Review

Mark Waid hat mit seinen neuen Avengers im Marvel-Universum locker flockig für einige Neuerungen gesorgt. Das neue Team, bestehend aus erfahrenen Veteranen und blutjungen Superheldenfrischlingen, musste sich vorerst dem neuen (eigentlich alten) Gegner Warbringer geschlagen geben. In „Avengers 2“ geht der Kampf nun weiter.

Zunächst ist jedoch Wunden lecken angesagt. Der unkoordinierte Kampfversuch hat im neuen Avengers-Team, das sich selbst noch nicht wirklich als die Avengers sieht, deutliche Spuren hinterlassen – immerhin helfen sich alle schon mal vorbildlich. Allerdings sind nicht alle so gute Teamplayer. Nova beispielsweise – mit einem kleinen Geständnis könnte er ein wenig Licht in das Dunkel bringen, das der Angriff des Warbringers geschaffen hat. Aus Angst vor der Reaktion der anderen hält er allerdings lieber den Ball flach.

Der mächtige Gegner hingegen macht sich nach einem Tipp erst einmal auf die Suche nach noch mächtigeren Artefakten, um die Menschheit auf der Erde auszurotten (was auch sonst!). Dass sich Einzelkämpfer gegen ihn nur schwer bis gar nicht behaupten können, muss Ms. Marvel handfest erleben. Wenn der übereifrige Kollege dann auch noch ohne Rücksicht auf Verluste kämpft, kommt es ganz schön zu Reibereien.

Ob das Teamwork am Ende noch funktioniert und wie sich die Unehrlichkeit von Nova gegenüber den anderen noch auswirkt, bildet den Kern dieses zweiten Heftes. Abgerundet wird die Story durch einen kleinen Ausblick auf die nächsten Ereignisse.

Leseprobe aus "Avengers 2" (Copyright: Panini Verlag)

Leseprobe aus „Avengers 2“ (Copyright: Panini Verlag)

Durch den großen gemeinsamen Storybogen lässt sich daher festhalten, dass Heft 1 und 2 deutliche Parallelen besitzen: Was schon zu Beginn gut war, macht auch die Nummer 2 lesenswert. Die größte Stärke des neuen Teams ist dabei die bunte Mischung, die sowohl für die Gruppendynamik als auch für die Aktionen nach außen eine große Spannbreite an Möglichkeiten bietet. Hier wird beispielsweise Nova das Zentrum dieser Fragen: Wie soll er sich ins Team integrieren, wie weit kann er sich ihnen schon anvertrauen? Und auf der anderen Seite – wie wird er mit dem Warbringer fertig? Zugegeben, das ist erst einmal ein Versuch im Kleinen, aber die Hoffnung ist da, dass Waid sich anschließend für Größeres bereithält.

Allerdings behält Heft 2 vorerst auch die gleichen Schwächen seines Vorgängers, allen voran die neuen Klischees, mit denen hier hantiert wird. Jedoch bleibt auch hier die Hoffnung, dass sich das elendige „Lehrer-Schüler“-Verhältnis mit der Zeit verwachsen wird.

Bei der Optik darf es hingegen gerne so weiterlaufen. Adam Kubert liefert gewohnt ansprechend ab, dabei liegen ihm sowohl die ruhigeren als auch die dynamischen Szenen; ergänzt durch ein paar epochale Großaufnahmen – ich sage nur: die mächtige Thor in Action! – und das Comicherz schlägt höher.

„Avengers 2“ liefert damit auf gleicher Ebene ab wie schon das erste Heft, nämlich als solider Start mit großem Potenzial und ein paar kleineren Mankos. Avengers-Fans können hier also weiterhin beruhigt die Nasen zwischen den Seiten versenken.

Handlung

Die Geburtsstunde der Avengers des brandneuen Marvel-Universums

Können Avengers-Veteranen wie Iron Man und Cap zusammen mit den unerfahrenen Helden Thor, Ms. Marvel, Nova und Spider-Man den außerirdischen Warbringer aufhalten?

(Quelle: Panini Comics)

weitere Ausgaben

Avengers #1

Autor

Mark Waid
(*21. März 1962 in Hueytown, Alabama) ist ein US-amerikanischer Comicautor.

(Quelle: Wikipedia)

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Details

Format: Softcover
Veröffentlichung: 02.08.2016
Seitenzahl: 60
Storys: FCBD 2015: All-New All-Different Avengers 2-3
Sprache: Deutsch
Verlagshomepage: Panini Comics

Copyright Cover: Panini Comics



Über den Autor

Ivonne
Ivonne
"Gute Bücher sind Zeitgewinn, schlechte Bücher Zeitverderber, gehaltlose Bücher sind Zeitverlust." - Rosette Niederer