Review

Robert Kirkman und Paul Azaceta arbeiten seit dem ersten Band zusammen an der neuen Serie „Outcast“. Schon der besagte Auftakt kam richtig gut an und so freuen sich die Fans auf jeden darauf folgenden Teil.

Gerade für „The Walking Dead“-Liebhaber ist „Outcast“ mit seinem Exorzisten Kyle eine willkommene Abwechslung, die sich Band für Band mehr aufbaut und extrem mitreißend erzählt wird. Dabei dürfen Blut, Gewalt und zwischenmenschliche Beziehungen natürlich nicht fehlen. Ob auch Band 4 so überzeugen kann wie seine Vorgänger?

Soviel vorweg: Es wird wieder richtig spannend.
Kyle befindet sich – wie der Titel bereits vermuten lässt – in den Fängen von Sidney. Wer das ist und was er so macht, solltet ihr aus Spoilergründen dringend selbst nachlesen. Es sei aber verraten, dass er gefährlicher ist, als man denkt… Kyle sowie der Reverend decken langsam auf, was Sidney vorhat und warum er Kyle unbedingt dafür benötigt. Die Erzählweise ist dabei so fesselnd, dass sich die Leser ärgern werden, wenn der vierte Band zu Ende ist; man verschlingt ihn regelrecht und wird mit einem absoluten Feuerwerk an Gewalt und Emotionen zurückgelassen.

Leseprobe aus „Outcast #4: In den Fängen des Teufels“ (Copyright: Cross Cult)

Die große Stärke von Kirkman ist die Darstellung zwischenmenschlicher Beziehung und auch das wird wieder in Perfektion betrieben.
Ebenfalls besitzt Kirkman ein Händchen für extreme Achterbahnfahrten in Form des Spannungsbogens. Eben noch lauscht man einem Gespräch zwischen Mutter und Kind, in den nächsten Momenten ringen Menschen um ihr Leben oder zerbrechen innerlich, da sie seit Jahren angelogen wurden. Dies betreffend bekommt man von „Outcast“ nicht genug, sodass die einzelnen Bände gerne auch 450 Seiten umfassen könnten.

Die Bilder sind dieses Mal noch intensiver und packender als es schon in den vorherigen Teilen der Fall war. Gerade der Reverend macht eine 180-Grad-Drehung, die sich gewaschen hat. Ob der feine Herr so christlich bleibt?
Azaceta versteht es darüber hinaus, entsprechende Passagen mit trüben und verschwommenen Bildern hervorragend in Szene zu setzen. Sein Spagat zwischen drastischen Bildern und tiefen Emotionen ist bemerkenswert. Was „The Walking Dead“ ein wenig fehlt, holt „Outcast“ somit an Intensität wieder heraus.

„Outcast“ ist derzeit bei vielen – zu Recht – die Lieblingsserie aus dem Hause Cross Cult und für Kirkman- sowie „The Walking Dead“-Fans konsequenterweise ein Pflichtkauf. Man bekommt spannende Schicksale präsentiert, die in die Tiefen eines Menschen führen und den Leser schließlich staunend zurücklassen.

Inhalt

Der Außenseiter Kyle war schon sein Leben lang anders. Schon in seiner schweren Kindheit geschahen seltsame Dinge um ihn herum. Doch endlich erhält Kyle Antworten – als ihn sein Widersacher Sidney entführt und ihn im Keller an ein Heizungsrohr kettet. Auch Kyles Tochter blickt einer ungewissen Zukunft entgegen, als sie auf einmal unter Beobachtung steht, denn jemand hat entdeckt, dass auch sie besonders ist …

(Quelle: Cross Cult)

Autor & Zeichner

Robert Kirkman (Autor)
(*30. November 1978 in Richmond, Kentucky) ist ein US-amerikanischer Comic- und (Dreh-)Buchautor, bekannt durch die Comicserie „The Walking Dead“.

(Quelle: Wikipedia)

Robert Kirkman – Twitter

Paul Azaceta (Zeichner)
ist ein in New Jersey ansässiger Künstler mit einem einfachen, aber kühnen Stil. Seine bisherige Arbeit umfasst Daredevil, Spider-Man, Punisher Noir und BPRD 1946.

(Quelle: Cross Cult)

Paul Azaceta – Blog
Paul Azaceta – Twitter

Details

Format: A4, Hardcover
Vö-Datum: 12.04.2017
Seitenzahl: 160
ISBN: 978-3-95981-085-2
Sprache: Deutsch
Verlagshomepage: Cross Cult

Copyright Cover: Cross Cult



Über den Autor

Marcus
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