Review

Nach dem simplen wie Spaß bringenden Prinzip „suchen – schieben – ziehen – finden“ begeistert der Spieleklassiker „Das verrückte Labyrinth“ aus dem Hause Ravensburger, erfunden und entwickelt von dem Wahrnehmungspsychologen und Spieleautor Max J. Kobbert, bereits seit über 30 Jahren die großen und kleinen Zocker und fehlt beinahe in keinem Haushalt.

Nun legt der Spieleverlag nach und veröffentlicht mit „Jurassic World Labyrinth“ – passend zum fünften Teil der „Jurassic-Park“-Filmreihe, der am 06. Juni 2018 in die deutschen Kinos kam – eine lizenzierte und optisch entsprechend angepasste Edition des beliebten Brettspiels. Für Saurier- und „Jurassic World“-Fans also nun genau das Richtige, um sich dem bereits Kult gewordenen und bisher eventuell verpassten Schiebespaß zu widmen.

Räumliches Denken und Konzentration sind dabei unerlässlich, denn auch wenn Glück eine große Rolle beim Suchen und Finden der 24 verschiedenen Dinosaurier aus „Jurassic World“ inmitten eines sich ständig wandelnden Labyrinths spielt, ist ein strategischer Ansatz ebenfalls nicht zu unterschätzen.

Das Regelwerk ist simpel, somit schnell zu begreifen und „Jurassic World Labyrinth“ damit umgehend spielbar.
Dies macht nicht nur eine Altersempfehlung ab 7 Jahren plausibel, sondern deutet auch auf das überschaubare und angemessen illustrierte Spielmaterial hin.
Während die Labyrinth-Karten aus stabilem Karton bestehen, wirken die Bildkarten hingegen recht dünn. Allzu strapazierfähig fallen sie daher nicht aus; weil sie aber vorrangig auf dem Tisch und nicht permanent auf der Hand liegen, dürfte einem langfristigen Gebrauch nichts im Weg stehen.

Zum mehrmaligen Spielen und Schieben lädt „Jurassic World Labyrinth“ sodann auch ein, denn mit durchschnittlich 20-30 Minuten pro Partie fällt ein Durchgang angenehm kurzweilig aus. Während sich somit die schnellen Spielrunden zum Mitnehmen und „Zocken to go“ hervorragend eignen, könnte die Verpackungsgröße ein Hindernis darstellen. Wohl dem, der für Reisen genug Stauraum hat.

Ob unterwegs oder daheim, Gelegenheiten, das Aufkommen an Sauriern abzuklappern und sein logisch-räumliches Denkvermögen ganz nebenbei noch auf die Probe zu stellen respektive zu trainieren, ergeben sich nicht zuletzt durch das einladende einfache Spielprinzip, geeignet für zwei bis vier Spieler, immer mal wieder.

Für all jene, die weder das – im Gegensatz zu „Jurassic World Labyrinth“ eher kindlich aufgemachte – Original „Das verrückte Labyrinth“ noch die neu erschienene lizenzierte Ausgabe kennen, hier in aller Kürze die

Spielregeln

Ziel des Spiels ist es, als Erster alle eigenen Bildkarten (insgesamt 24 an der Zahl mit je einem Dinosaurier als Motiv) aufzudecken und anschließend zu seinem Startfeld zurückzukehren.

Dies geschieht, indem man pro Zug die Labyrinth-Kärtchen geschickt verschiebt, um so neue Gänge entstehen zu lassen, die der Spielfigur den Weg zu den auf den Bildkarten abgebildeten und gesuchten Dinosauriern ebnen.

In „Jurassic World Labyrinth“ gilt es, 24 verschiedene Urzeit-Riesen zu finden.
Jene befinden sich per Bild sowohl auf 24 der insgesamt 34 quadratischen Labyrinth-Kärtchen als auch auf den 24 Bildkarten. Zur zusätzlichen Orientierung sind die Bilder der Dinos außerdem mit einem farblichen Rand (in acht unterschiedlichen Farben) markiert. Somit verteilt sich die gleiche farbliche Kennzeichnung auf immer drei verschiedene Saurier. Einzig bei einer dieser Großechsen ist den Designern ein kleiner Fauxpas unterlaufen, entspricht die Randfarbe der Karte nicht jener des Labyrinth-Kärtchens. Da sich die meisten Spieler jedoch an den abgebildeten Dinosauriern statt an der Randfärbung orientieren, fällt dieser optische Fehler hier kaum ins Gewicht.

Einblicke in das Spielmaterial von „JUrassic World Labyrinth“ (Copyright: Ravensburger)

Schade ist allerdings, dass das „Jurassic World“-Thema lediglich durch die lizenzierten Bilder in das „Labyrinth“-Spielprinzip eingebunden wurde. Hier hätte man sich stellenweise doch eine intensivere Berücksichtigung dieser Filmwelt gewünscht.
Das werden eventuell auch jene Spieler so sehen, denen das Spiel als solches (vor allem im 2-Spieler-Modus) auf Dauer zu ereignisarm erscheint. Abhilfe hätten hierbei zusätzliche Spielelemente oder Zusatzfunktionen (wie beispielsweise die Erweiterung des bekannten Spielprinzips durch Ereigniskarten) geschaffen, was sich dann auch auf die Langzeitmotivation der etwaigen Kritiker positiv ausgewirkt hätte. So aber bleibt man dem ursprünglichen Originalspiel den Spielablauf betreffend treu und versieht jenes „lediglich“ mit einem nerdig-fanmerchigem Aussehen.

An den Erfolg von seinem großen Bruder „Das verrückte Labyrinth“, das laut Ravensburger bis 2011 in 60 Sprachen übersetzt und über 13 Millionen Mal verkauft wurde, kann „Jurassic World Labyrinth“ vermutlich nicht anknüpfen – zu hoch der Nerd- und Fanmerch-Faktor und zu beliebt bereits die Originalversion. Wer allerdings die ursprüngliche Fassung noch nicht in seinem Regal stehen hat, zudem ein Faible für die (Film)saurier hat und bereits seit einiger Zeit auf der Suche nach einer erwachsener wirkenden Ausgabe des „verrückten Labyrinths“ war, dem sei die Anschaffung dieser Ausgabe sehr zu empfehlen.

Spielinfo

In diesem Labyrinth sind die Dinosaurier los! Wer die Karten im Labyrinth geschickt verschiebt, findet Wege zu den eindrucksvollen Urzeit-Riesen aus dem Film „Jurassic World“ und wird den spannenden Schiebe-Spaß gewinnen!

In diesem Labyrinth verbergen sich 24 beeindruckende und furchteinflößende Dinosaurier aus dem Film „Jurassic World“. Wer kann sie finden und einfangen? Dazu müssen die Spieler die Wege-Karten im Labyrinth geschickt verschieben, denn nur so entstehen neue Wege, die zu den gesuchten Dinosauriern führen.

(Quelle: Ravensburger)

Spielmaterial

1 Spielplan
34 Wege-Karten
24 Bildkarten
4 Spielfiguren

Details

Hersteller: Ravensburger
Sprache: Deutsch
Freigabe: Empfohlen ab 7 Jahren
Anzahl Spieler: 2-4
Spieldauer: 20 – 30 Min.
Vö-Datum: 2018
Homepage Hersteller: Ravensburger

Copyright Cover: Ravensburger



Über den Autor

Conny
Conny
"Das Durchschnittliche gibt der Welt ihren Bestand, das Außergewöhnliche ihren Wert." - Oscar Wilde