Review

Das 1993 gegründete mexikanische Electro-Duo Hocico veröffentlicht das Livealbum „Shalom from Hell Aviv (Blasphemies In The Holy Land – Part 2)“ und setzt damit die Tradition ihres Werkes „Blasphemies In The Holy Land“ aus dem Jahr 2005 fort.

Ihre weitere Ausgabe einer Live-Aufzeichnung hält insgesamt 15 Stücke parat. Die dabei anzutreffende Songauswahl transportiert nicht nur die Live-Atmosphäre erneut in die eigenen vier Wände, sondern repräsentiert zudem das bisherige Schaffen Hocicos in kompakter Form.

Songauswahl und Aufnahmequalität

Mit dem Intro „Blackout“ und dem darauf folgenden Song „Scars“ wird der Hörer prompt in die Szenerie des Livealbums eingeführt. Auffällig ist jedoch schon bei den ersten Gesangstönen, dass die instrumentale, elektronische Ebene weitaus besser zum Tragen kommt als der stimmliche Part.

Hocico (Copyright: Hocico)

Während sich „Sex Sick“, „No One Gets Out Alive“, „Bite Me!“, „Forgotten Tears“ und „A Fatale Desire“ als jene der wenigen Songs entpuppen, die sowohl gesanglich als auch „musikalisch“ gut gefiltert und abgemischt wurden und damit auf ganzer Linie überzeugen können, halten Titel wie „In The Name of  Violence“, „I Abomination“, „Poltergeist“, „Heart Attack“, „Dead Trust“ zwar melodisch gut mit, auf stimmlicher Ebene begeistern sie allerdings weniger. Der Gesang klingt oft überraschend stumpf; das wurde bei anderen Livealben der Band schon besser gemacht.

Leider täuscht darüber auch ein Highlight wie „Tiempos de Furia“ nicht hinweg. Immerhin zeigt diese Live-Granate aber, welch Livequalitäten Hocico besitzen.

Fazit

Unumstritten entern Hocico gekonnt die Bühnen dieser Welt. Grund genug, diese Liveerlebnisse auf CD festzuhalten. Als Erinnerungsstück eignet sich „Shalom from Hell Aviv (Blasphemies In The Holy Land – Part 2)“ somit besonders für Fans des Duos, die das hier verewigte Konzert bereits live miterlebt haben. Ein Meisterwerk einer wirklich sensationellen Liveband ist diese Aufnahme aber leider nicht geworden.

Video

Tracklist

01 Blackout
02 Scars
03 Sex Sick
04 In The Name of Violence
05 No One Gets Out Alive
06 Bite Me!
07 I Abomination
08 Heart Attack
09 Poltergeist
10 Dead Trust
11 Forgotten Tears
12 A Fatal Desire
13 Tiempos de Furia
14 Twist The Thorn

Details

Hocico – Homepage
Hocico – Twitter

Label: Out of Line Music
Vö-Termin: 07.12.2018
Spielzeit: 80:45

Copyright Cover: Out of Line Music



Über den Autor

Jasmin
Jasmin
Musik ist Balsam für meine Seele