Review

Alles neu bei Dragon Ball

Seit einiger Zeit gibt es endlich neue Abenteuer rund um Son-Goku & Co. Dabei stammen die neuen Geschichten konzeptionell wieder aus der Feder von Dragon Ball-Schöpfer Akira Toriyama, während Toyotarou das Konzept erzählerisch und zeichnerisch umsetzt.

Und aus dieser Kooperation haben sich schon zahlreiche Neuerungen in der Welt von Dragon Ball ergeben.
Vor allem die beiden Hauptfiguren, die Saiyajins Vegeta und Son-Goku erreichen mittlerweile ganz neue Gefilde der Macht und haben sich mit Beerus, dem Gott der Zerstörung, und dessen Lehrmeister, dem Engel Whis, angefreundet. Diese haben einen wesentlichen Anteil an den großen Fortschritten der beiden Kämpfer. Immerhin erreichen die ewigen Rivalen nunmehr über die Stufe des rothaarigen Super-Saiyajin-Gott die noch höhere Stufe des blauhaarigen Super-Saiyajin-Gott Super-Saiyajin – der Einfachheit halber aber nur noch Super-Saiyajin Blue genannt.

Wer das alles genauer wissen möchte, wirft einen Blick auf die Bände „Dragon Ball Super 1“ und „Dragon Ball Super 2“.

Future-Trunks-Saga

Insbesondere seit „Dragon Ball Super 3“ befinden wir uns mitten in einer neuen Zukunfts-Trunks-Saga, die im vorliegenden Band „Dragon Ball Super 4“ in vollem Gange ist.

Aus der Zukunft einer alternativen Zeitebene ist abermals ein erwachsener Trunks in die Realität von Son-Goku & Co. zurückgekehrt. Leider hat dieser wieder äußerst schlechte Nachrichten im Gepäck: In seiner Welt hat ein mächtiger Kämpfer die Menschheit beinahe vollständig ausgelöscht und verfolgt derart seinen „Null-Sterbliche-Plan“. Sterbliche hätten seiner Meinung nach ihre Daseinsberechtigung verwirkt.

Was wir bisher über Zamasu wissen

Bei diesem Krieger handelt es sich um den Kaio des Nordens des 10. Universums Zamasu, der sich in der Ausbildung zum Kaioshin des 10. Universums befand. Um die Menschen vernichten zu können, brauchte jener göttliche Lehrling jedoch den Körper eines Saiyajins, da diese inzwischen eine weit größere Macht erreicht haben, als die Götter selbst. Vom magischen Drachen Shenlong hat er sich einen solchen Körper gewünscht. Daher trägt der Bösewicht in dieser Saga auch ein nur allzu bekanntes Gesicht, nämlich jenes von Son-Goku. Passenderweise nennt sich der Schuft fortan „Goku Black“. Außerdem hat sich dieser verwandelte Zamasu mit dem Zamasu aus Trunks‘ alternativer Zeitebene verbündet, der sich wiederum Unsterblichkeit gewünscht hat. Goku Black kann sogar die Schwelle zum Super-Saiyajin-Rosé überschreiten und ist damit scheinbar unschlagbar …

Was sie brauchen, ist ein Plan

Diesen Gegnern ist Trunks schon lange nicht mehr gewachsen und auch Vegeta und Son-Goku stoßen abermals an ihre Grenzen. Beide wollen sich dieser Herausforderung zwar gemeinsam stellen, jedoch auf ihre eigene Art und Weise. Während Vegeta in der Gegenwart trainiert wie ein Wahnsinniger, versucht Son-Goku eine ausgeklügeltere Taktik. Von seinem alten Lehrmeister Muten-Roshi möchte er die legendäre Kampftechnik Mafuba erlernen. Diese spezielle Technik wurde dereinst von Mutaito, dem Meister des Herrn der Schildkröten, entwickelt und mit ihr kann man einen Teufel einfangen.

Ob sie Zamasu derart das Wasser reichen können, müsst ihr selbst herausfinden.

Kritik

Die Zeichnungen von Toyotarou werden immer besser und sorgen für feinstes Dragon Ball-Feeling. Ob alte, neue oder fusionierte Charaktere, Toyotarou gelingt das alles mit Bravour.

Apropos Fusion: Hier kommen vor allem langjährige Dragon Ball-Fans auf ihre Kosten. Neben der Technik der Fusion, gibt es auch ein Wiedersehen mit Muten-Roshi und der Technik Mafuba, die wir seit dem Kampf gegen den Oberteufel Piccolo nicht mehr gesehen haben – absolut gelungener Fan-Service.

Kritisieren möchte man womöglich, dass Toriyama mit dem neuen Gegner Zamasu und seinem verqueren Gerechtigkeitssinn nicht das Rad neu erfindet. Auch der hier vorgeführte ständige Wechsel der Kräfteverhältnisse und das dauernde Erreichen neuer Fähigkeitsstufen werden sicherlich etwas übertrieben.

Fazit

Aber mal ehrlich, manchmal trifft einen ein Werk einfach auf einer kindlichen Ebene des Erlebens und man ist gewillt, kleinere Schwächen zu verzeihen, weil die Freude über das Gelesene zu groß ist. So verhält sich das mit diesem neuen, schwarz-weißen Manga um Son-Goku & Co., der es mit seinen üppigen Neuerungen und seinem dennoch vorhandenen großen Nostalgie-Faktor schafft, Fans der Reihe komplett abzuholen.
Gerne immer mehr davon.

Inhalt

18 Jahre nach der Beendigung von DRAGON BALL GT startete die brandneue Anime-Serie DRAGON BALL SUPER in Japan. Die gleichnamige Manga-Serie wartet sowohl mit den beliebten Hauptfiguren als auch mit Charakteren aus den neuen DRAGON BALL Z-Kinofilmen auf. Akira Toriyama und Toyotarou liefern mit DRAGON BALL SUPER die ersten neuen, schwarzweißen Manga um Son-Goku & Co. seit Band 42 – im allerfeinsten »Toriyama-Style«.

(Quelle: Carlsen)

Autor

Akira Toriyama
ist ein japanischer Manga-Zeichner.

Sein bisher größter Erfolg ist die in den Jahren 1984 bis 1995 erschienene und 42 Bände umfassende Manga-Reihe Dragonball. Sie steht mit 152 Millionen allein in Japan verkauften Exemplaren (Stand 2010) auf Platz 2 der erfolgreichsten Manga-Serien der Geschichte.

(Quelle: Wikipedia)

Details

Format: Taschenbuch
Veröffentlichung: 02.10.2018
Seitenzahl: 208
ISBN: 978-3-551-71446-6
Sprache: Deutsch
Verlagshomepage: Carlsen Verlag

Copyright Cover: Carlsen Verlag



Über den Autor

Fabian
Fabian
"Du lächelst wie jemand, der keine Ahnung hat, wozu ein Lächeln überhaupt gut ist." (Das kleine, blaue, geflügelte Einhorn Happy, in: Happy!)