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9. April 2022

Bericht und Fotos: Lebanon Hanover w/ Selofan (Berlin, 26.03.2022)

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Verfasst von: Daggy
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Am 26.03. war es endlich so weit: Lebanon Hanover spielten vor ausverkauftem Haus im Festsaal Kreuzberg in Berlin.

Als Supportact mit an Bord: Selofan.

Der Einlass der 2G+ Veranstaltung begann gegen 19 Uhr – und dann hieß es erst einmal: Warten.

Supportband: Selofan

Gegen 21 Uhr traten schließlich Selofan auf und boten eine superbe Show.

Das in Athen lebende Duo legte gleich ordentlich mit dem musikalischen Thema des Abends vor und bot entsprechend besten Minimal-Sound. Es gab aber nicht nur in Sachen 80s-Feeling soundtechnisch was aufs Ohr. Auch dem Auge wurde mit dem Mix aus Glitzer und Glam – und natürlich mit dem Flanellhemdstyle, der doch ebenso exemplarisch für das (zumindest für mich) musikalisch beste Jahrzehnt steht – etwas geboten.

Es wurde eine gute Songauswahl aus dem gesamten Repertoire der Band getroffen, und so hatten die kalten Analog-Sounds, gepaart mit typischen Goth-Klängen das Publikum offenbar so sehr überzeugt, dass es im Anschluss an den Gig nach Zugaben rief. Man muss gestehen, dass das wahrlich keine Selbstverständlichkeit für einen Opener ist, aber das Duo hatte mit Körpereinsatz und dem harsch-vulnerablen Sound den Nerv getroffen und kam sodann auch der Bitte nach.

Galerie: Selofan
Selofan

(Alle Fotos bei Flickr ansehen)

An diesem Abend haben Joanna Pavlidou und Dimitris Pavlidis also garantiert einige Fans dazugewonnen, sofern die Zuschauer:innen nicht ohnehin schon vorab begeistert von dem Duo gewesen sein sollten!

Hauptact: Lebanon Hanover

Dann stand der Bühnenumbau an, der etwas schief lief; eine Übersteuerung von William Maybellines Bass war die Folge, die den Gehörgang von uns Zuschauer:innen für einige Minuten ordentlich strapazierte.
Als es mit dem Auftritt von Lebanon Hanover losging, konnte noch nicht so richtig zugeordnet werden, womit da eigentlich genau begonnen wurde, da der Bass immer noch rücksteuerte. William Maybelline und Larissa „Iceglass“ Georgiou waren, sofern man deren Gesichter richtig lesen konnte, „not amused“, aber das Problem wurde behoben und dann konnten sowohl die Band als auch die Zuschauer:innen endlich durchstarten.

Die so typisch kühle Ästhetik und die leichte Vocal-Schieflage, die Lebanon Hanover auszeichnen, wurde in deren dargebotenem „Bestand“ an Songs widergespiegelt und auch hier wurde nicht am 80er Jahre-Stil gespart.

William und Larissa überzeugten mit ihrer Performance, tanzten, „quälten“ ihre Instrumente und Larissa zeigte vollen Körpereinsatz (siehe Galerie).

Galerie: Lebanon Hanover
Lebanon Hanover

(Alle Fotos bei Flickr ansehen)

Einmal mehr verstanden die beiden, ein Feeling von guten alten Zeiten à la Joy Division und The Danse Society zu transportieren. Titel wie „Gallowman“ und „Babes of the 80s“ durften dabei natürlich nicht fehlen.

Auch hier wurde laut nach einer Zugabe gerufen, der ebenfalls nachgekommen wurde.

Fazit

Der brechend volle Festsaal kochte. Es war ein so wunderbares Erlebnis, nicht nur dem minimalistischen Dark Wave zu lauschen, sondern auch wieder feiernde Menschen zu sehen, die einfach freudestrahlend tanzten, grinsten, lachten und einen guten Vibe versprühten. Gerne wieder!

Videos

Links

Lebanon Hanover: Homepage | Facebook | Instagram

Selofan: Bandcamp | Facebook | Instagram

Details

Datum: 26.03.2022
Location: Festsaal Kreuzberg, Berlin

Copyright Artikelbild: Lebanon Hanover
Copyright Fotos: Dagmar, DeepGround



Über den Autor

Daggy
So ist das Leben, sagte der Clown mit Tränen in den Augen, und malte sich ein Lächeln ins Gesicht.




 
 

 

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