Review

Immer für eine Überraschung gut

Veröffentlichten Alphamay nach ihrem regulären Album „The Simulation Hypothesis“ zunächst zum 5-jährigen Bandjubiläum das Minialbum „The Mellow Collie“, halten sie auch zum Jahresende eine Überraschung parat. Um die Wartezeit auf neues Material (bereits angekündigt für das erste Quartal 2019) zu verkürzen, erscheint vorab das Remixalbum „Trans/Fusion“.

Remixe der Extraklasse

Darauf verewigt sind zwölf Remixe von Alphamay-Songs aus allen bisher erschienenen fünf Alben des Synthpop-Duos. Verantwortlich für diese Interpretationen sind viele verschiedene Wegbegleiter der Formation und namhafte Künstler der Szene. Sehr gewagt, aber gut umgesetzt.

Den Anfang macht das Stück „Missing Me“ als The Dark Movement Remix. Jene bauen den Titel noch ein wenig elektronischer auf, als Unplaces es tun, die sich ebenfalls dem Song gewidmet haben und mit genial eingemixten Electro-Elementen punkten können.

Zwei Remixversionen bekommt auch der Song „The God Games“ verpasst.
Während sich der sehr harmonisch klingende und gefühlvolle „Breathe Remix“ von Schwarzschild wahnsinnig gut in das Albumgeschehen einfügt, bieten Suicide Tuesday etwas komplexere Elektronik.

Überzeugend, aber vor allem vielfältig fallen schließlich die Interpretationen „Counting Stars (AMPAX 80er Analog-Remix)“, „Fractures Of Reality (The Psychic Force Remix)“, „Weak Philosophy (Remixes by 0Kontrol)“ und „Decay Of A Dream (Circured Remix)“ aus.

Alphamay selbst kehren mit einer neuen Version des Titels „The Enchantment Rose ’18“ weit zurück in ihre Diskografie und nehmen sich damit einen der ersten Tracks ihrer Schaffenszeit vor. Dabei wird es insbesondere für das Duo selbst sowie für eingefleischte Fans ein wenig nostalgisch, gleichsam aber auch sehr gefühlvoll.

Alphamay (Copyright: Fotogra4bar)

Dem steht auch die Umsetzung der Neumischung des Songs „Low In Love“ durch Gotteskälte in nichts nach. Das Ergebnis ist so traumhaft schön und emotional, dass diese Version unweigerlich zu den besten auf „Trans/Fusion“ gehört.

Wie bei einem Remixalbum nicht unüblich, sprechen allerdings nicht alle Fassungen die Hörer gleichermaßen an. So können beispielsweise „Eloria (Excite Remix by Dorfschmidt/Gröhder)“ und „The Carousel (Mangiac RMX)“ mit den starken Tracks des Albums nicht ganz mithalten.

Insgesamt wird dem Werk zudem die Vielfältigkeit etwas zum Verhängnis, da die große Anzahl unterschiedlicher Künstler und Fassungen „Trans/Fusion“ teilweise nicht in sich stimmig genug wirken lässt.

Fazit

Nichtsdestotrotz stellt „Trans/Fusion“ ein sensationelles Remixalbum dar, das die Weiten des Synth-/Electropop auslotet und somit Fans des Genres zu empfehlen ist.

Video

Tracklist

01 Missing Me (The Dark Movement Remix)
02 The God Games (Breathe Remix by Schwarzschild)
03 Counting Stars (AMPAX 80er Analog-Remix)
04 Fractures Of Reality (The Psychic Force Remix)
05 Weak Philosophy (Remixed by 0kontrol)
06 Decay Of A Dream (Circured Remix)
07 Low In Love (Neumischung bei Gotteskälte)
08 Eloria (Excite Remix by Dorfschmidt/Gröhder)
09 The Carousel (Mangiac RMX)
10 The God Games (Remixed by Suicide Tuesday)
11 Missing Me (Secret Cave Remix by Unplaces)
12 The Enchantment Rose ’18 (Reimagined by Alphamay)

Details

Alphamay – Homepage | Alphamay – Facebook | Alphamay – Twitter

Label: Battersea Electric
Vö-Termin: 10.12.2018
Spielzeit: tba

Copright Cover: Battersea Electric



Über den Autor

Jasmin
Jasmin
Musik ist Balsam für meine Seele