Review

Showdown in Fabletown und Ende der Geschichte rund um den „bösen Wolf“ sowie Ende mit dem Spin-off zum Computerspiel-Hit.

Bigby hat ziemlich viel um die Ohren. Er und Snow White stehen im vierten Band von „Fables – The Wolf Among Us“ kurz davor, den Bösewicht zu enttarnen, der hinter dem Tod an Lily und Faith steckt. Dabei geht Bigby ziemlich rabiat vor und hört dennoch auf sein Gefühl.
Nebenher versuchen böse Buben und Mädels in Silvering ein Glasbaby mit einer Seele zu bestücken. Ziemlich abgefahrene Geschichte, denn als hätte der „böse Wolf“ nicht schon genug zu tun, verliert er zudem gerade zum Ende hin etwas die Fassung …

Die Erzählweise pendelt zwischen beiden Handlungen hin und her, sodass der Leser bei beiden Storys gut am Ball bleiben kann. Allerdings gestalten sich die diesbezüglichen Übergänge nicht immer passend. Dies war bereits in den letzten beiden Bänden der Fall und reißt auch hier die Leser stellenweise immer wieder aus den Geschichten heraus.

Was jedoch wieder einmal überzeugen kann, sind die Zeichnungen sowie die Dialoge und im Speziellen die Monologe. Besonders durch die damit zum Ausdruck gebrachten inneren Konflikte des Protagonisten sympathisieren die Leser verstärkt mit ihm.

Der Comicstil zum Silvering-Storystrang orientiert sich an der Fables-Serie. Im „The Wolf Among Us“-Part stört jedoch regelmäßig das Aussehen verschiedener Charaktere in bestimmten Situationen. So wirkt Bigby beispielsweise ab und zu wie ein aufgedunsener, plüschiger Hulk, der nötig auf die Toilette muss. Auch dieser Umstand sorgt schließlich dafür, dass der Leser stellenweise aus der Geschichte gerissen wird.

Nichtsdestotrotz bleibt es auch in Band 4 wieder unheimlich spannend und erzählerisch auf höchstem Niveau. Der Twist gegen Ende bringt zudem noch einmal etwas Würze in die eigentlich abgeschlossene Serie.

Viel Negatives gibt es somit nicht zu sagen. Die Serie kann sich sehen lassen und bietet eine erfrischende Polizeistory im „Fabel“-Universum, die sonst nur Zocker-Freunde zu Gesicht bekommen. Einzig der teils extrem comichafte Look überzeugt nicht ganz. Dennoch: Band 1-4 ordern, lesen und Spaß haben!

Inhalt

Das Ende des Fables-Spin-offs

Showdown! Endlich findet Bigby den Drahtzieher der Prostituiertenmorde und der faulen Zaubereien, aber der hat jede Menge Lakaien und Auftragskiller in seinen Diensten und Bigby muss mal wieder so richtig den Wolf rauslassen, und zwar nicht nur wegen seiner Allergie gegen Hundewitze …

(Quelle: Panini Comics)

Autoren & Zeichner

Matthew Sturges (Autor)
wurde 1970 in Rhode Island geboren und war Mitglied im Schriftstellerkollektiv „Clovkwork Storybook“, dem u.a. auch Bill Willingham und Chris Roberson angehörten. Er hat ein Buch mit Horrorgeschichten (Beneath the Skin and Other Sotries, 2000) und zwei Romane (Midwinter, 2009, und The Office of Shadows, 2010, auf Dt.: Schattenspäher) veröffentlicht. Im Comic-Bereich war er Koautor bei Shadowpact, Jack of Fables und House of Mystery, außerdem schrieb er die Serien Blue Beetle, Final Crisis und Thor: Season One.
Metthew Sturges lebt in Texas.

(Quelle: Panini)

Matthew Sturges – Twitter

Dave Justus (Autor)
hat schon oft mit Matthew Sturges zusammengearbeitet, so an House of Mystery, an der Serie Public Relations bei First Comics sowie an Muirwood: The Lost Abbey.

(Quelle: Panini)

Dave Justus – Twitter

Stephen Sadowski (Zeichner)
wuchs in British Columbia/Kanada auf. Er hat sein Leben lang Comics gesammelt und als er JSA für DC zeichnen durfte, ging damit ein Kindheitstraum in Erfüllung. Seither hat er für Dark Horse und DC gearbeitet und war an bekannten Titeln wie z.B. Avengers oder Wonder Woman beteiligt.

(Quelle: Panini)

Stephen Sadowski – Facebook
Stephen Sadowski – Twitter

Details

Format: A4, Softcover
Vö-Datum: 24.01.2017
Originalausgaben: US-Fables – The Wolf Among Us 13-16
Seitenzahl: 132
Sprache: Deutsch
Verlagshomepage: Panini Comics

Copyright Cover: Panini Verlag



Über den Autor

Marcus
Marcus