Review

„Arthus Trivium – Die Engel von Nostradamus (Band 1)“ entführt die Leser ins Frankreich des 16. Jahrhunderts.

Im Mittelpunkt steht ein alt gewordener Nostradamus (Michel de Nostredame), der von Visionen geplagt wird. Der berühmte französische Apotheker, Arzt, Astrologe und vor allem Prophet (ein vielbeschäftigter Mann) lebt mittlerweile mit seiner Familie zurückgezogen in der Provence. Doch eines Tages wird er durch ein geheimnisvolles Päckchen von seiner eigenen unheilvollen Vergangenheit eingeholt. Währenddessen grassiert im ganzen Land die schwarze Pest. Seine drei Schüler bereisen an seiner Stelle das ganze Land, um in seinem Auftrag Rätsel zu lösen, die weder Wissenschaft noch Religion zu lösen vermögen. Seine Schüler sind: der ungestüme und temperamentvolle Angulus Dante, die Nekromantin Angelica Obscura und der titelgebende Rhetoriker Arthus Trivium. Diese drei begeben sich im ersten Band „Arthus Trivium“ direkt in größte Gefahr…

Die Erzählung von Autor Raule vor historischem Hintergrund weiß zu überzeugen und gut zu unterhalten. Dass es sich hier um „Band 1 von X“ handelt, ist aber spürbar. Denn das Ende des ersten Bandes kann zwar mit gehöriger Spannung aufwarten, aber wir erleben auch eine typische Charaktervorstellung und eine geruhsame Exposition.

Leseprobe aus „Arthus Trivium – Die Engel von Nostradamus (Band 1)“ (Copyright: Splitter Verlag)

Dies soll aber nicht bedeuten, dass der erste Band nicht durchaus stimmungsvoll ist und Lust auf die zukünftigen Abenteuer der drei Nachfolger des Nostradamus macht. So wird der Leser auch schon mit brutaler und rasanter Action konfrontiert. Beispielhaft sei hier nur ein Gespräch zwischen Angulus Dante und Arthus Trivium wiedergegeben, welches die beiden nach der Befreiung einer vermeintlichen Hexe führen: „Du hast das Gehirn des hiesigen Bischofs durchlöchert! Wie bitte soll ich so etwas wiedergutmachen?!“, woraufhin Dante erwidert: „Du bist doch der große Meister der Rhetorik, der Grammatik und der Dialektik. Du musst lediglich improvisieren.“

Künstlerisch kann der erste Band voll überzeugen. Durchgehend in düsteren Farben bzw. Sepia gehalten, vermittelt die Geschichte einen atmosphärisch-dichten Einstieg. Die Panels von Zeichner Juan Luis Landa, die auch schon mal eine ganze Seite beschlagnahmen, sind allesamt artistisch hochwertig.
Der Stil ist realistisch und sehr
detailverliebt, was sich insbesondere in der Darstellung der handelnden Figuren, aber auch der zeitgenössischen Mode und Waffen zeigt. Landschaften und Städte werden von Juan Luis Landa elegant und malerisch in Szene gesetzt.

Die ersten 48 Seiten von „Arthus Trivium“ rund um den von Visionen getriebenen Nostradamus und seine drei Schüler machen definitiv Lust auf mehr und verdienen eine Leseempfehlung.

Inhalt

Nostradamus ist alt geworden und wird von Visionen geplagt. Der berühmte Arzt und Wahrsager des 16. Jahrhunderts lebt zurückgezogen in der Provence, doch seine drei Schüler Angulus Dante, Angelica Obscura und Arthus Trivium durchstreifen in seinem Auftrag das Land auf der Suche nach Rätseln, die weder Wissenschaft noch Religion zu lösen vermögen. Da erhält er eines Morgens ein mysteriöses Päckchen, das an ein Geheimnis aus seiner eigenen Vergangenheit appelliert. Nostradamus sieht sich unmittelbar bedroht – und von seinen Schülern kein Wort…

Eine neue, packende Erzählung um Machtspiele und Einfluss vor historischem Hintergrund, getrieben von Visionen und Aberglaube – in einer faszinierenden Optik, zu Hochspannung modelliert.

(Quelle: Splitter Verlag)

Autor & Zeichner

Raule (Autor)
mit bürgerlichem Namen Raúl Anisa Arsís, ist ein Comicautor. Geboren am 10. November 1971 in Barcelona, Spanien.

(Quelle: Wikipedia)

Raule – Blog

Juan Luis Landa (Zeichner)
ist ein Illustrator und Karikaturist aus Spanien.

(Quelle: Wikipedia)

Juan Luis Landa – Homepage

Details

Format: Hardcover
Vö-Datum: 01.02.2017
Seitenzahl: 48
ISBN: 978-3-95839-424-7
Sprache: Deutsch
Verlagshomepage: Splitter Verlag

Copyright Cover: Splitter Verlag



Über den Autor

Fabian
Fabian
"Du lächelst wie jemand, der keine Ahnung hat, wozu ein Lächeln überhaupt gut ist." (Das kleine, blaue, geflügelte Einhorn Happy, in: Happy!)