Review

Nach 7-jähriger selbstauferlegter Release-Pause kehren Requiem mit einem neuen Output zurück. „Global Resistance Rising“ heißt das Album, an dem vor allem Fans von Bands wie Vader oder Suffocation ihre helle Freude haben werden. Denn die darauf zu findenden zehn Tracks sind wahre Death Metal Brecher mit viel Brutalität, heftigen Riffs sowie einem ziemlich fitten Drummer.

Tatsächlich scheinen Requiem besonders nah an die Band Suffocation angelehnt zu sein, wenngleich sie mehr Melodien aufweisen. Selbst Fronter Michi Kuster klingt wie Frank Mullen. Und auch die Drums spielen in einer ähnlichen Riege – mit viel Groove, schnellen Doublebass-Passagen und diversen Blast-Variationen.

Die Riffs wechseln zwischen chuc chuc Grooves und atmosphärischen Melodien oder Slam-Passagen. Für eine Death Metal Band klingt dies bereits sehr facettenreich – und das ist es auch, denn die Tracks werden nicht langweilig.

„For The Blind To See“ bringt als Opener beispielsweise alles mit, was ein frischer Death Metal Track im Old-School-Slam-Gewand haben muss.
„DeEvolution“ wirkt zwar etwas metalcore-ig, trifft aber im Kern den richtigen Nerv, ohne übertrieben „nach Szene“ zu klingen.
„Greed Kills“ ist dagegen eher ein Abriss-Song, bei dem vom Tempo bis zu den Riffs alles stimmt.

Die Jungs geben sich Mühe, die Tracks immer mal etwas anders ausfallen zu lassen, und bieten dadurch kaum einen Angriffspunkt für Kritik. Einzig ihren Riffs kann man vorwerfen, häufig nach gleichem Schema abzulaufen: Sind die Drums langsamer, werden auch die Riffs langsamer; im Blast-Part wird dann jedoch durchgezogen. Das hat etwas für sich, könnte die Hörer allerdings relativ fix ermüden.

Requiem (Copyright: Requiem)

Der Sound versprüht mit den Riffs zusammen einen eher altbackenen Vibe. Das ist allerdings keineswegs negativ gemeint, denn diese Mischung macht richtig Laune.

Alles in allem gibt es an „Global Resistance Rising“ nicht viel zu meckern: Der Sound passt, die Riffs sitzen und der Gesang sowie die Drums krachen ordentlich.
Etwas weniger Melodie, und schon hätten wir einen totalen Abriss, aber im Ist-Zustand wirkt das Album gerade dadurch aufgelockerter und moderner. Definitiv einen Anspieler wert!

Video

Tracklist

01 For The Blind To See
02 Lockdown
03 DeEvolution
04 Vultures
05 No Quarter Given
06 Downward Spiral
07 Salvation In Vain
08 Greed Kills
09 Resistance Is Risng
10 Fire In The Hole

Details

Requiem – Homepage
Requiem – Facebook

Label: FDA Records / Soulfood
Vö-Termin: 23.03.2018
Spielzeit: 32:26

Copyright Cover: FDA Records



Über den Autor

Marcus
Marcus