Review

Wer ist der Arkham Knight? Viele Spieler fragen sich dies, nachdem sie den neusten Action-Kracher aus dem Hause Rocksteady begonnen haben. Der eine oder andere weiß es mittlerweile vielleicht und hat das Finale schon durchgespielt. Wie dem auch sei, Fakt ist, der erste „Batman: Arkham Knight“-Band aus dem Hause Panini sollte für Fans der Fledermaus und Zocker der „Arkham“-Reihe gleichermaßen interessant sein.
Nicht nur, dass wir wieder eine spannende Story erzählt bekommen, wir erhalten zudem einen Einblick in die Vorgeschichte zum Spiel.

Autor Peter J. Tomasi hat ganze Arbeit geleistet, denn die Geschichte ist frisch und lustig erzählt. Ich hatte gar nicht auf dem Schirm, dass Fox so witzig sein kann. Egal, wir schauen uns den ersten Band mal genauer an.

Ein Spoiler ist es, wenn ich die erste Szene beschreibe und doch komme ich nicht darum herum, denn ich habe locker fünf Minuten auf die erste Seite gestarrt.
Batman hält den Joker tot in seinen Händen vor dem Monarch Theatre. Was für ein Opener. Dieses Bild ist einfach verstörend, denn wir wissen alle: stirbt der Joker, stirbt auch Batman.
Er liefert ihn direkt vor Gordons Füßen ab und zieht weiter, als wäre nichts gewesen. Doch das ist ein ziemlich großes Ding. Ist die Geschichte um den Joker nun vorbei? Wie geht es weiter? Diese Fragen werden vorerst nicht geklärt, denn Bruce hat noch einen Arsch voll anderer Superschurken an der Backe, die sich nun aus ihren Löchern erheben und den Platz des Jokers einnehmen wollen. Allen voran unser kleiner und dicker Freund der Pinguin.
Harley Quinn ist ebenfalls mit von der Partie, denn ohne ihren Pupsie kann sie nicht leben und sucht sich deshalb Verstärkung bei Cobblepot.
Und als wäre das nicht schlimm genug, wird der Joker noch obduziert. Selbst die Ärztin hat Angst vor dem toten Grünspan. So reißt er noch zwei Ärzte in den Tod und hinterlässt einen USB-Stick mit einer wirklich interessanten Nachricht. Das nehme ich euch aber jetzt nicht vorweg.

Grandioses Opening, das zahlreiche Fragen aufkommen lässt. (Copyright: Panini Comics)

Grandioses Opening, das zahlreiche Fragen aufkommen lässt. (Copyright: Panini Comics)

Anders als im Spiel steht hier nicht das Fahrzeug im Fokus; thematisiert wird es dennoch – dezent und lässig. Nein, die verschiedenen Storys der Schurken stehen im Vordergrund. Jeder noch so kleine Idiot verbündet sich mit den Großen. In dieser schweren Zeit kommen Batman und Alfred ins Grübeln, ob sich die ganze Sache noch lohnt und ob der Dark Knight nicht langsam alt geworden ist. Dies ist packend erzählt und lässt darauf hoffen, dass sich Bruce anders entscheidet.

Zu allem Übel darf man den Arkham Knight ja nicht vergessen. Immerhin steckt sein Name im Titel. Er geht ziemlich clever vor. Als Batman-Trittbrettfahrer ist er unterwegs und anders als der Rächer, bringt er die Leute um, die ihm im Weg stehen. Das spricht sich sogar bis zur Polizei rum. Batman weiß aber noch nichts über ihn und viel mehr erfährt auch der Leser noch nicht. Das muss auch nicht sein, denn so bleibt der Spannungsbogen erhalten.

Die Zeichnungen von Viktor Bogdanovic und Art Thibert sind ebenfalls allererste Sahne. Schön düster und ausdrucksstark präsentiert sich der Ritter der Dunkelheit. Der Charme der „Batman“-Spiele wurde gut eingefangen. Das kann in den nächsten Bänden gerne so weitergehen.

Genug offene Fragen bleiben natürlich auch dieses Mal. Diese werden hoffentlich auch bald beantwortet.

Fazit: „Batman: Arkham Knight #1“ ist super geworden. Wer die Spielreihe und den Dark Knight mag, muss hier mal einen Blick riskieren. Ein wenig merkwürdig ist zwar, dass sich der Comic auf ein Spiel bezieht, aber warum nicht? Wenn dabei so etwas Gutes entsteht, dann immer her damit. Wir freuen uns auf die nächsten Bände und in der Zwischenzeit müssen wir Gotham an der Playsi retten.
Ach, und noch ganz wichtig: In jedem Band ist ein Downloadcode für einen exklusiven Batman-Skin enthalten. Also zuschlagen!

Inhalt

Die offizielle Vorgeschichte zu „Batman: Arkham Knight“, dem Finale der großen Videogame-Saga! Der Joker ist tot und Arkham City geschlossen. Für Gotham bricht ein neues Zeitalter an, und Bruce Wayne fragt sich, ob seine Stadt nach wie vor einen Dunklen Ritter braucht. Da tauchen die nächsten Bedrohungen auf – und Arkham Knight, der Batman vernichten will …

Der Comic zum Videogame!

Mit exklusivem Batman-Skin zum Game!

(Quelle: Panini Comics)

Autor

Peter J. Tomasi
ist ein amerikanischer Comic-Redakteur und Schriftsteller, der für seine Arbeit für DC Comics bekannt ist. Als Redakteur betreute er zahlreiche Bücher der Justice League, darunter Bücher mit verschiedenen Mitgliedern des Teams wie Batman, Aquaman, Martian Manhunter, Green Lantern oder Flash. Als Schriftsteller hat er Bücher mit Batman und Robin und The Outsiders sowie Green Lantern bezogene Bücher wie Blackest Night oder Brightest Day geschrieben.

(Quelle: Wikipedia)

Peter J. Tomasi – Twitter

Details

Format: A4, Softcover
Vö-Datum: 21.07.2015
Originalausgaben: Batman: Arkham Origins HC
Seitenzahl: 132
Sprache: Deutsch
Verlagshomepage: Panini Comics

Copyright Cover: Panini Verlag / DC



Über den Autor

Marcus