die sich nicht auf gängigen Genre-Zutaten ausruhen, der sollte sich das Debüt der „Alias“-Reihe nicht entgehen lassen. Denn gesamt gesehen gibt es hier nichts auszusetzen. Vielmehr ist ein kurzweiliger (Urban) Fantasy-Trip garantiert, der in freudige Erwartung auf einen Folgeband mündet.

 

Handlung

Was wäre, wenn alle Legenden wahr sind?

Götter, Geister, Fabelwesen – das sind die Namen, die Menschen den Alias gegeben haben.

Die Gestaltwandlerin Kit arbeitet bei der Alias Einheit, deren Aufgabe es ist, die Sterblichen vor abtrünnigen Alias zu schützen.
Nach einer Katastrophe, bei der ihr Partner stirbt, wird sie nach Edinburgh versetzt, aber auch hier scheint der Tod Kit zu verfolgen: Eine grausame Mordserie erschüttert die Stadt, und die Opfer scheinen alle eng mit Kit verbunden zu sein.

Gemeinsam mit ihrem menschlichen Partner Keagan versucht sie, den wahren Mörder zu finden und eine zweite große Katastrophe zu verhindern. Allerdings hat sich ein mächtiger Todesdaimon ihre Fährte aufgenommen, denn er ist der festen Überzeugung, dass Kit mehr über die Vorfälle weiß, als sie zugibt …

(Quelle: Knaur Verlag)

Autorin

Carolin Wahl
wurde 1992 in Stuttgart geboren und wohnt nach einem Germanistik- und Geschichtsstudium in München wieder in ihrer Heimatstadt.
Schreiben und Reisen gehören zu ihren großen Leidenschaften. Egal, ob die fremden Welten zwischen zwei Buchdeckeln oder ein paar Flugstunden entfernt liegen. Für ihre Texte wurde sie bereits mehrfach ausgezeichnet.

(Quelle: Knaur Verlag)

Details

Format: Taschenbuch (Paperback)
Vö-Datum: 02.12.2019
Seitenzahl: 384
ISBN: 978-3-426-52430-5
Sprache: Deutsch
Verlagshomepage: Knaur Verlag

Copyright Cover: Knaur Verlag



Über den Autor

Conny
Conny
"Das Durchschnittliche gibt der Welt ihren Bestand, das Außergewöhnliche ihren Wert." - Oscar Wilde