Review

Autor Gregg Hurwitz startet zusammen mit Comic-Künstler Alberto Ponticelli eine zweiteilige Ministory namens „Sprachlos“.
In vorliegendem Heft findet man allerdings neben „Sprachlos 1“ aus dem „Batman: The Dark Knight 26“-Heft ebenfalls „Strippenzieher“ aus dem Heft „Nightwing 26“.

Hurwitz lässt in „Sprachlos“ lediglich die Bilder sprechen. Sonst eher ein Freund des Wortes, möchte er diese Story nur visuell erzählen.

Ponticelli verpasst dem Ganzen diesbezüglich  seinen ganz eigenen dreckigen Charme.
Teilweise erinnert dies an „The Walking Dead“ – nur eben in Farbe.

Die Welt wirkt niedergeschlagen. Überall wimmelt es von Unzufriedenheit und Leid. Arbeiter schuften in Fabriken, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen.
Star der ersten Hälfte ist eine junge Frau, welche vor Erschöpfung kaum noch arbeiten kann. Tätig ist sie in der „Elfenwerkhalle“. Dort wird Spielzeug oder „Nippes“ hergestellt. Nach einem Arbeitsfehler ihrerseits wird sie direkt gekündigt und ist somit ihren Job los. Das ganze Ausmaß ihrer derzeitigen Situation wird erst jetzt ersichtlich, denn zu Hause warten eine ältere Dame – eventuell ihre Mutter – sowie zwei kranke Kinder, die um ihr Überleben kämpfen. Ohne ihre Medizin sind sie dem Tod geweiht.
Leider kommt es bereits zu Beginn des Heftes zu einem Abschied. Daraufhin entscheidet sich die geplagte Mutter abzuhauen und alles hinter sich zu lassen. Das geht ebenfalls gehörig schief, sodass ihre Familie wieder in der „Elfenwerkhalle“ knechten muss. Nach einem weiteren Todesfall wird Batman endlich darauf aufmerksam und weiß genau, wo er aufzuräumen hat: Cobblepot ist sein Opfer.

Die Stimmung, die lediglich durch die düstere Inszenierung vermittelt wird, ist klasse. Batman sieht man in seiner Glanzrolle als rechtschaffenen Rächer, der am Ende doch etwas zu viel will. Wir warten gespannt auf Teil 2.

Batman-Autor Gregg Hurwitz (Copyright: Gregg Hurwitz)

Batman-Autor Gregg Hurwitz (Copyright: Gregg Hurwitz)

„Strippenzieher“: Dick Grayson hat sich von Batman abgewandt; er macht sein eigenes Ding und wohnt nun in einem Dreizimmerapartment mit dem Fotoreporter Michael und Joey. Durch seinen neuen Job in einer Polizeikneipe hofft er auf den neusten Gossip aus „Gotham“. Eine entscheidende Rolle spielt das Element „Kanium“, das als Durchbruch in der Psychosetherapie gilt. Jedoch sind noch keine Ergebnisse bekannt, wie dieser Stoff genau arbeitet. Die Schizophrene Marionette in Form einer blonden jungen Dame erscheint auf der Bildfläche und beraubt die Krankenhäuser dieses Stoffes, um ihr Leid zu minimieren. Zwei Stimmen sprechen in ihr, wodurch sie sich öfter dem Dialog stellen muss.

Über einen Detektiv namens Maxwell erhält Michael seine Aufträge. Dick schnappt im Gespräch eine Story auf und will dabei sein. Natürlich treffen sich er und die hübsche Blonde in einer Lagerhalle für Chemikalien wieder.
Im Kampf sichert Nightwing ihr seine Hilfe zu, da er in ihr den Menschen sieht und nicht das, was sie derzeit ist.
Ob er ihr helfen kann, ist ungewiss, denn in diesem Moment tritt ein alter Bekannter auf, der wohl etwas mit der Marionette und deren Problemen zu tun hat: Mad Hatter!

Fazit: Der Zeichenstil ist gelungen; sehr düster und voll von Leid und Aussichtslosigkeit. Batman ist nun mal nicht für Friede, Freude, Eierkuchen bekannt.
Alberto Ponticelli schafft es, eine Stimmung zu erschaffen, die genauso in der Gegenwart vorhanden sein könnte.
„Sprachlos“ ist deutlich stärker als die „Nightwing“-Story, jedoch kann nicht jedes Heft immer gleichermaßen überzeugen.
Für Batman-Fans wird der Spannungsbogen gezogen. Dank Mad Hatter ist auch bei Nightwing ordentlich was los.
Beide Hefte machen schon jetzt Lust auf die nächste Veröffentlichung. Man ist nicht unbedingt „sprachlos“ nach diesem Heft, dennoch angefixt, wie die ganze Geschichte ausgeht.

Inhalt

Neue Batman- und Nightwing-Storylines!

Das Heft für Neueinsteiger: Start der neuen Batman-Storyline, Start der neuen Nightwing-Storyline!
Batman führt einen Kampf gegen eine Bande skrupelloser Menschenhändler, hinter der der Pinguin steckt. Und Nightwing trifft auf eine neue Gegnerin – Marionette!

(Quelle: Panini Comics)

Autor

Gregg Hurwitz ist ein international bekannter Bestseller-Autor. Seine Bücher wurden mehrfach ausgezeichnet und in sechzehn Sprachen übersetzt.

Er hat Drehbücher für Jerry Bruckheimer, die Paramount Studios, MGM und ESPN geschrieben.
Er entwickelte TV-Serien für Warner Bros. und Lakeshore, schrieb Wolverine, Punisher und Foolkiller für Marvel, und veröffentlichte zahlreiche wissenschaftliche Artikel über Shakespeare.
Er hat Fiction Writing in der USC Fachbereich Englisch gelehrt und hält Vorträge in Harvard, in den Vereinigten Staaten und der ganzen Welt.

Hurwitz wuchs in der Bay Area auf. Er erwarb einen Bachelor of Arts in Harvard (1995) und einen Master am Trinity College der Universität Oxford (1996). Hurwitz lebt derzeit in Los Angeles.

(Quelle: Wikipedia)

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Gregg Hurwitz – Twitter

Details

Format: Heft
Vö-Datum: 26.08.2014
Originalausgaben: US Batman – The Dark Knight 26 / US Nightwing 26
Seitenzahl: 52
Sprache: Deutsch
Verlagshomepage: Panini Comics / DC-Comics

Copyright Cover: Panini Comics / DC-Comics



Über den Autor

Marcus
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