Review

Der Bandname ist Syn Ze Sase Tri, der Albumtitel lautet „Zaul Mos“ und Legenden aus der Heimat der Pagan Black Metal Kapelle, Transsilvanien, bilden den Inhalt ihrer Veröffentlichungen.

„Zaul Mos“ ist diesbezüglich bereits das vierte Werk, das ein weiteres kriegerisches Kapitel aufschlägt.
Im Vorteil sind dabei diejenigen Hörer, die der Heimatsprache von Syn Ze Sase Tri mächtig sind, denn in dieser wird hier gesungen, oder besser gesagt gegrowlt und gescreamt. Erschwert diese fremdsprachliche Barriere immer mal wieder den Zugang zum Album, muss man natürlich fairerweise sagen, dass Syn Ze Sase Tri mit der Sprachauswahl im hier servierten Genre keine Ausnahme darstellen. Und sind wir ehrlich, selbst bei ausreichenden Sprachkenntnissen macht es einem der gutturale Gesang nicht immer leicht, die Texte zu verstehen. Misheard lyrics sind daher oftmals vorprogrammiert und zugutehalten muss man den Rumänen, dass die harte Wirkung der Sprache natürlich vortrefflich zum ebenso harten musikalischen Agieren passt.

Black Metal dominiert das Geschehen auf „Zaul Mos“ nämlich, wird allerdings oftmals durch sinfonische Arrangements ergänzt. Dadurch entstehen epische Klangwelten und melodiöse Songpassagen, welche die Blastbeat- und Doublebassparts immer wieder gelungen und stimmungsvoll auflockern. Phasenweise meint man dann, den Anfängen von Dimmu Borgir beizuwohnen; nicht das Schlechteste, aber mit Luft nach oben, da das Level besagter Band noch nicht erreicht wird.
Die ebenfalls zum Zug kommenden Folk- und traditionellen Einflüsse ergänzen die stilistische Basis und tragen zur Abwechslung des Albums bei.

Dass man besagte Abwechslung großschreibt, zeigt sich auch im Song „Plecaciune Zaului“, der eine Frauenstimme zu Wort respektive Gesang kommen lässt und dem Titel eine aus dem Album herausstechende gefühlvolle Seite verpasst.

Syn Ze Sase Tri (Copyright: Syn Ze Sase Tri)

Sieht man von diesem Gastauftritt ab, wechseln sich häufig dunkle Growls und helle Screams in einem ausgewogenen Verhältnis ab.

Teilweise gestaltet sich der Hörfluss jedoch ein wenig holprig, da einige Titel sehr langatmig wirken.
Der Konsument sollte daher ein wenig Geduld mitbringen und sich auf das Album einlassen, um langfristig Freude daran zu haben.

So unaussprechlich der Bandname Syn Ze Sase Tri auch erscheinen mag, Fans des blackmetallisch geprägten Pagan Metal sollten sich die Truppe aus Transsilvanien somit trotzdem merken, denn „Zaul Mos“ ist ein ambitioniertes Werk, das im Genre durchaus seine Daseinsberechtigung hat.

Video

Tracklist

01 Tarimu‘ De Lumina
02 Din Negru Gind
03 Solu‘ Zeilor
04 DE-A Dreapta Omului
05 Zaul Mos
06 Plecaciune Zaului
07 Urzeala Ceriului
08 Cocosii Negri
09 In Pintecu Pamintului (Electric Version; Bonustrack)

Details

Syn Ze Sase Tri – Homepage
Syn Ze Sase Tri – Facebook
Syn Ze Sase Tri – Twitter

Label: code666 / SPV
Vö-Termin: 29.09.2017
Spielzeit: 53:13

Copyright Cover: code666



Über den Autor

Conny
Conny
"Das Durchschnittliche gibt der Welt ihren Bestand, das Außergewöhnliche ihren Wert." - Oscar Wilde