Review

Von ex-Metallica Produzent Flemming Rasmussen veredelten Modern Hardrock gibt es auf dem Album „A Mirror’s Portrait“ der dänischen Band The Killerhertz zu hören. Entsprechend stadionreif ertönen die insgesamt zehn Songs aus den Boxen und künden bereits beim ersten Durchgang von der Spielfreude der Truppe um Sänger und Gitarrist Thomas Trold.

Jener gründete The Killerhertz 2011 nicht nur, er sticht auch am Mikro deutlich auf „A Mirror’s Portrait“ hervor und ist somit neben der herausragenden Gitarrenarbeit das Aushängeschild der Band.

Auf instrumentaler Ebene präsentiert man genregerechte Kost, die weder viel Neues noch Innovatives bietet, dafür aber durch eine energiegeladene Spielweise überzeugen kann. Die eingängigen Tracks sorgen dafür, dass sich die Titel in die Gehörgänge fräsen, es sich dort gemütlich machen und nach mehrmaligen Durchläufen verlangen, während der Sound das musikalische Geschehen auf „A Mirror’s Portrait“ nicht nur zeitgemäß, sondern gleichsam auch zeitlos erscheinen lässt. Hier dürften nicht nur einige potenzielle Hits und zukünftige Klassiker der Band zu finden sein, auch für ausreichend Live-Kracher sorgt das Quartett.

Eine Überraschung servieren The Killerhertz auf ihrer kleinen Hitfabrik „A Mirror’s Portrait“ aber schließlich doch noch und brechen – ausgerechnet mit dem Titeltrack – aus dem sonstigen Albuminhalt aus. Begrüßt von einer eindringlichen Bassline zum taktgebenden Schlagzeug entwickelt sich mit „A Mirror’s Portrait“ ein Groover, der sich nicht nur im Refrain äußerst lässig gibt. Ausnahmsweise ist es dabei gar nicht mal mehr der Gesang, der – wie sonst scheinbar bei The Killerhertz üblich – den Track bereichert; vielmehr zeigen sich die Instrumentalisten von ihrer besten Seite und lassen kundige Hörer einige Details entdecken.

The Killerhertz (Copyright: The Killerhertz)

Fast schon punkig angehaucht schließen die Dänen ihr Werk durch „Renegade Patrol“ mit einer schnellen Nummer ab, die gleich im Anschluss das Bedienen der Repeattaste fordert.

Bei all der gebotenen Qualität ist es daher nur schade, dass einige Songs statt kompakt und auf den Punkt gespielt, zu sehr in die Länge gezogen wurden. Das spiegeln mitunter auch die Spielzeiten wider. Manchmal ist weniger einfach mehr und so darf zukünftig gerne auf die eine oder andere Wiederholung verzichtet werden, um schneller und gezielter zur hier eigentlich immer zündenden Hook zu kommen.

Anspieltipps
Teenage rebellion | Shades of night | Persuit for perfection | Savior

Video

Tracklist

01 Black canvas
02 The curse of 2.7.7.0
03 Teenage rebellion
04 Shades of night
05 Persuit for perfection
06 A mirror’s portrait
07 Crash and burn
08 Savior
09 When the curtains fall
10 Renegade patrol

Details

The Killerhertz – Facebook

Label: Dr. Music Records / recordJet / Soulfood
Vö-Termin: 17.11.2017
Spielzeit: 42:48

Copyright Cover: Dr. Music Records



Über den Autor

Conny
Conny
"Das Durchschnittliche gibt der Welt ihren Bestand, das Außergewöhnliche ihren Wert." - Oscar Wilde