Review

Die „volle Crazy World of Out Of Line zwischen stampfendem Electro, deftigem Metal, verträumtem Neo Folk, tanzbarem Synthpop, staubigem Desert Rock und vielem mehr“ – und das zum Preis einer EP – kommt mit dem hauseigenen Label-Sampler „Awake The Machines – Vol. 8“ auf ganzen drei CDs daher.

CD 01

Der Einstieg in die umfangreiche Compilation wird den Hörern dabei sehr leicht gemacht, indem das Szene-Urgestein Blutengel mit „Vampire“, dem Vorboten zum im Februar 2019 erscheinenden Album „Un:Gott“, die erste CD eröffnet.

Jene ist insgesamt den Größen aus den Bereichen Electro, NDH und Gothic vorbehalten.

Daher sind hier neben Solar Fake und ihrer grandiosen Vorabsingle „Sick of you“ zum aktuellen Album „You Win. Who Cares?“ ebenso Ashbury Heights mit ihrem wunderschönen Song „If you’re shooting with the left means the right side is working“ vertreten.

NDH-Fans werden mit der zweiten Single „Wieso Weshalb Warum“ vom aktuellen Erdling-Album „Dämon“ und dem von Daniel Schulz wunderschön gesungenen Stück „Nela“ vom im Juli erschienen Unzucht-Album „Akephalos“ bestens bedient.

Positiv überraschen können zudem der Titel „Ice Flower“ von The RitualistsLizzard Pool mit „Wave Of Joy“ sowie „Feel Alive“ von Osaka Rising.

Insgesamt 14 Tracks sind schließlich durchgehört und es folgt

CD 02

Da der zweite Silberling sehr metallastig ausfällt, kommen hier vor allem die Headbanger voll auf ihre Kosten.

Neben gutem finnischen Metal von Bloodred Hourglass, die ihren Song „Six Feet Saviour“ vom diesjährigen Album „Heal“ beisteuern, bleibt man sowohl mit Blind Channel und ihrem Song „Over My Dead Body“ als auch mit Combichrist und dem Titel „Broken United“ in skandinavischen Regionen.

Einen Abstecher nach Amerika serviert Out of Line durch die Alternative Metal Band Davey Suicide aus Los Angeles mit ihrem melodisch sehr gut umgesetzten Track „One Of My Kind“.

Mit Rabia Sorda und ihrem „Violent Love Song“ geht es dann nicht nur nach Mexiko, sondern es wird außerdem ein wenig elektronischer. Ein stilistischer Ausreißer, den sowohl der Gothic Metal von Aeverium mit „Hunted“ und die NDH von Ost+Front schnell vergessen machen. Letztere schließen zugleich den zweiten Rundling – und das passend zum hier dominierenden Genre – mit ihrem Titel namens „Heavy Metal“.

CD 03

Im Anschluss folgt die wohl abwechslungsreichste CD des Samplers.

Mit Solitary Experiments und ihrem auf dem Album „Future Tense“ zu findenden Titel „Crash & Burn“ sind es außerdem Massive Egos „Kate’s In A State“, „Walked The Line“ von Chrom und „Sex Sick“ von Hocico , die die Herzen der elektronischen Fangemeinde höher schlagen lassen.

Etwas ruhiger lassen es Melotron mit ihrem in gewohntem Stil gehaltenen „Menschen“ sowie Angels & Agony mit „Inside Sanity“ angehen.

Und letztlich dürfen auf einem Out Of Line-Sampler auch Bands wie Suicide Commando (mit „The Devil“ vertreten) und Amduscia mit ihrem sehr tanzbaren melodischen Song „Filofobia“ nicht fehlen.

Fazit

Nach 45 Songs ist das Ende von „Awake The Machines – Vol. 8“ dann erreicht.
Der Sampler bietet jedoch nicht nur Masse, sondern auch Klasse. Indem viele verschiedene Genres bedient werden und eine abwechslungsreiche Auswahl an Künstlern getroffen wurde, dürfte hier wohl jeder etwas Passendes finden; ein Kauf ist daher definitiv lohnenswert.

Video

Tracklist

CD 01:
01 Blutengel – Vampire
02 Solar Fake – Sick of you
03 Ashbury Heights – If you’re shooting with the left means the right side is working
04 The Ritualists – Ice Flower
05 Lizard Pool – Wave Of Joy
06 Erdling – Wieso Weshalb Warum
07 Lejana – The Dirty and the Beast
08 Osaka Rising – Feel Alive
09 Unzucht – Nela
10 Rummelsnuff – Eisengott
11 Ordo Rosarius Equilibrio – The Misanthrophic Polygamist
12 Client – Refuge
13 Sleepless in Pyongyang – Kronos
14 Heimataerde – Hick Hack Hackebeil

CD 02:
01 Bloodred Hourglass – Six Feet Saviour
02 Rave The Reqviem – Ghost Royale
03 Frosttide – Tranquility
04 Infected Rain – Freaky Carnival
05 Fear Of Domination – Sick and Beautiful
06 Davey Suicide – One Of My Kind
07 Blind Channel – Over My Dead Body
08 Losers – Chainsaw
09 Aeverium – Hunted
10 Tragedy Of Mine – Built To Resist
11 Mors Subita – As Humanity Weeps
12 Xenoblight – Shapeshifter
13 Combichrist – Broken-United
14 Rabia Sorda – Violent Love Song
15 Night Laser – Laserhead
16 Ost+Front – Heavy Metal

CD 03:
01 Solitary Experiments – Crash & Burn
02 Massive Ego – Kate’s In A State
03 Chrom – Walked The Line
04 Melotron – Menschen
05 Hocico – Sex Sick
06 Signal Aout 42 – Oxygen
07 Yellow Lazarus – Dead Slot Machines
08 Angels & Agony – Inside Sanity
09 Accessory – Outrun The Gun
10 Too Dead To Die – Step Back, Satan!
11 Dive – Let Me In
12 Suicide Commando – The Devil
13 Any Second – Zorn
14 The Juggernauts – Purge
15 Amduscia – Filofobia

Details

Label: Out of Line Music
Vö-Termin: 29.06.2018
Spielzeit: 65:27 + 71:00 + 70:51

Copyright Cover: Out of Line Music



Über den Autor

Jasmin
Jasmin
Musik ist Balsam für meine Seele