Review

James Tynions Finale

Vom Beginn der großen Saga von Autor James Tynion IV an gehörte der langjährige Batman-Gegner Clayface zum neuen Team des Dunklen Ritters. Basil Karlos Chance zur Rehabilitierung. Doch in „Batman – Detective Comics 6: Der tiefe Fall der Batmen“ kam es zum verheerenden Bruch in Batmans Einsatztruppe. Als Clayface unkontrollierbar durch Gotham City wütete, traf Batwoman eine einsame Entscheidung und tötete den schleimigen Mitstreiter. Eine Entscheidung, die vor allem der jungen Orphan alias Cassandra Cain zu schaffen macht, die zu dem gestaltwandlerischen Ex-Schurken eine besonders enge Freundschaft pflegte.

Im großen finalen Paperback „Batman – Detective Comics 7: Batmen Eternal“ führt Tynion abermals verschiedene Handlungsstränge der Reihe zusammen und behandelt die Folgen von Batwomans Tat für das Team der Batmen.

Batmen Eternal

Der Mitternachtsdetektiv ruft seine Fledermaus-Familie zusammen, um herauszufinden, was diese über das drastische Verhalten und eine weitere Partnerschaft mit Batwoman Kate Kane denkt. Unterdessen bietet Batwomans Vater, Colonel Jacob Kane, der Fledermaus-Lady die Leitung der Kolonie an („Batman – Detective Comics 1: Angriff der Batman-Armee“). Batwing und Azrael entschließen sich, Kate auf ihrem neuen Weg Gefolgschaft zu leisten. Das einheitliche, aus dem Glockenturm heraus operierende Team der Batmen ist zunächst Geschichte.

Doch die Trennung der Fledermäuse währt nicht lange, denn der machthungrige Ulysses Armstrong greift mit seiner OMAC-Technologie (One-Man Army Corps) Gotham an, wofür er sich Red Robins bemächtigt. Um eine Chance gegen diese futuristische Kriegstechnologie zu haben, versammeln sich nicht nur Batman, Robin, Nightwing und Co., sondern auch Stephanie Brown alias Spoiler und Orphan stoßen wieder zum Team hinzu.

Bewertung

Batman und Batwoman müssen ihre Differenzen beilegen, um die Menschen ihrer Stadt zu retten. (Copyright: Panini Comics)

Für eine gewisse Zeit war James Tynions „Detective Comics“-Serie einer der spannendsten Beiträge der Rebirth-Ära von DC, doch zuletzt hat die Reihe etwas ihren Schwung eingebüßt. Einige Ereignisse und Wendungen wirkten zuletzt eher forciert und nicht natürlich entwickelt. Da passt es ins Bild, dass auch der Bruch im Team der Batmen nicht von langer Dauer ist. Zwar hält die Bat-Familie zunächst Gericht über Batwoman, doch schon bald ist die Partnerschaft im Kampf gegen einen gemeinsamen Feind wieder aktiv und die großen Differenzen sind rechtzeitig beigelegt.

Die finale Story der Reihe aus der Feder des Autors ist sicherlich nicht schlecht, aber eben auch nicht mehr so fesselnd wie in ihren besten Momenten.

Das Artwork von Eddy Barrows, Álvaro Martínez, Javi Fernandez und anderen sieht überwiegend – gewohnt – stark aus, fällt bisweilen allerdings gegenüber den Vorgänger-Bänden ab. Das ist insofern schade, da gerade ein explosives und spektakuläres Finale einer viel gelobten Saga natürlich in den besten Bildern erstrahlen sollte.

Fazit

Batman-Comics gehören in aller Regel zu den besten Superhelden-Comics auf dem Markt. Auch die komplette Saga um das neue Batman-Team, geschrieben von James Tynion IV, machte da alles in allem keine Ausnahme. Lediglich gegen Ende war hier ein wenig die Luft raus. Da passt es doch ganz gut, dass sich nun wieder neue Kreative in der Welt des Mitternachtsdetektivs austoben dürfen.

Inhalt

Das Finale der Saga von Autor James Tynion IV

Das Team Dunkler Ritter ist Geschichte, und aus Freunden werden Feinde: Batwoman stellt sich gegen Batman, Robin und den Rest des Teams, und Gotham City wird von einer futuristischen Kriegstechnologie bedroht …

(Quelle: Panini Comics)

Autor

James Tynion IV
ist ein amerikanischer Comicbuch-Autor. Er ist vor allem für seine Arbeit an Batman bekannt.

(Quelle: Wikipedia)

James Tynion IV – Twitter

Details

Format: Softcover
Vö-Datum: 07.04.2020
Originalausgaben: Detective Comics 975-981
Seitenzahl: 180
Sprache: Deutsch
Verlagshomepage: Panini Verlag

Copyright Cover: Panini Verlag



Über den Autor

Fabian
Fabian
"Du lächelst wie jemand, der keine Ahnung hat, wozu ein Lächeln überhaupt gut ist." (Das kleine, blaue, geflügelte Einhorn Happy, in: Happy!)