Review

Der Krieg zwischen den Mutanten und den Inhumans (Death of X: Die Rache der Mutanten“, „Inhumans vs. X-Men 1“, „Inhumans vs. X-Men 2“) hat sich seinen Platz in den Marvel-Geschichtsbüchern erst kürzlich gesichert, doch schon dürfen wir mit „Inhumans: Royals 1: Die Zukunft wartet nicht“ das nächste Kapitel in der Historie der Inhumans aufschlagen.

Nachdem die letzte Terrigen-Wolke zerstört wurde, wissen die Inhumans, dass es nun keine neuen ihrer Spezies mehr geben wird. Schließlich sind die Terrigen-Nebel der Schlüssel für die Zukunft ihres Volkes, da nur durch diese neue Merkmale entstehen, durch die ein Inhuman seine Kräfte erhält.

Wie der Titel der hiesigen Ausgabe bereits zu verstehen gibt, steht hier die königliche Familie der Inhumans im Fokus. König der Inhumans Black Bolt und die Frau an seiner royalen Seite, Königin Medusa, haben als Herrscher abgedankt. Stattdessen gibt Medusa der jungen Iso auf, als New Attilans Staatschefin zu fungieren, bis eine Regierung gewählt wird.

Hier stehen jedoch nicht nur politische Umwälzungen ins Haus. Kurz nachdem sich Black Bolt, Medusa, Karnak (Karnak: Der Makel in allen Dingen“), Ms. Marvel („Avengers 1: Neue Helden“) und Co. gegen Black Bolts intriganten Bruder Maximus und seine Mitstreiter im Kampf gestellt haben, erscheint Noh-Varr alias Marvel Boy bei den Inhumans. Der Kree-Diplomat berichtet von einer Lösung für die Existenzkrise der Inhumans und von Hala, der Heimatwelt der Kree. Daraufhin bricht er mit einer Gruppe der früheren königlichen Inhumans-Familie und mit der Aussicht auf Hoffnung und die Chance auf eine Zukunft in den Kosmos auf.

Medusa bringt das wie folgt auf den Punkt:

Nach 13 Jahrtausenden war es meine Familie, die die Inhumans ihrer Schätze und Perspektiven beraubt hat. Wir zerstörten unsere Zuflucht. Zerstörten Attilan. Zerstörten das Terrigen. Alles, was uns als Inhumans ausmachte. Es ist die royale Sünde. Und dies ist die royale Strafe.

So bricht die siebenköpfige Gruppe, bestehend aus Black Bolt, Black Bolts Cousin Gorgon, Medusa, ihrer Schwester Crystal, Swain (eine neue Inhuman, die Emotionen und Meinungen beeinflussen kann), Flint (ein neuer Inhuman, der Felsen und Steine mit seinen Gedanken lenken kann) und schließlich Marvel Boy, gemeinsam auf.

Hüten sollte sich die Gruppe auch weiterhin vor dem verräterischen Maximus. Außerdem ereilt die Inhumans die nächste Hiobsbotschaft: Medusa verliert ihre üppige Haarpracht. Das kann nichts Gutes bedeuten, oder? 

Der erste Band der neuen Inhumans-Serie, geschrieben von Al Ewing („Loki Band 1 – Liebesgrüße aus Asgard“), bringt absolut frischen Wind in die Welt der Inhumans. Dabei ist der Band sowohl einsteigerfreundlich, da er noch einmal die jüngsten Ereignisse rekapituliert und die wichtigsten Figuren gebührend einführt; er verbindet dies aber auch mit klassischen Geschichten und verbeugt sich vor der Marvel-Historie. Die Suche der Inhumans nach ihrem Ursprung, aber auch nach ihrer Zukunft holt den Leser direkt ab. Außerdem ist es hilfreich, dass sich Ewing auf ein überschaubares Team beschränkt, von dem jedes Mitglied ausreichend Zeit auf den knapp 140 Seiten erhält.

Zudem sind auch die Zeichnungen von Thony Silas („Venom“), aber insbesondere die von Jonboy Meyers („Spawn“) eine Augenweide. Diese haben hier ebenfalls einen frischen und eigenwilligen Stil entwickelt, der mitunter sogar an MangaFiguren erinnert.

Die neuen Abenteuer der royalen Inhumans dürften Fans äußerst zufrieden stimmen und bieten sich auch für neue interessierte Leser an.

Inhalt

Erst stellen sich Black Bolt, Karnak, Ms. Marvel und Co. gegen Maximus und seine fiesen Mitstreiter. Danach brechen mehrere Mitglieder der königlichen Familie an der Seite des Ex-Avengers Marvel Boy zu einem Abenteuer ins All auf, wo das Schicksal ihres Volkes, die Geschichte des letzten ihrer Art und das finstere Geheimnis Medusas enthüllt werden!

(Quelle: Panini Comics)

Autor

Al Ewing
ist ein britischer Comicautor.

Al Ewing – Twitter

Details

Format: Softcover
Vö-Datum: 23.01.2018
Originalausgaben: Inhumans Prime / Royals 1-5
Seitenzahl: 148
Sprache: Deutsch
Verlagshomepage: Panini Verlag

Copyright Cover: Panini Verlag



Über den Autor

Fabian
Fabian
Warum denn so ernst?