Review

Länger war es ruhig um die Band Resurgency, die sich dem straighten Death Metal verschrieben hat. Nun sind die Griechen mit ihrem neuen Album „No Worlds…Nor Gods Beyond“ am Start und wollen damit laut Infotext Fans von Deicide oder Morbid Angel abholen.

Gleich vorweg: Die neue Platte kommt ohne viele Schnörkel aus und ist relativ kurzweilig. Wirkliche Highlights sind auf „No Worlds…Nor Gods Beyond“ nicht zu erwarten. Die Band mag es nun einmal recht einfach und natürlich ziemlich straight. Das bedeutet gleichzeitig: Es gibt beispielsweise ein Riff und das lässt die Truppe über einen ganzen Track bluten; ob es dem Hörer passt oder nicht.

Das Songwriting ist somit äußerst nachvollziehbar bzw. sogar etwas vorhersehbar. Des Öfteren folgt auf einen Blastbeat ein Groove – und so kann man nach dem ersten Durchlauf schon festhalten, dass Resurgency ihre Sache zwar gut machen, dabei aber weder nach links noch nach rechts schauen, was schade ist, denn rein musikalisch klingt die Truppe nach weitaus mehr. Alles könnte daher viel epischer und kräftiger sein, als lediglich stumpf die Death Metal Schiene zu fahren. „Progenitors Of Suffering“ zeigt zum Beispiels eindrucksvoll, dass Resurgency richtig guten Death Metal machen, doch leider verpufft dieser in der Belanglosigkeit, da man solche Riffs und Songs nun schon seit Jahren gehört hat. Unumstößlich linst man damit in die Deicide-Ecke und hier und da kommt ein fetziger Groove oder Blastbeat-Part um die Ecke, doch in 2017 darf es gerne etwas mehr sein.

Resurgency (Copyright: Resurgency)

Der Titeltrack „No Worlds Nor Gods Beyond“ klingt mit viel Thrash Metal und einem teils drownigen Unterton im Vergleich dazu schon fast wie von einem anderen Stern. Diese Richtung hätten Resurgency auch gerne verstärkter ausbauen können. Hier groovt und kracht es nämlich, ohne abzustumpfen. Man fühlt sich an Aeon oder Revocation erinnert.

Das Bollwerk rund um Sänger John kann trotz straightem Image nicht überzeugen. Einzig er selbst kann mit seinem Gesang und gemeinsam mit Drummer George T. einiges rausreißen, denn die beiden agieren auf einem guten Niveau.

Das gilt auch für den Mix der Platte. Hier ist kein Platz für Weite. Man bleibt tight und trocken, was für die Musik sehr förderlich ist.

Nichtsdestotrotz verpasst man nicht viel, wenn man „No Worlds…Nor Gods Beyond“ von Resurgency nicht gehört hat.

Video

Trackliste

01 Thresholds Of Infinite Pain
02 Progenitors Of Suffering
03 No Worlds Nor Gods Beyond
04 Upset Sun In Shades Deforms
05 Celestial Commemoration
06 Emancipation By Knowledge
07 Permutation Rites
08 Through The Gate Inside Not
09 Quartered Mental Existence

Details

Resurgency – Facebook

Label: FDA Records / Soulfood Music
Vö-Termin: 21.04.2017
Spielzeit: 34:56

Copyright Cover: FDA Records



Über den Autor

Marcus
Marcus