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23. September 2021

Bericht und Fotos: Mono Inc. – Strandkorb Open Air 2021 (Berlin, 20.08.2021)

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Verfasst von: Daggy
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Spontane Ideen sind meist auch die besten.
So war es auch vor einem Monat.

Mono Inc. am 20. August wieder live zu sehen, war eine solch spontane Entscheidung, die schließlich zur Teilnahme an ihrem Berliner Strandkorb Open Air 2021 – „We are the Raven“ führte.

 

Konzert mit Urlaubsfeeling

Da ich nach acht Jahren Ausland erst wieder drei Wochen zuvor nach Berlin zurückversetzt wurde, war ich noch nicht mit den derzeitigen Formaten bzgl. hiesiger „Hygienekonzepte“ vertraut – aus China war ich doch anderes gewohnt. Umso neugieriger war ich auf das Strandkorb-Konzept des Hoppegartens, das übrigens ganz offenbar auch das größter seiner Form zu sein scheint.

Ein Meer von Strandkörben tat sich auf und endete vor einer großen und hohen Bühne, in der die vier Nordlichter in wenigen Augenblicken performen sollten.

Es tummelten sich schon eine Stunde vor offiziellem Beginn viele Fans am Einlass. Alle waren voller Vorfreude und Aufregung. Die Mischung aus Neugier und Anspannung, aber gleichzeitig auch eine Gelöstheit waren nach dieser langen „Auszeit“ von der Livemusik deutlich spürbar. Endlich „darf“ man wieder!

Die Show startet

Pünktlich um 20 Uhr startete die Show schließlich und schon das Intro hätte nicht passender sein können, als die simplen Botschaften von Bestimmung, Güte und Liebe zum Thema wurden.
Kraftvoll ging es los und sowohl dem Publikum als auch der Band war anzumerken, dass alle einfach nur glücklich darüber sind, dass endlich wieder Livemusik genossen werden darf und man seine Idole auch wieder in Fleisch und Blut vor sich stehen sehen kann.

Neben der Performance von Stücken aus dem aktuellen Nummer-eins-Album, aber natürlich auch Klassikern ließ sich Martin Engler immer wieder dazu hinreißen, seinen Emotionen Ausdruck zu verleihen und in Worte zu fassen, was den Besuchern vermutlich ebenso auf der Seele lag: Das Glück, endlich wieder vor Publikum zu stehen und die Verbundenheit zu thematisieren. Er witzelte aber auch, dass das Ganze ein Feeling von privater Garten-Party vermittle und so würde er es jetzt auch handhaben. Da gab es keinen Einspruch!

Galerie: Mono Inc.
Mono Inc. - Strandkorb Open Air 2021

(Alle Fotos bei Flickr ansehen)

Martin ließ es sich aber auch nicht nehmen, ein Statement abzugeben, nachdem er sich eine Zigarette auf der Bühne anzündete, und von den Erfahrungen und Erwartungen berichtete, die man an ihn und die Band hatte, nachdem sie 2018 ein Nummer-zwei-Album produzierten, dies aber offenbar noch nicht gut genug gewesen sei.
Er machte klar, dass diese Zwangspause, wo alle Maschinen auf Stopp standen, ihm eines wieder in Erinnerung riefen: Er mache keine Musik, um Erwartungen zu erfüllen und Konzerne reicher zu machen, sondern für sich und für das Publikum.

Und genau das merkte man auch an dem Auftritt der Band. Energetisch und gleichzeitig souverän, wie man es von Mono Inc. kennt – dabei aber stets das richtige Quäntchen Gefühl dabei und ein Martin, der es sich nicht nehmen ließ, sich zu bedanken und zu sagen, er liebe „uns“.

Mono Inc. überraschten aber auch, als sie Tanzwut auf die Bühne holten und ihr gemeinsames Stück „Right for the Devil“ zum Besten gaben. Spätestens da war kein Halten mehr.

Fazit

Alle waren einfach nur glücklich, für ein paar Stunden wieder wie ein Rabe „fliegen“ zu dürfen, für den „kein Weg zu weit“ und „kein Stern zu hoch“ ist, und dass man gemeinsam wieder singen konnte. Und so ging man schließlich mit einem guten Gefühl nach Hause.

Danke Mono Inc. – ihr habt wieder verzaubert!

Video

Details

Datum: 20.08.2021
Location: Rennbahn Hoppegarten, Berlin

Copyright Artikelbild: Strandkorb Open Air (HockeyPark Betriebs GmbH & Co. KG)
Copyright Fotos: Dagmar, DeepGround



Über den Autor

Daggy
Es war einmal...vor langer Zeit..., ein Mädel aus Bayern, das den Sprung von einer katholischen Klosterschule schaffte und ans andere Ende Deutschlands reiste. Dort absolvierte sie als eine der ersten Frauen ihren Dienst bei der Marine. Von dort aus führte ihr Weg zu ihrem jetzigen Job, der sie seither rund um die Welt führt. So lebte sie bisher in den USA (Atlanta), Berlin (ohnehin ihre Wahlheimat), Indien (Mumbai) und derzeit China (Peking). Dabei ist das Reisen, als auch das Fotografieren ein wesentlicher Teil von ihr. Das Ganze wird untermalt von ihren "exzessiven" Konzert- und Festivalbesuchen, denn Musik öffnet überall auf der Welt Tür und Tor.




 
 

 

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