Review

Mit dem Action-History-Film „The King’s Ring – Die letzte Schlacht“ entführt Regisseur Aigars Grauba Fans des Genres nach Lettland ins 13. Jahrhundert. 

Inhalt

Im Zuge des blutigen Machtstrebens des Römischen Reiches ist es hier vor allem der illegitime Sohn des Papstes namens Max, der sich als skrupelloser Eroberer einen kleinen lettischen Küstenlandstrich untertan machen möchte. Unter dem Vorwand, die dort lebenden heidnischen Stämme bekehren zu wollen, schart er Soldaten und Söldner um sich und zieht in die Schlacht. 

HEIDEwitzka, was für Kämpfe!

Doch die „Heiden“ durchschauen alsbald den Plan des machthungrigen Tyrannen und rüsten sich für die bevorstehenden Kämpfe. Denn für sie gilt:

Lieber auf den Füßen sterben, als auf den Knien zu leben.

Kämpfe gibt es in „The King’s Ring“ daher zahlreiche zu sehen und diese sind – mit Ausnahme der „letzten Schlacht“ – allesamt hervorragend in Szene gesetzt. Durch gelungene Choreografien machen diese Sequenzen, die den Film letztlich auch dominieren, optisch einiges her. Dabei profitieren sie nicht nur von der guten Kameraführung, sondern insbesondere von einem effektiven Schnitt. Dem Zuschauer werden die einzelnen Kampfausschnitte somit weder zu langsam noch zu hektisch präsentiert. Das trägt zur Stimmung und Dynamik des Films bei.

Nach knapp 111 Minuten ist das fröhliche Gemetzel vorbei. Doch bevor es so weit ist, steht den Figuren die im Untertitel angekündigte „letzte Schlacht“ bevor. Im Vergleich zu den bisher gesehenen Kämpfen schneidet diese allerdings wenig imposant ab. Unspektakulär verortet man die meisten Szenen in rauchverhangene Kulissen und auch die Kampfdauer lässt kaum Möglichkeiten zu, um hier eine Epik zu erzeugen, die dem Film würdig gewesen wäre.

Epicless

Insgesamt verschenkt „The King’s Ring“ das Potenzial, eine ihm angemessene Epik aufzubauen. Zwar sorgen einige Kamerafahrten (beispielsweise über schöne Landschaften) für stimmungsvolle Momente, alles in allem fehlt es jedoch an „Weite“. Reduziert auf wenig Kulissen liegt es an den Figuren und der Handlung selbst, die Spannung beim Zuschauer zu erzeugen.

Plot – typisch, aber gut

Während der Plot diesbezüglich auch typisch, aber gut ausfällt, sorgen besonders die eingebundenen Intrigen für einen Mehrwert. Diese sorgen dafür, dass „The King’s Ring“ nicht langweilig wird oder einzig auf den Action-Faktor limitiert bleibt.

Cast

James Bloor als illegitimer Sohn des Papstes und skrupelloser Eroberer Max in „The King’s Ring – Die letzte Schlacht“ (Copyright: Ascot Elite)

Dennoch schweift der Zuschauer immer mal wieder ab. Schuld daran sind aber nicht unbedingt unnötige Längen, auch wenn diese stellenweise vorhanden sind. Vielmehr gelingt es nicht, die Distanz zwischen ihnen und den einzelnen Figuren zu überwinden. Am Ende erscheint einzig der „Bösewicht“ Max durch Schauspieler James Bloor (u.a. „Dunkirk“) passend besetzt, sodass man ihm seine Rolle prompt und durchgehend abnimmt.

Der Esprit und die Spielstärke von Edvin Endre (bekannt u.a. durch die Serie „Vikings“) in seiner Rolle als Stammeshäuptling Namejs wollen hingegen nicht authentisch wirken. Seine Anführerqualitäten zeigen sich lediglich in ihm gestatteten starken Einzelkämpfen; über seine Kampfkunst hinaus besitzt dieser Charakter jedoch keine Ausstrahlung.

Die Sinnhaftigkeit der Pausetaste

Bemängeln mag man abschließend noch die zu kleinen und zu schnell ausgeblendeten Schriftsätze am Anfang und Ende des Films. Ein Bedienen der Pausetaste, um die einleitenden und abschließenden Worte zu registrieren, ist hier definitiv sinnvoll. Insbesondere deshalb, da sie der fiktiven Geschichte in „The King’s Ring“ ein zusätzliches hohes Maß an Authentizität verleihen.

Trotz der Kritikpunkte sei der Film dennoch allen Fans von actionreichen History-Streifen empfohlen.

Trailer

Handlung

Lieber auf den Füßen sterben, als auf den Knien zu leben

Unter dem Deckmantel, die Heiden zum wahren Glauben bekehren zu wollen, landet Max als Abgesandter des Papstes an der lettischen Küste. Die wohlhabenden Stämme dort haben im 13. Jahrhundert die Gier Roms geweckt und Max, der illegitime Sohn des Papstes, ist genau der richtige skrupellose Eroberer, um diese Heiden zu unterwerfen. Doch der junge Anführer Namejs durchschaut Max und versucht, die Stämme gegen die Ankömmlinge zu vereinen. Unter seiner Führung kämpfen die lettischen Krieger eine blutige Schlacht um ihre Freiheit. Ihre Gegner sind Roms brutalste Schlächter, die vor keiner Grausamkeit zurückschrecken …

(Quelle: Ascot Elite)

Details

Format: Dolby, PAL, Widescreen
Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch
Region: Region 2
Bildseitenformat: 2.39:1
Anzahl Disks: 1
FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
Studio: Ascot Elite
Erscheinungstermin: 14.09.2018
Produktionsjahr: 2018
Spieldauer: 110 Minuten
Extras: Trailer / Deleted Scenes

Copyright Cover: Ascot Elite



Über den Autor

Conny
Conny
"Das Durchschnittliche gibt der Welt ihren Bestand, das Außergewöhnliche ihren Wert." - Oscar Wilde