Review

„The Void“ ist ein kanadischer Horrorfilm der Regisseure Jeremy Gillespie und Steven Kostanski.

Gleich zu Beginn des Filmes trifft der Sheriff Daniel Carter auf einen verletzten Mann, der sich blutend auf die Straße vor ihm schleppt und dann zusammenbricht. Carter bringt den Verletzten daraufhin in ein Krankenhaus in der Nähe, in dem auch seine Ehefrau als Krankenschwester arbeitet. Die beiden haben sich offensichtlich auseinandergelebt. Außerdem trifft er noch auf den ihm von früher bekannten Dr. Richard Powell und einige wenige andere Leute. Von hier an soll jedoch alles eskalieren und Sheriff Carters ruhige Nachtschicht zu einem Höllentrip ausarten. 

Erst dreht eine der Krankenschwestern durch und greift den eben eingelieferten Patienten an, dann tauchen zwei mysteriöse Jäger auf, die offensichtlich eine gewalttätige Auseinandersetzung suchen und zu allem Überfluss wird das Krankenhaus dann auch noch umstellt. Draußen sammeln sich nämlich mit Messern bewaffnete und in weiße Kutten gekleidete Fanatiker, die jeden Fluchtversuch der Ansässigen verhindern. Anschließend häufen sich dann auch noch surreale Ereignisse und absonderliche Kreaturen treten auf den Plan. Der Überlebenskampf im Krankenhaus kann beginnen …

Das war leider abermals eine gehörige Enttäuschung im Horror-Genre.
Zwar gefällt das Survival Horror-Setting hier gerade am Anfang noch richtig gut, aber nach einem spannenden und atmosphärisch gelungenen Beginn geht es stetig abwärts und es lässt sich durchaus formulieren: Je surrealer es wird und je verrückter die Kreaturen aussehen, auf die die Akteure hier treffen, desto alberner und weniger furchteinflößend wird auch der Film. Vor den Angriffen der „unheimlichen“ Kreaturen, die phasenweise doch recht billig aussehen, stimmte hier zumindest noch die Grundstimmung.

Die Charaktere werden genretypisch von weitgehend unbekannten Gesichtern gespielt. Die schauspielerische Leistung soll hier aber gar nicht an den Pranger gestellt werden; vielmehr sind es bereits die Figuren, die stören. Mit keiner wird man so richtig warm, was ebenfalls hinderlich für einen solchen Film ist, in dem der Zuschauer ja nun mal auch Angst um die Personen haben soll. Es bleibt hier aber auch einfach zu viel im Dunkeln; im Prinzip erfährt der Zuschauer über keine der handelnden Personen nennenswerte Details oder Hintergründe.

Sheriff Carter (Aaron Poole) in „The Void“ (Copyright: Ascot Elite Home Entertainment)

Viel mehr gibt es hier auch einfach nicht zu sagen. Es handelt sich um einen Low Budget-Horrorfilm, den man nicht wirklich empfehlen kann; zu Beginn vielleicht noch intensiv und vielversprechend, aber bei längerer Spieldauer und gerade zum Ende hin alles andere als gruselig.

Auf dem Cover prangt der Spruch: „Es gibt eine Hölle. Das hier ist schlimmer.“ Böse Zungen behaupten, dies stellt einen Verweis auf die Gemütslage des Betrachters nach dem Gesehenen dar. Na ja, so schlimm ist es womöglich nicht, aber am Ende ist man doch froh, wenn man den Streifen überstanden hat. Für Survival Horrorfilm-Fanatiker unter Umständen noch einen Blick wert, wird „The Void“ dem Genre aber sicherlich keine neuen Fans bescheren.

Trailer

Inhalt

Sheriff Carters gemütliche Nachtschicht endet jäh, als ihm aus dem Wald ein blutender Mann vor das Auto rennt. Umgehend bringt Carter den Verletzten ins naheliegende Krankenhaus, doch damit tritt er ungewollt eine höllische Lawine los. Zuerst tauchen zwei mysteriöse Jäger auf, die dem Unbekannten nach dem Leben trachten. Aber schon bald sieht sich die illustre Schar von Patienten und Angestellten einem viel größeren Problem gegenüber: Niemand kann das Krankenhaus verlassen, denn draußen versammelt sich eine Messer schwingende Horde von in weißen Roben gekleideten Gestalten, die jeden Fluchtversuch vereiteln. Und als dann drinnen die ersten Opfer zu ekelerregenden Monstern mutieren, müssen die Überlebenden erkennen, dass sich das Tor zur Hölle zu öffnen beginnt …

(Quelle: Universum Film)

Details

Format: Widescreen
Sprache: Deutsch (DTS-HD 5.1), Englisch (DTS-HD 5.1)
Untertitel: Deutsch
Bildseitenformat: 2.39:1
Anzahl Disks: 1
FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
Studio: Ascot Elite Home Entertainment (Vertrieb Universum Film)
Erscheinungstermin: 19.05.2017
Produktionsjahr: 2016
Spieldauer: 91 Minuten
Extras: Originaltrailer / Trailershow

Copyright Cover: Ascot Elite Home Entertainment



Über den Autor

Fabian
Fabian
Warum denn so ernst?