Review

In der neuen Welt von „Dragon Ball Super“ gibt es schon mannigfaltige Veränderungen, die die Welt von Son-Goku & Co. seit dem vormals letzten Band 42 (Dragon Ball, Bd. 42, Der Abschied) auf den Kopf gestellt haben. Wer hier nicht den Faden verlieren will, der wirft womöglich noch einmal einen Blick auf unsere bisherigen Besprechungen zu „Dragon Ball Super 1“ und „Dragon Ball Super 2“.

Wie zum Abschluss von Band 2 der neuen Ära schon angeteasert, erwartet uns in „Dragon Ball Super 3“ der Beginn einer neuen Future-Trunks-Saga. Eine vergleichbare Story kennen wir schon aus „Dragon Ball“ und den Kapiteln um die Cyborgs und das Monster Cell. Dort kam der erwachsene Trunks, Sohn von Vegeta und Bulma, mit seiner Zeitmaschine aus einer dystopischen Zukunft in die Gegenwart, um Son-Goku und die Gruppe Z zu warnen.

Vorliegend ist das große Turnier zwischen den Kämpfern des 6. und denen um Son-Goku aus dem 7. Universum beendet. Nachdem man sich mit dem putzigen König von Allem geeinigt hat, zukünftig ein Kampfsportturnier zwischen allen zwölf Universen zu veranstalten, kehren unsere Helden in Bulmas Haus zurück.

Dort berichtet der aus der Zukunft zurückgekehrte Future-Trunks, dass die Welt in seiner alternativen Zeitebene erneut von einem übermächtigen Gegner terrorisiert wird. Doch dieses Mal hat der Antagonist ein nur allzu bekanntes Gesicht, nämlich jenes von Son-Goku. Passend nennt sich dieser natürlich auch Goku Black. Wo kommt dieser ominöse Feind her? Trunks hofft abermals auf die Hilfe jener legendären Kämpfer, die in seiner Zeit bereits verstorben sind. Vegeta und Son-Goku, die ja beide inzwischen die neue Stufe des Super-Saiyajin-Gott Super-Saiyajin – der Einfachheit halber: Super-Saiyajin Blue – erreichen, sagen ihre Hilfe im Kampf gegen Black bereitwillig zu.

Unterdessen inspizieren Vegetas und Son-Gokus Förderer, der Engel Whis und der Gott der Zerstörung Beerus, einen verdächtigen Gott, der ins Böse abzurutschen droht. Der Kaio des Nordens des 10. Universums Zamasu, der sich in der Ausbildung zum Kaioshin des 10. Universums befindet, fällt ihnen dabei ins Auge. Denn Zamasu vertritt doch recht radikale Ansichten. So hält er Menschen und andere Sterbliche für widerwärtige Existenzen, die lediglich ihre Umwelt zerstören und im Universum keine Daseinsberechtigung hätten.

Ob Zamasu mit dem zukünftigen Goku Black, der sogar die Schwelle zum Super-Saiyajin-Rosé überschreiten kann, unter einer Decke steckt, soll hier nicht verraten werden. Nur so viel sei noch gesagt: Vegeta und Goku müssen abermals über sich hinauswachsen, um gegen den mächtigen Black zu bestehen.

Band 3 der neuen „Dragon Ball Super“-Reihe liest sich zunächst etwas schleppend. Nach einem kurzweiligen Ausflug in die Vergangenheit von Future-Trunks benötigt die Handlung beinahe die Hälfte der Seitenzahl, um das Grundgerüst der Story anzulegen und insbesondere um den bösartigen Kaio Zamasu gebührend vorzustellen. Jener und seine Ansichten und Motivationen sind jedoch recht oberflächlich und austauschbar. Er verspürt eine tiefe Abneigung gegen Sterbliche und teilt diese auch jederzeit frei heraus mit – da ist im Prinzip jedes Wort mehr schon zu viel.

Allerdings überzeugt das Kampfgeschehen in der Zeitebene von Future-Trunks zwischen Vegeta und Son-Goku und ihrem Gegner Black durch den typischen „Dragon Ball“-Charme. Die Kräfteverhältnisse wechseln ständig und unerwartet, bis sich die Lage wieder einmal vermeintlich ausweg- und hoffnungslos zuspitzt. Abermals sehen sich Son-Goku und seine Freunde mit einem übermächtigen Gegenspieler konfrontiert und müssen nicht nur die Erde, sondern das gesamte Universum retten. Ebenfalls geglückt ist auch hier die visuelle Gestaltung durch Akira Toriyamas Protegé Toyotarou, der sich sichtlich immer wohler in seiner Rolle fühlt und es schafft, den Fans stilechte neue Abenteuer aufzutischen. Danke dafür!

Für Fans der ersten Stunde bleibt der „Dragon Ball Super„-Manga ein must-read, den man sich nicht entgehen lassen sollte.

Inhalt

18 Jahre nach der Beendigung von DRAGON BALL GT startete die brandneue Anime-Serie DRAGON BALL SUPER in Japan. Die gleichnamige Manga-Serie wartet sowohl mit den beliebten Hauptfiguren als auch mit Charakteren aus den neuen DRAGON BALL Z-Kinofilmen auf. Akira Toriyama und Toyotarou liefern mit DRAGON BALL SUPER die ersten neuen, schwarzweißen Manga um Son-Goku & Co. seit Band 42 – im allerfeinsten »Toriyama-Style«. Ein Actionspaß sondergleichen, ein absolutes Muss für alle DRAGON BALL-Fans!

(Quelle: Carlsen)

Autor

Akira Toriyama
ist einer der berühmtesten und erfolgreichsten Comic-Künstler aller Zeiten. Sein Meisterwerk DRAGON BALL hat weltweit mittlerweile über 250 Millionen Bände verkauft.

(Quelle: Carlsen)

Details

Format: Taschenbuch
Veröffentlichung: 20.03.2018
Seitenzahl: 208
ISBN: 978-3-551-71445-9
Sprache: Deutsch
Verlagshomepage: Carlsen Verlag

Copyright Cover: Carlsen Verlag



Über den Autor

Fabian
Fabian
"Das ist Sussudio. Ein ganz toller Song! Ein Lieblingssong von mir!" (Patrick Bateman, American Psycho)