Review

„Venite 2.0“ ist der Name des Intros, welches das Unisonic Album „Light of Dawn“ eröffnet. Dieses ist recht dramatisch inszeniert und macht den Hörer definitiv neugierig auf das Kommende.
Im Vergleich zu vielen anderen Intros ist „Venite 2.0“ nicht langweilig oder nervig, sondern baut sich hervorragend auf und wirkt aufgrund des opulenten Arrangements sehr mächtig.

Direkt im Anschluss knallt „Your Time has come“ aus den Boxen. Diese Nummer setzt genau da an, wo das selbstbetitelte Debütalbum „Unisonic“ aufgehört hat. Die Band serviert feinsten Power Metal, der druckvoll auf die Trommelfelle trifft und diese in angenehme Schwingungen versetzt. Der Refrain ist eingängig und kann sehr schnell intensiv mitgegrölt werden. Ein ausgedehnter Instrumentalteil in der zweiten Hälfte, der hervorragend in das musikalische Geschehen integriert wurde, befriedigt insbesondere Freunde von gelungenen Gitarrensoli.

Das nun folgende „Exceptional“ kommt ein wenig ruhiger daher, klingt aber dennoch sehr mächtig. Aufgrund der Tatsache, dass diese Nummer nicht ganz so komplex aufgebaut ist wie „Your Time has come“, wirkt „Exceptional“ nicht ganz so intensiv, macht aber trotzdem Spaß.

„Find Shelter“ ist ein Song härterer Gangart. Insbesondere die aggressiver klingenden Gitarren sind es, die diesen Eindruck erwecken und untermauern. Im Refrain klingt „Find Shelter“ allerdings deutlich positiver, da Unisonic in diesem Part auf eine umfassende Instrumentalisierung setzen und die Gitarren nicht so sehr im Vordergrund stehen. Durch diese Struktur ist „Find Shelter“ ein sehr abwechslungsreicher Titel geworden, der auch nach diversen Durchläufen noch eine Menge Spaß macht. Das Gitarrensolo im Mittelteil ist extrem genial und wertet „Find Shelter“ weiter auf.

Unisonic (Copyright: Unisonic)

Unisonic (Copyright: Unisonic)

Unisonic sind offensichtlich auch sehr bewandert darin, ruhigere Töne zu produzieren. Dies stellen sie mit „Blood“ unter Beweis.
Diese Nummer startet wunderbar balladesk und baut sich zum Refrain hin immer weiter auf. Der Chorus ist zwar immer noch sehr ruhig, besitzt aber dennoch eine gewisse Härte. Nach dem ersten Refrain behält „Blood“ diese Härte bei, was beinahe ein wenig schade ist, da der ruhige Start sehr schön geklungen hat. „Blood“ bleibt auf jeden Fall eine recht gelungene Power-Ballade.

Mit „Judgement Day“ endet das Album „Light of Dawn“ dann auch schon.
Diese Nummer findet in ähnlich genialer Qualität wie der Opener statt. Insbesondere der Aufbau zu Beginn ist extrem hörenswert.
Unisonic finden somit einen passenden und opulenten Abschluss für dieses durchaus gelungene Album.

Insgesamt ist „Light of Dawn“ eine wirklich gute Scheibe. Sie hätte allerdings auch besser sein können. Es wird zwar genug Abwechslung geboten und Unisonic beweisen oftmals, was sie musikalisch auf dem Kasten haben, aber einige Songs reichen qualitativ nicht an die Highlights dieser Scheibe heran. Dennoch kann man als Fan der Band oder Freund von gutem Power Metal fast nichts falsch machen, wenn man sich „Light of Dawn“ zulegt.

Video

Tracklist

01 Venite 2.0
02 Your Time Has Come
03 Exceptional
04 For The Kingdom
05 Not Gonna Take Anymore
06 Night Of The Long Knives
07 Find Shelter
08 Blood
09 When The Deed Is Done
10 Throne Of The Dawn
11 Manhunter
12 You And I
13 Judgement Day (European Bonus Track)

Details

Unisonic – Homepage
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Unisonic – Twitter

Label: earMusic / Edel
Vö-Termin: 01.08.2014
Spielzeit: 60:00

Copyright Cover: earMusic / Edel



Über den Autor

Stefan †
Stefan †
Die Lücke, die Stefan als Magazinmitbegründer, Administrator, Redakteur und Freund durch seinen plötzlichen und viel zu frühen Tod im Dezember 2014 hinterlässt, bleibt groß. Er wird immer in unseren Herzen und ein Teil des DeepGround Magazines bleiben.