Review

Vor knapp 19 Jahren haben die Deutschpunker Abgestorbene Gehirnhälften ihr letztes Album „Ohne uns sieht die Welt bestimmt nicht anders aus“ herausgebracht. 2018 kehren sie mit „Verdikt der Evolution“ wieder zurück.

Mit sozialkritischen Texten, einem Sänger, einer Sängerin und Geschrammel im Hintergrund präsentiert sich die Band.

Vergebliche Suche nach Stärken

Ihre Texte sind gut und aussagekräftig, nur passen sie nicht zur Melodie. Denn Sänger und Songwriter Stefan Zeller hat wenig Gefühl, die deutschsprachigen Texte passend zur Melodie der Songs zu verfassen.
Die Töne zu treffen, gehört leider auch nicht zu seinen Stärken.

Die Stimme der Sängerin Uli ist definitiv besser, allerdings trifft auch sie keine bis wenig Töne. Für die Umsetzung der Texte, passend zur Musik, besitzt sie immerhin mehr Gefühl.

Die Musik kreieren Gitarre, Schlagzeug und eventuell ein Bass; mehr kann oder möchte man nicht ausmachen.

Fazit

Punkrock muss man mögen. Guter Punkrock macht auch definitiv Spaß. Die Abgestorbenen Gehirnhälften leben den Punk und das schon jahrzehntelang. Aber einzig der Lifestyle, sozialkritische Texte zu schreiben, in ein Mikrofon zu schreien und im Hintergrund so etwas wie Musik zu spielen, macht noch lange keinen guten Punkrock aus.

Das Album „Verdikt der Evolution“ wird somit wohl kein Meilenstein der Musik- bzw. Punkgeschichte werden.

Video

Tracklist

01 Evolution des Humanismus
02 Soziale Synchronisation
03 Achtung Parole
04 Neoliberales Mantra
05 Leviathan
06 Beweisaufnahme
07 Plädoyer
08 Immer hört nur ein Herz auf zu schlagen
09 Kassandra
10 Col De La Bataille
11 Nun, genau jetzt

Details

Abgestorbene Gehirnhälften – Homepage
Abgestorbene Gehirnhälften – Facebook

Label: Eigenproduktion / MüZe Records
Vö-Termin: 02.05.2018
Spielzeit: 31:32

Copyright Cover: MüZe Records



Über den Autor

Jasmin
Jasmin
Musik ist Balsam für meine Seele