Review

Die Rückkehr von Tim Drake

Mit „Batman – Detective Comics 5: Jeder lebt für sich allein“ erscheint hierzulande mittlerweile der fünfte Paperback der prestigeträchtigen „Detective Comics“-Reihe, in der sich alles um das Bündnis von Batmans Dunklen Rittern dreht.

Schon früh ließ Autor James Tynion IV Red Robin nach einem Kampf gegen die terroristische Gruppierung „Die Kolonie“ – unter der Führung von Colonel Jacob Kane – verschwinden („Batman – Detective Comics 1: Angriff der Batman-Armee“). Seitdem hatte es die neue Batman-Familie, die aus Helden wie Batwoman, Azrael, Batwing oder auch dem langjährigen Schurken Clayface besteht, mit dem gefährlichen Opfer-Syndikat oder auch der League of Shadows zu tun („Batman – Detective Comics 2: Das Opfer-Syndikat“, „Batman – Detective Comics 3: League of Shadows“, „Batman – Detective Comics 4: Racheengel“).

Die junge Spoiler hat derweil das Batman-Team verlassen, da die Freundin von Tim Drake dem Dunklen Ritter die Schuld für dessen Verschwinden gibt.

Jeder lebt für sich allein

Nunmehr liebäugelt Spoiler – in der Storyline „Utopia“ und „Dystopia“mit dem Schurken Anarky, der unter der Metropole von Gotham City eine eigene Stadt errichtet hat, die er ans Tageslicht bringen will.
Batman beobachtet diese Vorgänge kritisch.

Das ist jedoch nicht das einzige Problem. Bei einer harten Medikamentenkur droht der gewandelte Clayface rückfällig zu werden und dessen monströse Seite die Oberhand zu gewinnen.

Außerdem ist der – lediglich totgeglaubte – Red Robin Tim Drake ganz auf sich allein gestellt. Der erfreut sich bester Gesundheit, befindet sich allerdings in der Gefangenschaft des ominösen Mr. Oz. Von dem wissen wir Leser mittlerweile, dass es sich bei ihm um Jor-El, Supermans Vater handelt („Superman: Der Mann aus Stahl“, „Superman – Action Comics 1: Unsichtbare Mafia“). Bei seinem Fluchtversuch trifft Tim auf das Monster Doomsday und … sich selbst? Ein zukünftiger Tim Drake im Kostüm des Dunklen Ritters taucht auf und der ist mit allen Wassern gewaschen …

Bewertung

„Batman – Detective Comics 5: Jeder lebt für sich allein“ von den Autoren Christopher Sebela und James Tynion IV bietet eher durchschnittliche Unterhaltung.

Die junge Spoiler hat das Batman-Team zunächst verlassen. (Copyright: Panini Comics)

Zu Beginn stehen lange Zeit die junge, verzweifelte Heldin Spoiler sowie der Schurke Anarky im Fokus, wobei sich diese Storyline dann schnell im Sande verläuft. Ebenso wie die Geschehnisse um den geläuterten Basil Karlo alias Clayface.

Das Prunkstück der Ausgabe ist die Beschäftigung mit der Rolle von Tim Drake als Robin. Noch bevor der totgeglaubte Tim einen Weg finden muss, dem mysteriösen Mr. Oz zu entkommen, widmet sich James Tynion IV ausgiebig den Charakterzügen des Sidekicks, die diesen besonders und eigenständig machen.
In Rückblicken sehen wir, wie Tim zu Robin wurde, lange noch bevor er das Kostüm von Red Robin überstreifte. Tim gewinnt hier ganz besonders an Profil und geht als legitimer Urheber des neuen Batman-Teams aus der Story hervor.

In visueller Hinsicht sorgen Eddy Barrows, Carmen Carnero und Alvaro Martinez dafür, dass auch dieser Batman-Comic wieder einmal hervorragend aussieht.

Fazit

Der totgeglaubte Tim Drake ist zurück und James Tynion IV investiert lohnenswerte Arbeit in dessen Figurentiefe und Motivation. Abgesehen davon kommen die hier umfassten Storylines recht generisch daher und allzu viel will nicht hängen bleiben.

 

Inhalt

Der totgeglaubte Tim Drake muss einen Weg finden, dem mysteriösen Mr. Oz zu entkommen!

(Quelle: Panini Comics)

Autoren

James Tynion IV
ist ein amerikanischer Comicbuch-Autor. Er ist vor allem für seine Arbeit an Batman bekannt.

(Quelle: Wikipedia)

James Tynion IV – Twitter

Christopher Sebela

Homepage | Twitter

Details

Format: Softcover
Vö-Datum: 09.07.2019
Originalausgaben: Batman – Detective Comics Paperback
Seitenzahl: 164
Sprache: Deutsch
Verlagshomepage: Panini Verlag

Copyright Cover: Panini Verlag



Über den Autor

Fabian
Fabian
"Du lächelst wie jemand, der keine Ahnung hat, wozu ein Lächeln überhaupt gut ist." (Das kleine, blaue, geflügelte Einhorn Happy, in: Happy!)