Review

Mit „Gravity Killer“ präsentiert das deutsch-britische Projekt V2A sein inzwischen sechstes Album. Durch die darauf befindlichen zehn Songs starten sie erneut eine Reise durch apokalyptisch anmutende Soundwelten unter Hinzunahme von Elementen aus den Bereichen EBM, Industrial, Techno und harschem Electro.

In aller Kürze

Viel Zeit lassen V2A dabei weder sich noch ihren Hörern, denn nach nur knapp 35 Minuten ist „Gravity Killer“ bereits an seinem Ende angekommen. Die brachial, treibend und nach vorne preschend konzipierten Songs lassen die kurze Spielzeit außerdem im Nu vergehen und hinterlassen wenig, das wirklich hängen bleibt oder sich im Ohr festsetzt.

Ausnahmen und kleine Highlights bilden da Titel wie „One-Man-Riot“ und „Freak Show“, die einfach, aber gut sind und mit einem hohen Grad an (tanzbarer) Eingängigkeit auffahren.

Sehr ähnlich

Davon abgesehen bahnen sich die restlichen Titel des Albums in einem schon bald ermüdenden, gleichen, treibenden (und oft harschen) Beat in all ihrer Kürze ihren Weg – und wirken dabei nicht selten wie ein einziger Song. Dazu tragen auch die Ähnlichkeiten der Titel untereinander bei. Dabei dominiert die Abwechslungsarmut. Das Ergebnis sind eher simple und teils sogar einfallslose Songs.

V2A (Copyright: Sean Michael Photos)

Mischen V2A dann noch zu viele Samples, verzerrten Gesang und elektronische Finessen in einen Track, läuft dieser Gefahr, den Charakter eines Liedes zu verlieren. Dies geschieht allerdings nur selten, denn insgesamt werden hier die Möglichkeiten der elektronischen Musik nicht ausgeschöpft. Stattdessen verlassen sich V2A in der Mehrheit ihrer Tracks auf Bewährtes und Repetitives.

Absolut tanzbar

Zum Tanzen eignet sich „Gravity Killer“ jedoch sehr gut. Zudem dürften zahlreiche Titel des Albums den einen oder anderen Club-Abend bereichern. Für eine Dauerrotation in der eigenen Playlist ist der Silberling aber nur bedingt empfehlenswert. Ausgesuchte Songs lockern das diesbezügliche private Hörvergnügen sicherlich gut auf, auf Albumlänge fällt das Material jedoch zu ähnlich aus. Da wäre mehr drin gewesen.

Video

Tracklist

01 Fire and Blood
02 F-Society
03 Gravity Killer
04 Master Blaster
05 Toxic
06 One-Man-Riot
07 Freak Show
08 Asylum
09 Hail Hydra (Valkyrie Mix 2018)
10 Divided by Dreams

Details

V2A – Homepage
V2A – Facebook

Label: Out-O-Space RecordsNova MD / Trisol
Vö-Termin: 19.10.2018
Spielzeit: 34:49

Copyright Cover: Out-O-Space Records



Über den Autor

Conny
Conny
"Das Durchschnittliche gibt der Welt ihren Bestand, das Außergewöhnliche ihren Wert." - Oscar Wilde