Review

Galaktische Inhumans-Action

Die Kree führten Experimente an Menschen von der Erde durch, um einen Supersoldaten zu erschaffen, der ihnen helfen sollte, die Skrulls zu besiegen. Auf diese Weise erschufen sie die Inhumans! (…) Die Inhumans erblühten und gründeten ihre eigene Gesellschaft in der Stadt Attilan, jahrhundertelang angeführt von ihrer königlichen Familie. Sie experimentierten ihrerseits mit den geheimnisvollen Terrigen-Nebeln und erlangten unglaubliche Kräfte. Schließlich entdeckte die Menschheit ihre neuen Nachbarn. Sie lebten friedlich nebeneinander. Durch die Terrigen-Nebel entstanden neue Inhumans auf der Erde. Bis die Inhumans erkannten, dass die Terrigen-Nebel die Mutanten auf der Erde vergifteten. Ihre Königin, Medusa, nahm es persönlich in die Hand, das Terrigen ein für alle mal zu vernichten. Seitdem können keine neuen Inhumans mehr entstehen.

(Quelle: Inhumans Royals 2: Das Jüngste Gericht, Panini Comics)

Deutlich weniger einsteigerfreundlich als in dem jüngst besprochenen Band „Inhumans: Erben der Macht“ geht es in der Finalausgabe „Inhumans: Royals 2: Das Jüngste Gericht“ von Autor Al Ewing zu.

Eine gute Zusammenfassung der Geschehnisse rund um die Inhumans (seit Death of X: Die Rache der Mutanten“, über das zweibändige Crossover-Event „Inhumans vs. X-Men 1“ und „Inhumans vs. X-Men 2“ sowie den Auftakt-Band „Inhumans: Royals 1: Die Zukunft wartet nicht“) liefert allerdings das obige Zitat.
So haben sich die todgeweihte Medusa und die übrige königliche Familie der Inhumans, also die Inhumans Royals, mit der Aussicht auf Hoffnung in die Weiten des Alls aufgemacht. Fernab der Erde wollen die royalen Inhumans eine Lösung finden, auf dass es wieder neue Inhumans geben wird.

Der finale Band um die königliche Familie der Inhumans

In den Weiten des Alls sucht die königliche Familie der Inhumans nach einer Alternative für das Terrigen. Auf dieser Suche treffen sie nicht nur auf die galaktischen Inhumans, sondern erfahren auch allerhand über ihre eigene Geschichte und Herkunft.

Parallel zu diesen gegenwärtigen Geschehnissen darf der Leser 5.000 Jahre in die Zukunft blicken. Dort wandert der Ankläger mit dem letzten Inhuman durch eine triste Einöde. Was es damit auf sich hat, soll der Leser im Laufe der Ausgabe noch erfahren. Unterdessen suchen die Inhumans nach den kosmischen Göttern – den mächtigen Progenitors. Schließlich haben diese dereinst ihre Schöpfer, die Kree, mit dem mächtigen Primagen alias der Prima Materia erschaffen. Womöglich eröffnet diese mysteriöse Materie Medusa, Black Bolt und Co. den Weg in die Zukunft.

Einschätzung

Mit „Inhumans: Royals 2: Das Jüngste Gericht“ präsentiert Panini Comics den geneigten Lesern eine ausgesprochen üppige, über 180 Seiten starke Ausgabe. Enthalten sind hier nicht nur die US-Ausgaben „Inhumans Royals #6-12“, sondern darüber hinaus noch Inhumans: Judgement Day 1″. Da kommt einiges an Lesespaß auf die Freunde der Inhumans zu. Gerade weil die Ausgabe sich ganz im Stile von „Marvel Legacy“ auch darum bemüht, sich der reichhaltigen Mythologie des Volkes zu bedienen.

Im Gegensatz zum Vorgänger-Band gerät der Nachfolger aus der Feder von Top-Autor Al Ewing allerdings ziemlich unübersichtlich, komplex und verworren. Inhumans, galaktische Inhumans, Götter, eine weit entfernte Zukunft und dazu noch die mysteriöse Prima Materia. Hier wird es dem Leser nicht leicht gemacht, den Überblick zu behalten.

Umtriebige Medusa

Noch dazu wird abermals eine neue Liebesbeziehung für die königliche Medusa aufgebaut. Nachdem sie – gefühlt für immer – an der Seite von Black Bolt war, bändelte sie kürzlich mit Johnny Storm, besser bekannt als Human Torch, die Fackel der fantastischen Vier, an, nur um hier in den Armen des Kriegers Gorgon der Inhumans zu landen. Kann man sicherlich als umtriebig bezeichnen. Für den Leser ist das nicht gerade nachvollziehbar oder kohärent verpackt.

Artwork

Legt man dann noch in die Waagschale, dass das Artwork der Zeichner Kevin Libranda, Javier Rodríguez und Mike del Mundo vom Gesamteindruck und im Vergleich zu anderen großen Marvel-Titeln eher durchschnittlich bis solide daherkommt, dann muss man leider einen maßgeblichen Qualitätsverlust der Serie konstatieren.

Für „Die Hard“-Inhumans-Fans freilich eine vollgepackte Geschichte, auch über die Ursprünge der Inhumans, die man sich nicht entgehen lassen sollte. Alle anderen greifen womöglich lieber zu der weniger komplexen Geschichte „Inhumans: Erben der Macht“.

Inhalt

Kosmische Marvel-Action

In den Weiten des Alls treffen Marvel Boy und die Inhumans auf die galaktischen Inhumans und auf ihre Götter – die mächtigen Progenitors! Als die königliche Familie der Inhumans den Zorn dieser kosmischen Wesen auf die Erde lenkt, liegt das Schicksal des Planeten in den Händen der todgeweihten Medusa und des tief gefallenen Black Bolt.

(Quelle: Panini Comics)

Autor

Al Ewing
ist ein britischer Comicautor.

Al Ewing – Twitter

Details

Format: Softcover
Vö-Datum: 17.07.2018
Originalausgaben: Royals 6-12 / Royals: Judgement Day
Seitenzahl: 188
Sprache: Deutsch
Verlagshomepage: Panini Verlag

Copyright Cover: Panini Verlag



Über den Autor

Fabian
Fabian
"Du lächelst wie jemand, der keine Ahnung hat, wozu ein Lächeln überhaupt gut ist." (Das kleine, blaue, geflügelte Einhorn Happy, in: Happy!)