Review

In jüngster Zeit haben wir hier mit der „Avengers Anthologie: Die ruhmreichen Rächer“ und dem „Thanos Megaband 1: Tödlicher Titan“ passende Comics aus dem Hause Panini vorgestellt, um allen Marvel-Jüngern die Wartezeit bis zum nächsten – und wohl größten – Superhelden-Blockbuster zu erleichtern. Mittlerweile heißt es aber tatsächlich nur noch einmal schlafen, dann hat das lange Warten ein Ende und mit „Avengers: Infinity War“ kommt das bombastischste Superhelden-Spektakel in der Geschichte des Marvel Cinematic Universe hierzulande in die Lichtspielhäuser.

Erfreulicherweise hatten wir die Möglichkeit, schon vorab im Düsseldorfer Ufa-Palast einen Blick auf das Kind der Liebe der Marvel Studios zu werfen. Wer die Trailer bisher gemieden hat, um Spoilern zu entgehen, der kann hier trotzdem unbesorgt weiter lesen, denn es soll nichts Wesentliches über die Handlung verraten werden.

Mischen neben vielen weiteren bekannten Helden in „Avengers: Infinity War“ mit: Doctor Strange/Stephen Strange (Benedict Cumberbatch), Iron Man/Tony Stark (Robert Downey Jr.), Bruce Banner/Hulk (Mark Ruffalo) und Wong (Benedict Wong) | Photo: Chuck Zlotnick / ©Marvel Studios 2018

Wie schon bei dem Blockbuster „The First Avenger: Civil War“ haben auch hier die Brüder Anthony und Joe Russo die Regie übernommen. Dass sie ein gigantisches Star-Ensemble inszenieren können, haben sie dort schon eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Doch noch größer ist die Starpower im aktuellen Film. So sehen wir hier (fast) jeden Helden, der bisher im MCU die Bühne betreten hat und auch noch einige neue namhafte Gesichter.

Um nur einige der Größen zu nennen: Robert Downey Jr. kehrt als Tony Stark alias Iron Man zurück, Chris Hemsworth gibt wieder den Donnergott Thor, Mark Ruffalo macht uns den Hulk bzw. Bruce Banner, Chris Evans ist wieder Steve Rogers alias Captain America und Scarlett Johansson ist Black Widow.
Neben diesen – man möchte schon sagen Urgesteinen – ist Tom Holland als Peter Parker alias Spider-Man wieder mit von der Partie, Chadwick Boseman als Black Panther und Paul Bettany als Vision sowie Anthony Mackie als Falcon, Don Cheadle als James „Rhodey“ Rhodes alias War Machine und Elizabeth Olsen als Scarlet Witch.

Während sich die meisten unserer irdischen und göttlichen Helden schon begegnet sind, gesellt sich noch Benedikt Cumberbatch als Dr. Stephen Strange dazu und außerdem mischen endlich die intergalaktischen Guardians of the Galaxy um Chris Pratt als Star-Lord, Zoe Saldana als Gamora, Dave Bautista als Drax und natürlich auch Rocket und Groot mit.

Ferner sehen wir diverse lieb gewonnene Nebencharaktere aus allen bisherigen Filmen, wie Sebastian Stan als Winter Soldier Bucky Barnes, Benedict Wong als Bibliothekar Wong, selbstverständlich Tom Hiddleston als Loki, Benicio del Torro als Collector oder auch Gwyneth Paltrow als Pepper Potts.

Die Liste ist schier endlos. Schließlich feiern wir bereits 10-Jähriges. Aber „last but not least“ sehen wir in Avengers: Infinity War“ natürlich endlich Josh Brolin als wahnsinnigen Titan Thanos und mächtigen Gegenspieler unserer Helden.

Die Handlung von „Infinity War“ schließt an die weichenstellenden Ereignisse aus dem gnadenlosen „Civil War“ an. Die Gemeinschaft der Helden ist zerrüttet, es haben sich verschiedene Lager gebildet. Insbesondere das  Tischtuch zwischen Iron Man und Captain America scheint zerschnitten. Allerdings sollen unsere Superhelden bald erfahren, dass eine viel größere Gefahr die Existenz allen Lebens in der Galaxis bedroht: Thanos.
Der machtgierige Titan hat es auf die mächtigen Infinity-Steine abgesehen, die ihn zum mächtigsten Wesen im gesamten Universum machen und ihm Kontrolle über alle Aspekte des Universums geben: Zeit, Raum, Gedanken, Seele, Realität und Macht. Die meisten der Steine haben wir schon in den Vorgängerfilmen ausgemacht.

Ebenfalls in „Avengers: Infinity War“ dabei: Thor (Chris Hemsworth), Rocket (voiced by Bradley Cooper) und Groot (voiced by Vin Diesel) | Photo: Film Frame / ©Marvel Studios 2018

Um sich Thanos und seinen ebenfalls machtvollen Mitgliedern der Black Order um Corvus Glaive, Ebony Maw und
Proxima Midnight entgegenzustellen, müssen einige neue Allianzen – oder im Comic-
Jargon „Team-Ups“ – gebildet werden, um der endgültigen Auslöschung durch den Titan zu entgehen. Glücklicherweise hat nicht nur die Erde ein Problem mit dem wahnsinnigen Lebenstöter, sondern auch die Guardians of the Galaxy. Schließlich haben diese mit Gamora auch die Adoptivtochter von Thanos in ihren Reihen, die aber alles andere als Liebe für den Ziehvater empfindet.

Alles ist also angerichtet für den intergalaktischen Showdown zwischen dem machtgierigen Thanos und allen anderen, die mutig genug sind, sich ihm in den Weg zu stellen. Eines ist dabei ganz klar: Der Kampf soll zahlreiche Opfer fordern …
Mehr wollen und werden wir hier für alle, die noch gespannt warten, nicht verraten.

Die epischen Trailer zum bombastischsten Superhelden-Spektakel in der Geschichte des MCU haben den Fans nicht zu viel versprochen. „Avengers: Infinity War“ ist als actionreich noch viel zu zurückhaltend charakterisiert. Der Blockbuster ist geradezu rast- und atemlos und wird den einen oder anderen mit seinem Action-Feuerwerk womöglich sogar überrumpeln. Hier ist wirklich kaum Zeit, Luft zu holen, so geballt kommen die Aufeinandertreffen der einzelnen Helden und die handfesten Schlagabtausche. Allerdings profitieren die Macher hier entscheidend – gerade im Vergleich zur Konkurrenz vom DC Extended Universe (DCEU) – von ihrer jahrelangen, liebevollen Arbeit, die sie in die einzelnen Charaktere gesteckt haben. Einer Vorstellung bedarf so gut wie keiner dieser kampferprobten Recken mehr. Zu sehr ist das Publikum – vor allem natürlich die Fans – schon mit ihnen verbunden, sodass man sich getrost stimmungsvoll dem intergalaktischen Kampf hingeben kann. Und obwohl hier zig verschiedene Handlungsstränge gesponnen werden, verlieren die Russos niemals den Überblick und räumen allen Figuren ausreichend Zeit ein.

Dabei hat der Film aber auch noch mehr als Action zu bieten. Einige alte Liebschaften leben wieder auf der Leinwand auf und gänzlich neue werden uns präsentiert. Die Gag-Dichte ist zwar nicht annähernd so hoch, wie etwa in einem „Guardians“-Film oder dem ebenfalls äußerst humorigen „Thor: Tag der Entscheidung“. Indes trifft der Film erfreulicherweise einen ähnlich ernsteren Ton wie der Vorgängerfilm der Russo-Brüder. Dies wird der entscheidenden Schlacht gegen einen Feind wie Thanos auch gerechter. Natürlich soll das aber nicht heißen, dass Fans auf den Marvel-typischen Humor gänzlich verzichten müssten. Insbesondere die Guardians, und unter diesen vor allem Star-Lord und Drax, sorgen immer mal wieder treffsicher für Comic relief. Den größten Lacher erntet jedoch – völlig zu Recht – der (körperlich kleine, ansonsten immer große) Peter Dinklage, der hier sein Debüt im MCU feiert.

Die visuellen Effekte sehen – wie gewohnt – großartig aus. Insbesondere die animierten Mitglieder der Black Order und eine fiese Alienrasse sehen spektakulär gut aus.

Josh Brolin als Bösewicht Thanos in „Avengers: Infinity War“ (Photo: Film Frame / ©Marvel Studios 2018)

Kritisieren möchte man womöglich, dass der Werdegang Thanos‘ als Monster, dessen Motivation und vor allem dessen Beziehung zu seiner Herrin Mistress Death etwas zu kurz kommt. Böse Stimmen könnten noch behaupten, der machtgierige Titan sei nur ein weiterer überdimensionaler Halunke oder gar ein nächster „Steppenwolf“ – doch das ginge definitiv zu weit.

Anzumerken ist noch, dass das Publikum, das bisher schon von Superhelden-Filmen genervt war, auch durch den neusten Streich der Regisseurs-Brüder nicht bekehrt werden wird (für solche eher „more of the same“).

Für alle anderen und vor allem die Marvel-Fans haben die Brüder Anthony und Joe Russo ein grandioses Popcorn-Vergnügen auf die große Leinwand gezaubert, das sicher nicht ohne Schwächen, aber definitiv gewünscht episch ausgefallen ist.

Trailer

Mehr Videos zu „Avengers: Infinity War“ unter: Marvel – YouTube

Infos

Die Regisseurs-Brüder Anthony und Joe Russo zeigten bereits mit „The Return of the First Avenger“ und „The First Avenger: Civil War“, dass sie genau die Richtigen für bildgewaltiges Action-Kino sind.
Mit „AVENGERS: INFINITY WAR“ erschaffen sie erneut ein atemberaubendes Actionspektakel und einen weiteren wichtigen Meilenstein im Marvel Cinematic Universe.

Nie zuvor war die Starpower größer, die Konstellationen der Helden wilder und die Sprüche witziger:
Robert Downey Jr. kehrt zurück in seiner legendären Rolle als Tony Stark/Iron Man und kämpft erneut Seite an Seite mit Chris Hemsworth als Thor, Mark Ruffalo als Bruce Banner/Hulk, Chris Evans als Steve Rogers/Captain America, Scarlett Johansson als Black Widow und Jeremy Renner als Hawkeye.
Unterstützung erhalten sie von Tom Holland als Peter Parker/Spider-Man, Paul Rudd als Ant-Man, Chadwick Boseman als Black Panther und Paul Bettany als Vision sowie Anthony Mackie als Falcon, Don Cheadle als James Rhodes und Elizabeth Olsen als Scarlet Witch.

Im intergalaktischen Kampf treffen sie erstmals auch auf Chris Pratt als Star-Lord, Zoe Saldana als Gamora, Dave Bautista als Drax und Benedikt Cumberbatch als Doktor Strange.
In die Rolle des machtgierigen Thanos schlüpft Hollywoodstar Josh Brolin („Hail, Caesar!“, „Everest“), während Gwyneth Paltrow als Pepper Potts und Benicio del Torro als The Collector wieder zu sehen sind.

Produzent von „AVENGERS: INFINTITY WAR“ ist Mastermind Kevin Feige. Louis D’Esposito, Victoria Alonso, Michael Grillo und Stan Lee zeichnen als ausführende Produzenten verantwortlich, das Drehbuch stammt von Christopher Markus & Stephen McFeely.

(Quelle: Walt Disney Studios Motion Pictures Germany)

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Details

FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
Studio: Walt Disney Studios Motion Pictures Germany
Kinostart: 26.04.2018
Spieldauer: 2h 40m

Copyright Filmposter: Walt Disney Studios Motion Pictures Germany / Marvel Studios 2018



Über den Autor

Fabian
Fabian
Warum denn so ernst?