Review

Die seit knapp 28 Jahren zusammenarbeitenden Musiker Ralf Aussem (Gitarre), Pete Brough (Gesang), Hermann Eugster (Schlagzeug) und Kurt Schmidt (Bass) aus Mönchengladbach riefen mit The Wide ein neues Indie-/Wave-Projekt ins Leben.

Mit ihrem Album „Paramount“ zeigt das 4-köpfige Gespann nun, dass düster und schwer gleichzeitig auch interessant klingen kann.

Schwere Kost in schönem Rahmen

So kommt die angenehme Stimme von Pete Brough in Songs wie „Heroine“, „Girl“, „So In Love“ und „Walking Away“ vor allem durch eine gelungene Betonung sehr gut zur Geltung. Die dazu nötige Schwere der Musik macht diese drei Songs zu etwas Besonderem.

Etwas leichter und weniger depressiv gehalten ist hingegen „Fall For Your Love“. Der Song versprüht eine gewisse Leichtigkeit.

Auch mit „You“ wurde versucht, das Schwermütige in eine Popnummer umzuwandeln. Leider ist dies eher weniger gelungen.

Ein Titel wie „Eyes Are Close“ fällt dagegen durch seinen eingängigen Refrain auf, während „Fear Killing Love“ an 80er Jahre The Cure-Stücke erinnert.

The Wide (Copyright: The Wide)

Die Achterbahnfahrt zwischen Leichtigkeit und Schwermut komplettiert ein Titel wie „Star“, der erneut die depressive Seite der Musik von The Wide untermalt.

Leider werden die meist düster gehaltenen Songs teilweise (und beispielsweise durch Instrumentalsets) unnötig in die Länge gezogen. Ein Beispiel dafür ist der Titeltrack „Paramount“, der mit 9:02 Minuten auch der längste Song des Albums ist.

Fazit

Alles in allem veröffentlichen The Wide mit „Paramount“ ein Album, das mit ein paar kleinen, nicht ganz passenden Einflüssen insbesondere für Fans der etwas schwereren Kost gut hörbar ist.

Video

Tracklist

01 Walking Away
02 Girl
03 Eyes Are Close
04 Heroine
05 Fall For Your Love
06 Fearkilling Love
07 Stars
08 So In Love
09 You
10 Paramount

Details

The Wide – Homepage
The Wide – Facebook

Label: Echozone / Soulfood
Vö-Termin: 26.10.2018
Spielzeit: 61:06

Copyright Cover: Echozone



Über den Autor

Jasmin
Jasmin
Musik ist Balsam für meine Seele