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VIP-Lounge

22. Juli 2015

Porträt: Goreminister (Kadaverficker) über Splatter Zombie Records

Wir suchten VIPs und fanden Kadaverficker!
Nein, Spaß beiseite, denn es ist uns nämlich eine außerordentliche Freude, dass wir den Fronter der Nekrokore-Kapelle, The Goreminister himself, für einen Gastbeitrag in unserer VIP-Lounge gewinnen konnten.

Und weil hinter all ihrer morbid-musikalischen Unterhaltungskunst auch noch sympathische Typen stecken, erklärte sich der Goreminister umgehend dazu bereit, sich für uns kreativ auszuleben, indem er zur Kamera griff, um uns und euch das Label Splatter Zombie Records vorzustellen.

Damit geht heute der erste Videobeitrag in unserer Rubrik online und ich gebe ab an den Goreminister:

Splatter Zombie Records

Das Label Splatter Zombie Records besteht seit rund anderthalb Jahren und kann in dieser Zeit bereits eine gehörige Schlagzahl an Veröffentlichungen vorweisen.
14 Veröffentlichungen (u.a. auch Co-Produktionen mit anderen Labels) stehen aktuell auf der Releaseliste, darunter diverse Split-CDs, komplette Alben und sogar 7“es für die Vinylliebhaber.

Dabei reicht das Spektrum der Veröffentlichungen von Death Metal, über Grindcore bis hin zu Goregrind und Nekrokore. Letzteres Genre dargeboten von Deutschlands Kadaverficker, die mit ihrem neuen Album „Nekrokore is Love“ erstaunlich gute 4,5 von 5 Punkten im DeepGround Review erreichen konnten.

Im folgenden Video stellt euch Goreminister, Bon Viveur und Frontmann der Kadaverficker, einige Veröffentlichungen vor und betreibt ungehemmt Werbung für das charmant, kranke Label aus dem Norden der Republik.

Text und Video: Goreminister, Kadaverficker, exklusiv für DeepGround
Artikelbild: Goreminister

Neugierig geworden? Weitere Informationen unter:

Splatter Zombie Records – Homepage
Splatter Zombie Records – Facebook

 

Über Kadaverficker

Im Jahre 1993 rotteten sich 3 düstere Gestalten aus der 7. Dimension zusammen, um in der Nähe der Gräber und Leichenteile von Goreministers (in früheren Tagen auch als Metzger bekannt) Keller das erste Demo „All Prayers Are Helpless“ auf die Menschheit loszulassen.
Fäkalpapst (auch bekannt unter Johannes Paul der 2.) und Splattergeneral (a.k.a Toastbrot Schäfer) waren fortan unter dem Namen FUNERAL bekannt. Dieser Name wurde aber alsbald ad acta gelegt und 1995 in KADAVERFICKER umbenannt, um den apokalyptischen Tenor dieses (von KF erfundenen) NekroKores möglichst widerwärtig zu untermalen. Somit wurde dann auch das 2. Demo mit Titel „Die Kadaverficker greifen an“ aufgenommen und veröffentlicht. Allerdings nahm der Underground wenig Notiz von dieser Veröffentlichung, sodass nur ca. 10 Kopien von diesem Tape in Umlauf gebracht wurden. Aufgrund dieser Tatsache legten die KADAVERFICKER eine Pause ein, um sich um ihre eigentlichen Bands, SANCTIMONIUM, THE CHURCH BIZARRE, FLAMES OF ETERNITY oder aber ART & SPACE, zu kümmern.
Im Jahre 2000 A.D. kamen die KADAVERFICKER aber wieder unter den Grabsteinen hervor um ein neues Werk, voller zerstörerischer Musik (?), genannt „Gehirnpenetration“, aufzunehmen, um dieses in den ahnungslosen Underground zu schleudern. Der Point of No Return war erreicht und die 3 Wahnsinnigen aus Dortmund wurden bekannter in der sogenannten Szene.
Der begründete Stil NekroKore war nun ein wirklich greifbarer Begriff. Das Demo „Zyklische Katastrophen aus Fleisch“ folgte im Jahr 2001 und trieb die Entwicklung weiter voran. Von diesem Demo konnten letztendlich über 300 Stück verkauft oder getraded werden. Dies war aber auch der Zeitpunkt, an dem Splattergeneral (Bass) die Band verließ, um sich auf neue düstere Pfade zu begeben. Also wurde „Zyklische…“ kurzerhand vom Fäkalpapst sowie dem Goreminister allein eingespielt. Dies ist auch die einzige VÖ, die auf diese Art und Weise aufgenommen wurde. Wenig später gesellte sich der Mutant Spermanavigator zum dynamischen Duo, welches ab nun wieder als Trio fungierte, um neue madenzerfressene Töne in die Venen der Konsumenten zu injizieren. Die auf 100 limitierte Split-CDr mit P.O.T. (D) (Pioneer of Tschernobyl) folgte noch im gleichen Jahr, sprich im Winter 2001. Das Besetzungskarussell drehte sich hierbei insofern, als Goreminister ab nun den Bass-Part übernahm, Spermanavigator die Felle gerbte und Fäkalpapst sich weiterhin am 6-String Torso betätigte.
2002 folgte die 4-Way Split CDr mit PULMONARY FIBROSIS (F) / TUMOUR (NL) und CYBER ANAL (F), genauso wie das mittlerweile legendäre (?) Split Tape mit CASTRADO CADAVER (AUS), welches sich auch glatt über 350 mal verkaufte! Auch die 6-Way Split CD mit M.D.K. (BRA), TOTAL PENURIA (BRA), VOMIT-SEX (NL), TUMOUR (NL) und C.V.I. (BRA) folgte in diesem Jahr und stieß ebenso auf verstörte Resonanzen seitens der Konsumenten. Zehn Jahre nach der verschimmelten Existenzgründung war es dann im Jahre 2003 auch endlich so weit, ein Stück blutrotes Vinyl in Form einer 7″ EP mit Titel „Nekrokore Theater“ auf die Massen los zu lassen. Auf 300 limitiert ist diese allerdings längst vergriffen. Der Zerstörungswahn der drei debilen Gestalten setze sich also weiter fort. Ebenfalls wurden im Jahre des 10. Geburtstags der KADAVERFICKER mehrere „History“ Tape-Compilationen von diversen Labels, wie z.B. „Nekro over U.S.“ (Melophobia Tapes / US), „Nekro Rules!“ (Smell the Stench Rec. / AUS) oder aber auch „Nekropticum Perversum“ (MAL) herausgebracht.
Frühjahr 2004 folgte dann die 4-Way Split 7″ mit EMBALMING THEATRE (SWI), JIGSORE (ESP) und DYSMORFIC (ITA) sowie die beiden Split 7″es mit AGATHOCLES (BEL) und UNHOLY GRAVE (JAP), welche mit Hilfe der N:C:U veröffentlicht wurden.
Im Jahr 2005 verlässt Fäkalpapst die Band, um sich neuen Aufgaben im Black Metal Bereich zu widmen, weswegen die Ficker abermals eine Schaffenspause eingelegt haben. Ganze 6 Jahre später beschloss Goreminister Ersatz für die abhanden gekommenen Bandmitglieder zu beschaffen und fand mit Grandmoff Ghoul (6-String Corpse), Corporal Cruel (Rotten Battery) und Admiral Aids (Basswaves of Terror) mehr als adäquaten Ersatz. In den nunmehr 4 Jahren der „Reunion“ sind mittlerweile 16 neue Releases auf die Menschheit losgelassen worden, darunter die ersten beiden richtigen Studioalben mit den Titeln „Exploitation Nekronation“ und „Nekrokore is Love“. Weiterhin Split 7″es mit legendären Grindbands wie zum Beispiel DEPRESSION, HOLOCAUSTO CANIBAL und 7 MINUTES OF NAUSEA.
Der Nekrokore der KADAVERFICKER ist nicht mehr zu stoppen und die internationalen Touren in Spanien, Portugal oder England sowie der Gig beim tschechischen Obscene Extreme Festival 2014 haben dafür gesorgt, die Grenzen des musikalischen Schaffens auf diabolische Weise auszuweiten. Doch unterm Strich geben sich die vier Verrückten bescheiden, denn … Nekrokore ist schließlich (auch) Liebe.

(Copyright: Kadaverficker)

Diskografie

1993 – All Prayers are helpless (self-released) MC
1995 – Die Kadaverficker greifen an (self-released) MC
2000 – Gehirnpenetration (N:C:U) MC
2001 – Zyklische Katastrophen aus Fleisch (N:C:U) MC
2001 – Split w/P.O.T. (N:C:U) CDr
2001 – Split w/M.D.K./VOMIT-SEX/TOTAL PENURIA/C.V.I/TUMOUR (var. labels) CD
2002 – Split w/PULMONARY FIBROSIS/TUMOUR/CYBER ANAL (N:C:U) CDr
2002 – Split w/CASTRADO CADAVER (N:C:U) MC
2003 – NekroKore Theater (N:C:U) 7“
2003 – Nekro Rules History Tape (Smell the Stench Rec., Australien) MC
2003 – Zyklische Katastrophen aus Fleisch (Re-Release, Speedrawk Rec.) MC
2003 – Back to be Nekro (Promo/lim. to 30) CDr
2004 – 4-Way Split 7” w/EMBALMING T./JIGSORE/DYSMORFIC (N:C:U) 7”
2004 – 10 Years Nekropticum Perversum (Speedrawk Rec., Malaysia) MC
2004 – Split w/AGATHOCLES (N:C:U / Power it Up) 7”
2004 – Split w/UNHOLY GRAVE (N:C:U / Power it Up) 7”
2004 – Der Henker II (2 Songs for the O.S.T.) VCD
2004 – Nekrotize Wacken (Promo/lim. to 50) CDr
2004 – Split w/PULMONARY FIBROSIS/TUMOUR/CYBER ANAL (Re-Release) MC
2004 – Split w/P.O.T. (Re-Release, Speedrawk Rec., Malaysia) MC
2004 – Zyklische Katastrophen aus Fleisch (Re-Release, Speedrawk Rec. Malaysia) MC
2004 – Tribute to Women, Sex & Other Perversions Compilation MC
2005 – Nekro Over US (Melophobia Tapes, USA) MC
2005 – Dreadnaught Compilation II (N:C:U) MC
2005 – Arrasemos El Balneario 6 (Promo/lim. to 50) CDr
2005 – Obscene Nekrokore Promo II (Promo/lim. to 50) CDr
2006 – Perverted Nekrokore (Best of) MC
2011 – The Fickers are back (Promo/lim. to 100) CDr
2012 – Exploitation Nekronation (Suffer Prod./Godeater Rec.) CD
2012 – Split w/ GORGONIZED DORKS (Blistered Mind, USA) MC
2013 – Split w/ HOLOCAUSTO CANIBAL (Godeater Rec./Metalshot/self-released 7”
2013 – Haunted Houten (Promo/lim. to 30) CDr
2013 – Split w/ PULMONARY FIBROSIS/TASTE MY SMEGMA/BOWEL EVACUATION CD
2013 – Live in Halle (self-released) CDr
2014 – Split w/SHITFUCKINGSHIT (Narcotica/RRR/SZR/Black Scars Rec.) 7”
2014 – Split w/DEPRESSION (RRR/Suffer Prod./Grindblock/Anarchotic Rec.) 7”
2014 – Live at Paderborn Bloodfeast CDr
2014 – Split w/CANNIBE (Rotten Fetus Prod., Brazil) CD
2014 – OBSCENE EXTREME Compilation CD
2014 – Live at NRW Deathfest 2012 (Rotten Raw Rec., Indonesia) CDr
2015 – Noise from Hell Compilation Vol. 5 DLC
2015 – Nekrokore is Love (SZR/Godeater Rec.) CD
2015 – Split w/ 7 MINUTES OF NAUSEA (Ecocentric Rec./SZR/self-released) 7”

 



Über den Autor

Conny
Conny

„Das Durchschnittliche gibt der Welt ihren Bestand, das Außergewöhnliche ihren Wert.“ – Oscar Wilde






 
 

 

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