Review

Black Panther: Das erste Jahr

„Black Panther: Das erste Jahr“ gewährt dem geneigten Leser einen tiefen Einblick in die reichhaltige Historie des technologisch und sozial hochentwickelten, fiktiven Landes Wakanda sowie in die persönliche Vergangenheit von T’Challa, dem Black Panther, König und Beschützer dieses afrikanischen Utopias.

Dabei funktioniert der Sammelband sowohl als gehaltvolle Unterfütterung der neuen, hochgelobten Soloserie des Black Panther vom preisgekrönten Journalisten und Buchautor Ta-Nehisi Coates („Ein Volk unter dem Joch (Band 1)“, „Sturm über Wakanda (Band 2)“, „Zeiten des Aufruhrs (Band 3)“, „Schurken und Götter (Band 4)“) als auch als komplett eigenständige Reise zu den Anfangstagen des Herrschers und Helden im Zeichen des Panthergottes.

Geburt einer Legende

Die Geburt einer Legende beginnt allerdings nicht direkt mit T’Challa, sondern mit den Ahnen des Panthers. Dereinst traf T’Challas Großvater auf Captain America, den originalen Wächter der Freiheit, und freundete sich mit ihm an. Wir lesen über die Regentschaft und Hochzeit von T’Challas Vater T’Chaka und dessen Kampf gegen Ulysses Klaw, der es natürlich auf das machtvolle Vibranium der stolzen Hightech-Nation abgesehen hatte.

Es folgen Episoden aus der frühen Herrschaft des Königs und Champions Wakandas, T’Challa. Dieser musste es schon früh in seiner Regentschaft mit mächtigen Feinden aufnehmen: Nicht nur Namor aus Atlantis stattet dem uneinnehmbaren Land einen unerwünschten Besuch ab, sondern auch der ferngesteuerte Winter Soldier und der machtbesessene Dr. Doom. Schließlich muss sich der junge König auch eines Feindes aus den eigenen Reihen erwehren: N’Jadaka alias Erik Killmonger

Doch es war nicht alles schlecht im Leben der afrikanischen Helden-Ikone, denn schließlich traf er auch schon früh Ororo Munroe alias Storm, Mitglied der X-Men und Liebe seines Lebens.

Leseprobe aus „Black Panther: Das erste Jahr“ (Copyright: Panini Comics)

Evan Narcisse gibt sein Debüt

Im Gegensatz zur aktuellen Soloserie vom Black Panther stammt der vorliegende Band nicht von Bestseller-Autor Ta-Nehisi Coates, sondern von Comic-Experte Evan Narcisse, der hier sein Debüt als Autor gibt. Coates fungiert hier lediglich als Berater.

Das tut der Qualität jedoch keinen Abbruch, denn der hiesige Band rund um die Anfangstage von T’Challa funktioniert ebenso packend und stilecht wie die – auch von uns – viel gelobte Soloserie.

Die einzelnen Kapitel sind kurzweilig erzählt und bieten aufregende Geschichten aus der Vergangenheit. Diese sind völlig losgelöst von dem gegenwärtigen Geschehen und eignen sich daher nicht nur für Sammler, sondern auch für Neuleser oder Fans des Film-Black Panther gleichermaßen.

Europäische Künstler

Die wunderbaren Zeichnungen der europäischen Künstler Paul Renaud und Javier Pina runden die Geschichten atmosphärisch passend ab und bescheren dem Leser ein tolles Lesevergnügen.

Fazit

Wer sich für den Black Panther, dessen Ahnen und Wakanda interessiert, der kann hier bedenkenlos zugreifen!

Inhalt

Eine aufregende Reise in die Vergangenheit von Marvels afrikanischer Helden-Ikone!

Der junge T’Challa muss sich als Wakandas Held Black Panther und als König seiner stolzen Hightech-Nation beweisen, während er Namor, Dr. Doom, Killmonger und dem tödlichen Winter Soldier gegenübertritt. Und dann ist da noch die Mutantin Storm, die Liebe seines Lebens …

(Quelle: Panini Comics)

Details

Format: Softcover
Vö-Datum: 16.10.2018
Originalausgaben: Rise of the Black Panther 1-6
Seitenzahl: 140
Sprache: Deutsch
Verlagshomepage: Panini Verlag

Copyright Cover: Panini Verlag



Über den Autor

Fabian
Fabian
"Du lächelst wie jemand, der keine Ahnung hat, wozu ein Lächeln überhaupt gut ist." (Das kleine, blaue, geflügelte Einhorn Happy, in: Happy!)