Review

Hochstapler aufgepasst! Mit „Dimension“ präsentiert der Kosmos Verlag ein Brettspiel der besonderen Art. Doch nicht Geschicklichkeit ist bei diesem Spiel gefragt, sondern vielmehr räumliches Denken, Geschwindigkeit und durchaus auch ein wenig Taktik.

Die Regeln von „Dimension“ sind so einfach wie gut: Jeder Spieler bekommt ein kleines Spielbrett, auf welchem sich 15 Kugeln befinden. Jeweils drei Kugeln haben immer die gleiche Farbe, insgesamt gibt es die Farben Schwarz, Weiß, Blau, Grün und Orange. Zudem gibt es sieben Ausstanzungen, in welche die Kugeln passen.

Die Stars des Spieles sind die Kugeln. (Copyright: Kosmos Verlag)

Die Stars des Spieles sind die Kugeln. (Copyright: Kosmos Verlag)

Das Ziel ist es, möglichst viele Kugeln zu einer maximal elf Kugeln umfassenden und drei Ebenen hohen Pyramide zu stapeln. Hierbei müssen jedoch sechs Anweisungen befolgt werden, die auf Karten vor jeder Runde gezeigt werden. So dürfen beispielsweise bestimmte Farben nicht nebeneinanderliegen, andere müssen sich berühren, eine bestimmte Farbe muss genau x-mal verwendet werden, eine bestimmte Farbe darf nicht auf anderen Kugeln liegen und so weiter. Man kann also keineswegs seine Kugeln wild aufeinanderstapeln.
Zusätzlich geht jede Runde auf Zeit, welche durch eine Sanduhr festgelegt wird. Je nach Kombination der Auftragskarten ist die Zeit teilweise zwar recht großzügig bemessen, in der Regel aber eher ziemlich knapp.

Am Ende jeder Runde bekommen die Spieler für jede Kugel, die sie verwendet haben, einen Punkt. Allerdings werden für jede nicht erfüllte Aufgabenkarte zwei Punkte abgezogen. Zudem gibt es sogenannte Bonuschips, die der Spieler, welcher die wenigsten Kugeln verwendet hat, sowie die Spieler, welche alle Aufgabenkarten erfüllt haben, bekommen. Diese werden am Ende der Partie ausgezählt und gewähren Bonuspunkte oder – wenn man zu wenige von ihnen besitzt – Punktabzug.

Da diese Regeln nicht wirklich kompliziert sind, ist es ein Leichtes, in „Dimension“ hineinzufinden. Schnell kristallisiert sich heraus, dass eine der großen Stärken von „Dimension“ vor allem die schier unendliche Kombination der zahlreichen Aufgabenkarten ist. Hierdurch entstehen sehr abwechslungsreiche Runden, die von sehr leicht bis sehr schwer variieren.

Es kommt zwar häufiger vor, dass die Spieler am Ende einer Runde einen ähnlichen Aufbau haben und dadurch die gleiche Anzahl an Punkten vorweisen können, doch wir hatten bei unseren Tests keine komplett unentschiedenen Partien.

Durch die sehr kurze Zeit, die eine Spielrunde in Anspruch nimmt, haben wir sehr gerne einige Revanchen gespielt.

Das Spielmaterial ist – wie man es vom Kosmos Verlag kennt – sehr hochwertig verarbeitet. Insbesondere die Sanduhr sowie die Kugeln sind sehr schön umgesetzt und garantieren eine lange Lebensdauer des Spieles selbst bei häufigem Gebrauch.

Schönes, solides Material ohne klassischen Spielplan. (Copyright: Kosmos Verlag)

Schönes, solides Material ohne klassischen Spielplan. (Copyright: Kosmos Verlag)

Es gibt lediglich zwei Punkte, die wir bei „Dimension“ kritisieren: Zum einen kommt es kaum zu Kommunikation. Da jeder Spieler für sich an der Lösung der Aufgaben arbeitet und dabei in der Regel konzentriert ist, wird kaum gesprochen, was allerdings in unseren Augen ein elementarer Bestandteil einer Brettspielrunde ist.

Zum anderen besteht die Gefahr, dass man „abguckt“ und einfach das nachbaut, was die Mitspieler machen, hier hätten beigelegte Pappschirme o.ä. Abhilfe geschaffen.

Abgesehen davon bietet „Dimension“ jede Menge Spielspaß und sorgt für unzählige, abwechslungsreiche Partien. Die große Stärke dieses Spiels ist die Tatsache, dass man es extrem leicht erlernen kann.

Video

Details

Hersteller: Kosmos Verlag

Sprache: Deutsch (Spiel & Handbuch)
Schwierigkeit: Leicht
Freigabe: Empfohlen ab 8 Jahren
Anzahl Spieler: 1-4
Vö-Datum: 15.01.2014
Homepage Hersteller: Kosmos Verlag

Copyright Cover: Kosmos Verlag



Über den Autor

Stefan †
Stefan †

Die Lücke, die Stefan als Magazinmitbegründer, Administrator, Redakteur und Freund durch seinen plötzlichen und viel zu frühen Tod im Dezember 2014 hinterlässt, bleibt groß. Er wird immer in unseren Herzen und ein Teil des DeepGround Magazines bleiben.