Review

Auf die „Superman Sonderband„-Reihe haben wir hier schon das eine oder andere Loblied gesungen („Superman Sonderband 2: Super-Söhne“, Superman Sonderband 3: Supermen aus aller Welt“, Comic-Highlights des Jahres 2017) und auch der neue Superboy Jon Kent konnte uns in allerjüngster Vergangenheit überzeugen („Super Sons 1: Familienzoff“). Daher wollen wir natürlich auch begierig einen Blick auf „Superman 1: Pfad zur Verdammnis“ werfen.

Der üppige – über 180 Seiten starke – Sammelband umfasst im Wesentlichen die deutschen Hefte „Superman: Rebirth Special“ sowie „Superman #1-3“. Hierin enthalten sind mithin die US-Ausgaben „Justice League 52“, „Superman: Rebirth 1“ sowie „Action Comics 957-962″.

Wie bei Batmans „Detective Comics“-Reihe („Batman – Detective Comics 1: Angriff der Batman-Armee“) hat man sich bei DC auch in Bezug auf den Mann aus Stahl auf dessen glorreiche Historie besonnen. Das verdeutlicht – auch hier – die Nummerierung des traditionsreichen US-Titels „Action Comics„, der in den USA nicht wie die meisten anderen DC-Titel wieder mit einer Nummer 1 gestartet ist, sondern mit der Nummer 957. Damit soll insbesondere Langzeit-Lesern signalisiert werden, dass man sich des eindrucksvollen Erbes des stählernen Helden von Metropolis bewusst ist. Schließlich erblickte Superman bereits im Jahre 1938 in der ersten „Action Comics“-Ausgabe das Licht der Comic-Welt.

Nun wollen wir uns dieser bunten Mischung aus frischer und klassischer Superman-Action inhaltlich nähern:
Mit dem hiesigen Mann aus Stahl aus einer anderen Realität beschützt ein neuer Held die Erde (wer wissen will, wo der neue bzw. klassische Superman herkommt, schaut hier nach: „Superman Sonderband 2: Super-Söhne“). Allerdings kommt es hier zu Beginn erst einmal zu gehöriger Verwirrung in Metropolis. Denn die Welt sieht sich plötzlich mit zwei Supermen konfrontiert: Nicht nur der Mann von Morgen, der sich mit seiner Familie zunächst im Verborgenen gehalten hat, schwingt sich zum neuen stählernen Helden auf, sondern auch Supermans Erzfeind Lex Luthor trägt eine Rüstung sowie Symbol und Cape des verstorbenen früheren Superman („Superman: Die letzten Tage von Superman“) und beansprucht dessen Platz. Darüber hinaus scheint es auch einen zweiten, sehr menschlichen Clark Kent zu geben, der ein völlig unbeschriebenes Blatt ist.

Leseprobe aus „Superman 1: Pfad zur Verdammnis“ (Copyright: Panini Comics)

Für Verwirrung oder gar eine Aussprache ist jedoch überhaupt keine Zeit, denn der monströse Doomsday ist zurück (siehe schon den Klassiker: „Superman: Der Tod von Superman“ sowie filmisch verarbeitet in „Batman v Superman: Dawn of Justice“). Zunächst stellen sich Superman und Lex Luthor allein gegen die monströse Naturgewalt, doch auch Wonder Woman soll noch in diese epische Schlacht eingreifen.

Aus dem Hintergrund zieht jedoch noch ein anderer mysteriöser Beobachter die Fäden …

Während die bisherigen Sonderbände vor allem ein intimes Bild der Super-Familie, bestehend aus dem klassischen Dream-Team Lois und Clark und ihrem Sohn Jon, zeigen, dominiert vorliegend die brachiale Action in Metropolis. Comic-Ikone Dan Jurgens, der uns auch schon die Superman-Saga „Superman: Der Tod von Superman“ beschert hat, kredenzt ein klassisches Duell zwischen dem neuen, tradierten Mann aus Stahl und dem erbarmungslosen Doomsday, der einst für dessen Heldentod verantwortlich war. Kritisieren mag man womöglich, dass die Schlacht sich, obwohl sie recht bombastisch ausfällt, nach einer Weile etwas gestreckt und unspektakulär anfühlt. Insbesondere Zeichner Stephen Segovia versieht diese epische Schlacht allerdings mit einem gepfefferten und stimmigen Artwork, dass diesem „Blockbuster“-Fight gerecht wird.

Aktuell erleben wir gute Zeiten für Fans des Kryptoniers – auch „Superman 1: Pfad zur Verdammnis“ ist äußerst empfehlenswert geraten.

Inhalt

Die triumphale Rückkehr des wahren Stählernen!

Klassischkrachende Superman-Action!

(Quelle: Panini Comics)

Autoren

Dan Jurgens
(*27. Juni 1959 in Ortonville, Minnesota) ist ein US-amerikanischer Comicautor und -zeichner. Jurgens wurde insbesondere bekannt als treibende Kraft und Hauptgestalter der 1993 innerhalb der Comicserien zu „Superman“ veröffentlichten Geschichte „The Death of Superman“, die den Tod Supermans beschreibt und Jurgens als „dem Mann, der Superman tötete“ internationale Bekanntheit verschaffte. […]
Weitere Aufmerksamkeit erlangte Jurgens durch seinen Science-Fiction-Comic „Booster Gold“ und die von ihm maßgeblich gestaltete Hintergrundgeschichte zu der Computer- und Videospielserie „Tomb Raider“.

(Quelle: Wikipedia)

Dan Jurgens – Homepage
Dan Jurgens – Twitter

Peter J. Tomasi
ist ein amerikanischer Comic-Redakteur und Schriftsteller, der für seine Arbeit für DC Comics bekannt ist. Als Redakteur betreute er zahlreiche Bücher der Justice League, darunter Bücher mit verschiedenen Mitgliedern des Teams wie Batman, Aquaman, Martian Manhunter, Green Lantern oder Flash. Als Schriftsteller hat er Bücher mit Batman und Robin und The Outsiders sowie Green Lantern bezogene Bücher wie Blackest Night oder Brightest Day geschrieben.

(Quelle: Wikipedia)

Peter J. Tomasi – Twitter

Patrick Gleason
ist ein Comicbuchkünstler. Er hat bereits für DC Comics, Marvel Comics und Image Comics gearbeitet.

Patrick Gleason – Twitter

Details

Format: Softcover
Vö-Datum: 13.02.2018
Originalausgaben: Justice League 52 / Superman: Rebirth 1 / Action Comics 957-962
Seitenzahl: 188
Sprache: Deutsch
Verlagshomepage: Panini Verlag

Copyright Cover: Panini Verlag



Über den Autor

Fabian
Fabian
"Du lächelst wie jemand, der keine Ahnung hat, wozu ein Lächeln überhaupt gut ist." (Das kleine, blaue, geflügelte Einhorn Happy, in: Happy!)