Review

Schaurige Weihnachtsgeschichte

Wer zum Jahreswechsel noch immer in Weihnachtsstimmung ist, dem möchten wir nachträglich noch eine herrlich schaurige Weihnachtsgeschichte aus der Feder von Comic-Gigant Mike Mignola wärmstens empfehlen. Denn pünktlich zum Feste bescherte uns der in Ludwigsburg bei Stuttgart beheimatete Cross Cult-Verlag das Weihnachtssonderheft zum Jubiläum „25 Jahre Hellboy“: Hellboy: Krampusnacht“.

Zwar erscheint das schmale 32-Seiten-Sonderheft im – für deutsche Leser – ungewohnten Heft-Format, statt als prachtvolles Hardcover. Allerdings kommt selbst dieses zierliche Weihnachtssonderheft mit der Empfehlung des Eisner Awards 2018 in der Kategorie „Best Single Issue/Single Story“ daher, was wiederum typisch für Mignola und unseren geliebten Abgesandten aus der Hölle ist.

Inhalt

1975 in Österreich: In einer verschneiten Winterlandschaft trifft Hellboy, seines Zeichens Ermittler der Organisation zur Bekämpfung paranormaler Phänomene, auf eine mysteriöse und geisterhafte Frau. Die verzweifelte Mutter erbittet Hellboys Hilfe, um ihren verschwundenen Sohn aufzuspüren. Der rothäutige und um sarkastische Sprüche niemals verlegene Geister-, Vampir- und Dämonenjäger will der Sache nachgehen. Kurz darauf trifft er auf einen merkwürdigen alten Mann.

Zunächst erwartet er hinter diesem nicht die dämonische Schreckgestalt einer Weihnachtslegende aus dem Ostalpenraum …

Bewertung

Für alle Hellboy-Liebhaber bietet auch das kleine, aber feine Weihnachtssonderheft Hellboy: Krampusnacht“ wieder beste Mignola-Unterhaltung. Der große Meister für atmosphärisch dicht inszenierten, düsteren Comic-Horror präsentiert den Lesern mit seiner Kurzgeschichte eine Weihnachtsgeschichte der anderen Art.

Leseprobe aus „Hellboy: Krampusnacht“ (Copyright: Cross Cult)

Diesmal erwählt Mignola den Krampus als Fokuspunkt seiner Geschichte, eine Schreckgestalt in Begleitung des heiligen Nikolaus, die im Adventsbrauchtum des Ostalpenraums beheimatet ist. Diese dämonische Gestalt des Alpenraumes bringt wieder alles mit, damit der Spezialist seiner Vorliebe für finstere volkstümliche Überlieferungen und Folklore frönen kann.

Artwork

Bebildert wird das Aufeinandertreffen des paranormalen Ermittlers und der fiesen Weihnachtslegende von Zeichner Adam Hughes („Cover Run: The DC Comics Art of Adam Hughes“). Dabei versucht der virtuose Könner nicht, Mignolas einzigartigen, reduzierten Zeichenstil zu imitieren. Vielmehr versieht er das Weihnachtssonderheft mit seinem ganz eigenen, wunderbar detaillierten Strich und empfiehlt sich damit nachdrücklich für ein Comeback. Seine Zeichnungen tragen maßgeblich dazu bei, dass sich diese Ausgabe – wieder einmal – wie ein modernes Volksmärchen liest.

Fazit

Wer gerne die Abenteuer von Hellboy verfolgt, der sollte sich auch dieses schmale Büchlein zum gerechten Cover-Preis von 5,00 EUR nicht entgehen lassen. Es lohnt sich wie immer.

Inhalt

Das Weihnachtssonderheft zum Jubiläum „25 Jahre Hellboy“.

Dezember 1975 in Österreich. In einer düsteren, verschneiten Nacht bittet eine verzweifelte Mutter Hellboy um Hilfe, ihren verschwundenen Sohn zu finden – und bringt ihn so auf die Spur eines jahrhundertealten Geheimnisses …

(Quelle: Cross Cult)

Autor

Mike Mignola
(*16. September 1960 in Berkeley, Kalifornien, USA) ist ein Comicautor und -zeichner. Bekannt ist er vor allem durch seine Figur Hellboy.

(Quelle: Wikipedia)

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Details

Format: Softcover
Veröffentlichung: 28.11.2018
Seitenzahl: 32
ISBN: 978-3-959817-28-8
Sprache: Deutsch
Verlagshomepage: Cross Cult

Copyright Cover: Cross Cult



Über den Autor

Fabian
Fabian
"Du lächelst wie jemand, der keine Ahnung hat, wozu ein Lächeln überhaupt gut ist." (Das kleine, blaue, geflügelte Einhorn Happy, in: Happy!)