Review

In dem Film „Voice from the Stone – Ruf aus dem Jenseits“ von Regisseur Eric D. Howell und geschrieben von  Andrew Shawmit spielt „Game of Thrones“-Star Emilia Clarke (dort in der Rolle der Daenerys Targaryen) in der Hauptrolle ein fürsorgliches Kindermädchen, das mit geisterhaften Erscheinungen konfrontiert wird.

Das Kindermädchen Verena (Clarke) hat sich auf die Behandlung von introvertierten und labilen Kindern spezialisiert. Zwar bringt sie nicht die formellen Qualifikationen, wohl aber aufgrund ihrer Erfahrung die materielle Kompetenz mit, weshalb sie sich auch befähigt sieht, eine schwierige neue Stelle zu bekleiden. Sie bewirbt sich auf einem majestätischen und imposanten toskanischen Landsitz, um sich dort um den jungen Jakob zu kümmern. Dessen Vater (Marton Csokas) ist verzweifelt, da Jakob seit dem Tod seiner Mutter verstummt ist. Verena ist gewillt, dem Jungen seine Stimme wiederzuverleihen. Doch jener lauscht lediglich regelmäßig an dem uralten Gemäuer, das zu ihm zu sprechen scheint. Während Verena dies zunächst als Erscheinung seiner tiefen Trauer abtut, muss sie schon bald feststellen, dass der Landsitz tatsächlich einige Geheimnisse beherbergt und auch sie beginnt, gespenstische Stimmen zu hören…

In „Voice from the Stone“ sehen wir Emilia Clarke in einer ungewohnt biederen Rolle, wobei sie als einfühlsames und engagiertes Kindermädchen Verena durchaus überzeugen kann.

Die Landschaften und Handlungsorte sind hier zumeist vortrefflich in Szene gesetzt und der Film wird musikalisch stimmungsvoll untermalt.

Unerfreulicherweise lässt sich aber nicht viel mehr Gutes an diesem Spielfilm akzentuieren. Co-Star Marton Csokas („The Equalizer“) liefert in der Rolle als Jakobs Vater eine missglückte Darbietung ab, was aber auch dem schwachen Drehbuch geschuldet sein mag. Er soll hier sowohl jähzorniger und impulsiver Vater, aber auch einfühlsamer Künstler sein; allein eine differenzierte Charakterzeichnung wird daraus nie.

Verena (Emilia Clarke) in „Voice from the Stone – Ruf aus dem Jenseits“ (Copyright: Ascot Elite Home Entertainment)

Apropos defizitäres Drehbuch: Der Film dümpelt im Prinzip die gesamte etwa 90-minütige Spieldauer vor sich hin, wird dabei nie spannend oder gar gruselig und bleibt eintönig und schlechterdings ster­bens­lang­wei­lig.

Es ist zudem schwer möglich, „Voice from the Stone“ überhaupt einem Genre zuzuordnen; für einen Thriller definitiv zu spannungsarm, für einen Horrorfilm nicht ausreichend unheimlich und womöglich aufgrund der Lebenskrise des Jungen noch am ehesten als Drama einzuordnen. Dabei sind Unterschiede zu Genremustern ja grundsätzlich auch mal zu begrüßen, aber hier sind sie evident der Tatsache geschuldet, dass der Film selbst nicht genau weiß, was er sein will.

Voice from the Stone – Ruf aus dem Jenseits“ erschien am 30.06.2017 und kann aufgrund der obigen Ausführungen allenfalls noch hartgesottene Fans von „Game of Thrones“-Star Emilia Clarke abholen. Alle anderen lassen lieber die Finger davon.

Trailer

Inhalt

Das toskanische Landhaus, in dem Verena ihre neue Stelle antritt, ist ein uraltes Gemäuer voller Erinnerungen und Geheimnisse. Hier soll sich die Kinderpflegerin um Jakob kümmern, der seit dem plötzlichen Tod seiner Mutter stumm ist. Oft lauscht der Junge an den Steinen, die mit ihm zu flüstern scheinen. Verena hält das zunächst für eine Erscheinung seiner großen Trauer, doch dann hört sie selbst die gespenstische Stimme …

(Quelle: Ascot Elite Home Entertainment)

Details

Format: Widescreen
Untertitel: Deutsch
Region: Region B/2
Bildseitenformat: 2.39:1
Anzahl Disks: 1
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
Studio: Ascot Elite Home Entertainment (Vertrieb Universum Film)
Erscheinungstermin: 30.06.2017
Produktionsjahr: 2017
Spieldauer: 91 Minuten

Copyright Cover: Ascot Elite Home Entertainment



Über den Autor

Fabian
Fabian

Warum denn so ernst?