Review

Nachdem sich der zur Konkurrenz von DC abgewanderte Marvel-Veteran Brian Michael Bendis neulich mit dem „Jessica Jones Megaband: Das letzte Kapitel“ fulminant von seiner Schöpfung, der Ex-Superheldin und trinkenden Privatdetektivin Jessica Jones, verabschiedet hat, wartet nun der Abschied von einem anderen langen Wegbegleiter des Erfolgsautors: Tony Stark, Millionär, Erfinder, Visionär und Playboy und nicht zuletzt auch Avenger Iron Man.

In der BendisÄgide hat sich doch so einiges getan und verändert, wenn es um das Hightech-Genie in Rüstung sowie seine Freunde und Familie geht. Das liegt freilich auch daran, dass Bestsellerautor Bendis auch das Crossover „Civil War II“ („Civil War II 1“, „Civil War II – Sonderband 1: Spider-Man“, „Civil War II – Sonderband 3: X-Men“, „Civil War II Megaband“) inszeniert hat, das für Tony schwere Folgen haben sollte.

Die Bendis-Ägide

Bevor wir uns dem aktuellen und finalen „Iron Man Sonderband 4: Das Ende einer Odyssee“ widmen wollen, soll hier noch einmal allen Lesern die Möglichkeit gegeben werden, sich einen Überblick zu verschaffen:

Iron Man 1: Unbesiegbar! | Iron Man 2: Kampfmaschinen | Iron Man 3: Ein dunkles Geheimnis | Iron Man Sonderband 2: Tony Starks letzter Trick | Iron Man Sonderband 3: Die Suche nach Tony Stark

Das Wichtigste in Kürze

In jüngerer Vergangenheit fiel Iron Man Tony Stark nach einer brutalen Auseinandersetzung mit Captain Marvel in ein rätselhaftes Koma. Außerdem schied Tonys bester Freund Jim „Rhodey“ Rhodes alias War Machine kurz vor dem zweiten Superheldenkrieg in einem harten Gefecht gegen Thanos aus dem Leben.

Derweil übernahm das junge Genie Riri Williams alias Ironheart in ihrer selbst erbauten Hightech-Kampfrüstung das schwere Erbe als neue eiserne Heldin. Unterstützt wird sie dabei von der künstlichen Intelligenz Friday, Tonys Mutter Amanda Armstrong und seiner Assistentin Mary Jane Watson. Außerdem ist Victor von Doom nicht mehr der Bösewicht, der er einmal war. Dieser will, ebenso wie die Studienabbrecherin, Iron Mans Vermächtnis fortführen und nun für das Gute kämpfen, wobei er hart gegen allerhand Superschurken vorgeht.

Jüngst hat Tony allerdings das Bewusstsein zurückerlangt und ist ganz plötzlich verschwunden. Die große Suche nach Tony Stark begann …

Das Finale der Suche nach Tony Stark

Im Fokus des finalen Sonderbandes, der auch die US-Jubiläumsnummer „Invincible Iron Man #600“ umfasst, steht auch weiterhin die Suche nach Tony Stark, der für seine Freunde noch immer unauffindbar ist.

Die junge Heldin Ironheart wird von ihrer Universität rehabilitiert und setzt ihre Suche nach Tony gemeinsam mit einer ganzen Riege neuer gepanzerter Helden fort. Ferner wird Victor von Doom von einer ganzen Schurkenarmee in die Enge getrieben. Mary Jane Watson nimmt sich vor, wieder neue Herausforderungen zu suchen, wohingegen Tonys Mutter Amanda auch weiterhin hofft, ihren Sohn wieder in die Arme schließen zu können.

Fragen über Fragen

  • Wo ist Tony Stark und was hat er vor?
  • Gibt es ein Leben nach dem Tod für Jim „Rhodey“ Rhodes?
  • Kann das wirklich Leonardo da Vinci sein, der da auf einmal in der Gegenwart auftaucht?
  • Und was macht der neue Iron Man Dr. Doom in Zukunft?

Wer sich für all diese Fragen interessiert, der kommt nicht umhin, auch die letzte Marvel-Geschichte von Star-Autor Brian Michael Bendis rund um die zahlreichen gepanzerten Helden zu lesen.

Schlussbetrachtung

Die Schlussbetrachtung zu Brian Michael Bendis‘ kompletten Run um die eisernen Helden Tony Stark, Victor von Doom sowie Ironheart muss leider zu dem Ergebnis kommen, dass der Weg deutlich mehr Spaß gemacht und bessere Unterhaltung geboten hat, als das Ziel.

Dabei ist „Iron Man Sonderband 4: Das Ende einer Odyssee“ sicherlich keine schlechte Ausgabe und Fans der Reihe sollten sich auch das Finale nicht entgehen lassen. Allerdings wird die finale Geschichte um die Gruppe der drei gepanzerten Helden am Ende nicht dem doch sehr langen Aufbau gerecht, der einige maßgebliche Veränderungen mit sich brachte. Tony Stark lag im Koma und ist plötzlich verschwunden. Das war spannend und der Leser wollte wissen, wie jener verschwinden konnte. Seine Rückkehr und die Aufklärung geraten dann aber doch recht unspektakulär und kraftlos. Sowohl die Zukunft des einstigen Superschurken Victor von Doom, als auch die von Ironheart Riri Williams bleibt ungewiss.

Irgendwie bringt der Band in vielerlei Hinsicht ein gewisses Alles zurück auf null“-Feeling mit sich und revidiert mitunter Entscheidungen, die noch nicht allzu lange zurückliegen.

Artwork von Kennern

Das Artwork stammt indes durchwegs von Kennern der eisernen Helden (wie Stefano Caselli, Alex Maleev, Mike Deodato Jr, David Marquez und Mark Bagley) und sieht dementsprechend fantastisch aus.

Abschließend kann man sagen, dass Autor Brian Michael Bendis der Abschied von Tony Stark lange nicht derart rund gelungen ist, wie der von Privatermittlerin Jessica Jones.

Inhalt

Tony Stark ist noch immer verschwunden. Ironheart führt eine gepanzerte Truppe neuer Helden an. Und Victor von Doom wird von Hoods Schurkenarmee angegriffen. Doch die Hightech-Genies in Rüstung, Tonys Mutter Amanda, Mary Jane Watson und die künstlichen Intelligenzen auf ihrer Seite kämpfen erbittert um Iron Mans Vermächtnis.

(Quelle: Panini Comics)

Autor

Brian Michael Bendis
(*18. August 1967 in Cleveland, Ohio, USA) ist ein US-amerikanischer Comic-Autor und Künstler.

(Quelle: Wikipedia)

Brian Michael Bendis – Homepage
Brian Michael Bendis – Twitter

Details

Format: Softcover
Vö-Datum: 04.09.2018
Originalausgaben: Invincible Iron Man 597-600
Seitenzahl: 124
Sprache: Deutsch
Verlagshomepage: Panini Verlag

Copyright Cover: Panini Verlag



Über den Autor

Fabian
Fabian
"Du lächelst wie jemand, der keine Ahnung hat, wozu ein Lächeln überhaupt gut ist." (Das kleine, blaue, geflügelte Einhorn Happy, in: Happy!)