Review

Britta Görtz von Cripper will es nun auch noch in puncto Death Metal so richtig wissen. Der Erstling ihrer neuen Truppe Critical Mess hört auf den Namen „Human Praey“ und könnte kompromissloser nicht sein. Ob Hour of Penance, Napalm Death oder Suffocation – man hört viele Einflüsse heraus und wundert sich, wie unfassbar gut die erste Scheibe klingt, mit der die Band die knallharte Death Metal Keule auspackt.

„Bringer of all end“ macht seine Sache als Opener bereits richtig gut. Es handelt sich bei dem Song um einen fetten Brecher mit derben Blasts und rhythmischen Riffs, die sich einfräsen. Schon jetzt kann man feststellen, dass die Truppe ein Händchen für Riffs hat. Britta klingt zudem wie eine heftige Version von Arch Enemy, absolut klasse.

Folgesong „Feasting“ wurde bereits mit einem Video vorstellig und entpuppt sich dafür als richtige Wahl. Derbe Grooves mit viel Tiefe und Atmosphäre – so sollte Death Metal 2018 klingen.

„Preacher of lies“ wartet zusätzlich mit einem Solo auf, das nicht nur eine Lückenfüllerfunktion einnimmt, sondern perfekt ins musikalische Geschehen passt. Ein Hoch auf die Saitenfraktion!
Hier und da kommen Critical Mess auch mit Slam-Einlagen um die Ecke und selbst die überzeugen.

Ziemlich beeindrucken kann außerdem Drummer Benny Komatitsch, denn er spielt die Tracks tight durch und blastet sich dabei gekonnt die Seele aus dem Leib. Hier sind wirklich fitte Metalheads an den Instrumenten zu finden.

Allgemein sind die Songs super geschrieben und kein Track wird langweilig. Als Highlight kann man jedoch ganz klar „Pansperm“ empfehlen, denn in diesem Titel kommt die geballte Metalpower zusammen, die Critical Mess aufbringen können: brutale Riffs, derbe Beats und gutturaler Gesang von der bezaubernden Britta.

Critical Mess (Copyright: Critical Mess)

„Repent“ bildet schließlich den Abschluss des genialen Debüts. Vielleicht kann man an dieser Stelle insofern Kritik üben, dass die Luft zum Ende hin ein wenig raus ist, aber das ist legitim, immerhin hat der Hörer mit „Human Praey“ gesamt gesehen unfassbar viel Spaß.

Das Album ist zudem sehr gut abgemischt. Der Sound bleibt satt und dennoch schön natürlich. Auch wenn die Songs modernen Metal widerspiegeln, ist es somit der Sound, der „Human Praey“ auf dem Boden hält.

Bleibt zu sagen: Critical Mess bringen mit „Human Praey“ ein modernes Death Metal Album im old school Gewand auf den Markt, das Fans dringend antesten sollten.

Video

Tracklist

01 Bringer of all end
02 Feasting
03 Preacher of lies
04 Gluttony
05 Creation of abomination
06 Pansperm
07 On rotten grounds
08 Into oblivion
09 Paradoxal paradigm of perception
10 Repent

Details

Critical Mess – Homepage
Critical Mess – Facebook

Label: Metalville / Rough Trade
Vö-Termin: 29.03.2018
Spielzeit: 39:41

Copyright Cover: Metalville



Über den Autor

Marcus
Marcus