Review

Gute Zeiten, um „Dragon Ball“-Fan zu sein: Nicht nur, dass es mit „Kampf der Götter“ und „Resurrection ‚F‘“ zwei recht neue Filme rund um Son-Goku und seine Freunde gibt; mit „Dragon Ball Super“ („Dragon Ball Super 1“, „Dragon Ball Super 2“) kommen Fans auch in den Genuss einer Fortsetzung der klassischen 42 Bände von Manga-Mastermind Akira Toriyama.

Im Zuge dieses Revivals kommt auch der mittlerweile bereits vierte Ableger der SD-Reihe (im Super-Deformed-Stil) mit Dragon Ball SD 4″. Dabei handelt es sich um eine farbige Neuinterpretation der Originalserie von Naho Ohishi, der sich für seine Adaptierung nah an Konzept und Story von Toriyama orientiert.

Inhaltlich entspricht der vierte Band etwa den Bänden „Dragon Ball, Bd.9, Uranai Babas Krieger“ und großen Teilen von „Dragon Ball, Bd.10, Die Wunderheilung“ der klassischen Dragon Ball-Saga.

Nachdem Son-Goku in „Dragon Ball SD 3“ nicht nur den Quittenturm erklommen hat, um dort vom Magischen Wasser zu trinken, sondern neben dem besten Auftragskiller der Welt Tao Bai Bai auch noch die gesamte Red Ribbon-Armee im Alleingang vernichtet hat, setzt sich hier seine Suche nach den sieben Dragon Balls fort, um noch einmal den Zauberdrachen Shenlong herbeizurufen. Der mächtige Drache soll nämlich den Vater von Son-Gokus neuem Freund, dem Indianer-Jungen Upa, wieder zum Leben erwecken, der von Tao Bai Bai getötet worden ist. Um diesen Wunsch wahr werden zu lassen, fehlt unserem kleinen Helden nun nur noch einer der Dragon Balls. Allerdings zeigt der Dragon Ball-Radar den Standort nicht an und so begibt sich Son-Goku mit seinen Freunden zu der Wahrsagerin Uranai Baba, der Schwester des Herrn der Schildkröten. Diese verlangt für die Information aber entweder horrende 10 Millionen Zeni oder aber Son-Goku und seine Freunde müssen in einem kleinen Wettkampf fünf von ihren besten Kriegern besiegen. Mangels Liquidität entscheidet man sich für Letzteres und so wollen ein Vampir, ein Unsichtbarer, eine Mumie, der Teufel und ein mysteriöser maskierter Gegner aus dem Jenseits besiegt werden.

Nach diesen Geschehnissen steuert die Handlung auf das 22. Große Kampfsportturnier zu, an dem nicht nur erneut Jackie Chun alias Muten-Roshi alias der Herr der Schildkröten und seine Schüler Son-Goku, Yamchu und Kuririn, sondern auch die Schüler von Muten-Roshis Rivalen, dem Herrn der Kraniche, nämlich Tenshinhan und Chao-Zu, teilnehmen. Die Ausgabe findet ihr Ende in dem Beginn des Endrunden-Kampfes zwischen Yamchu und Tenshinhan.

Dragon Ball SD 4″ hat um einiges mehr Freude bereitet als sein Vorgänger. Das liegt nicht nur daran, dass die Handlung hier weniger straff erzählt wird, sondern auch daran, dass der Band mit einigen netten Ergänzungen zur klassischen Geschichte und zahlreichen Cameoauftritten aufwarten kann. So treten hier zum Beispiel schon die Figuren Son-Gohan, Son-Gokus älterer Bruder Radditz sowie die Saiyajins Vegeta und Nappa oder auch Freezer auf, um nur einige zu nennen. Außerdem gibt es noch eine unterhaltsame Begründung dafür, warum Son-Goku beim 22. Großen Kampfsportturnier zunächst in einem Tigerfell aufkreuzt.

Insgesamt gelingt der Humor im vierten Band auch recht zielsicher und selbst visuell wirkt „Dragon Ball SD 4″ mit seinem Super-Deformed-Stil deutlich eigenständiger, da dieser hier konsequenter durchgehalten wird als zuvor.

Die klassischen 42 Bände bleiben zwar eine Messlatte, die von „Dragon Ball SD“ (noch) nicht übersprungen wird, aber für jüngere Leser und solche, die ihre Manga lieber bunt als schwarz-weiß lesen, entwickelt sich dieses Reboot langsam, aber sicher zu einer gelungenen Alternative. 

Inhalt

Neues vom erfolgreichsten Manga aller Zeiten!

Im Rahmen des großen Revivals wurde die brandneue Manga-Serie DRAGON BALL SD entwickelt, die in höchst erfrischender Weise die DRAGON BALL-Saga in geraffter Form neu erzählt: für jüngere Leser konzipiert, z.T. sogar mit neuen Nebenfiguren.

Von Akira Toriyama erzählt und von Naho Ohishi im typischen, astreinen Toriyama-Stil gezeichnet, steht hier wieder der Spaß im Vordergrund – und das auch noch komplett in Farbe!

(Quelle: Carlsen)

Autor

Akira Toriyama
ist einer der berühmtesten und erfolgreichsten Comic-Künstler aller Zeiten. Sein Meisterwerk DRAGON BALL hat weltweit mittlerweile über 250 Millionen Bände verkauft.

(Quelle: Carlsen)

Details

Format: Taschenbuch
Veröffentlichung: 19.12.2017
Seitenzahl: 192
ISBN: 978-3-551-79784-1
Sprache: Deutsch
Verlagshomepage: Carlsen Verlag

Copyright Cover: Carlsen Verlag



Über den Autor

Fabian
Fabian

Warum denn so ernst?