Review

Noizgate Records und Schwesterlabel Deafground Records laden zum Bangen ein! Der hauseigene Sampler „Brutal Vision“ geht mit 34 Tracks von Bands aus sechs verschiedenen Ländern und unter dem Motto „Core In The Name Of Love“ in die dritte Runde.

Neben Labelgrößen wie Watch Out Stampede, All Will Know oder Burden Of Life sowie Newcomern wie Groovenom zieren zehn Neuentdeckungen die Playlist. Jene konnten sich für einen Platz auf dem Sampler bewerben und wurden nach der Vorauswahl durch die labelinterne Jury mittels Votingverfahren ausgewählt (wir berichteten).

Der musikalische Mix der Compilation ist derart ausgewogen, dass hier für wirklich jeden Hörer etwas dabei sein sollte.

Ihr steht auf modernen Metal aus Deutschland? Dann seid ihr bei Noizgate Records schon mal goldrichtig. Denn die Jungs und Mädels haben viele Bands im Angebot, die sich dieser Stilrichtung in all ihrer Bandbreite verschrieben haben. Ob Deathcore, Hardcore, Punk oder Techno Schranz Death Metal, das Label deckt mit seinem Bandkatalog alles ab.

So kann man mit Truppen wie We Saw Worlds Collide oder Noir so richtig abgehen. Wer es hingegen lieber klassischer mag, darf bei Chaos Addict reinhören, die mit sauberem und fixem Thrash Metal um die Ecke kommen.
Electro- und Metal-Mischungen sind eurer Stil? Dann dürften Gina Goes Wild oder Groovenom, die sich mittlerweile in der Szene einen Namen gemacht haben dürften, das Hörerherz erwärmen.

Nach 18 Tracks und über eine Stunde Hörvergnügen ist die erste Platte des Doppelalbums schließlich beendet – und das darauf zu findende Material hätte nicht bunter gemixt ausfallen können.

Viel interessanter wird es dann aber mit der zweiten Scheibe, denn hier sind auch die eingangs erwähnten Newcomer vertreten, die nun entdeckt werden wollen.

Zunächst macht aber Labelneuzugang Operation Cherrytree den Anfang. Ihr Stoner Rock wirkt zunächst zwar total fehl am Platz, fügt sich schließlich aber doch gut in den Samplerkontext ein. Muss man einfach gehört haben!
Mir zur Feier – auch die Bandnamen werden nun also immer interessanter. Benannt nach dem Titel eines frühen Gedichtbandes des deutschen Lyrikers Rainer Maria Rilke serviert die Band aus Bielefeld lyrischen Death Metal – und der klingt sogar ziemlich gut.
Backside können ebenfalls überzeugen, denn sie lassen den Hörer hervorragend den Punk-Vibe spüren. Die Truppe gibt Gas und erinnert ein wenig an Limp Bizkit. Absolut genial!
Atmosphärisch wird es schließlich noch mit dem Akustiksong von Debby Le Pard, die Alligator Rodeo diesbezüglich in nichts nachstehen, welche mit ihrem Southern Rock wieder etwas Sonne in die Zimmer bringen.

„Brutal Vision Vol. 3“ bietet über zwei Stunden Material, das neue Bands kennenlernen lässt, zum Stöbern einlädt, für Inspirationen sorgt und einen guten Einblick in das Label und dessen Bands gibt. Rundum also ein solides Paket, das es zu hören gilt.

Video

Trackliste

CD 01
01 WATCH OUT STAMPEDE – Fingers Crossed
02 GROOVENOM – The King Is Dead
03 NIOR – Nightwalker
04 NAVOCANE – Tune Out
05 ARISE FROM THE FALLEN – Breakthrough
06 TRAILER PARK SEX – American Nightmare
07 VENUES – Ignite
08 WE SAW WORLDS COLLIDE – Chaos
09 GINA GOES WILD – Venom Is Bliss
10 TAKE ALL TO HEAVEN – Dreamcatcher (feat. Martin Eurich)
11 DEVOTION – Hiraeth
12 WE ARE WOLF – Bearer Of The Curse
13 I AM THE DECEIVER – Ascension
14 AND THERE WILL BE BLOOD – Hell Is Open
15 PRIOR THE END – Irukandji
16 CHAOS ADDICT – Solitude (feat. Björn Strid)
17 THE LEGION:GHOST – Discharged
18 ALL WILL KNOW – Dead World

CD 02
01 OPERATION CHERRYTREE – Today
02 MAJOR ERD – #blindflug (feat. Dennis Winkler)
03 MIR ZUR FEIER – Der Schauende
04 BACKSIDE – No Hooks
05 UGF – Death Wish
06 APACHE – Still Don’t Love The Police
07 AMPLIFIED HATE – Ihr Seid Nicht Das Volk
08 DEBBY LE PARD – Beliefs
09 LIKE A MESS – Mirror
10 WEILAND – Trümmerpark
11 SEXX ZÖMBIE – Toy Boy
12 ALLIGATOR RODEO – Freight Train
13 SAMARAH – Antivirus
14 METALMIND – Without Return
15 GRAI – Donya
16 BURDEN OF LIFE – Goddess Of The River

Details

Label: Deafground RecordsNoizgate Records
Vö-Termin: 10.11.2017
Spielzeit: 2:22:59

Copyright Cover: Noizgate Records



Über den Autor

Marcus
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