Review

Der eine oder andere Kinogänger wird nach dem Vergnügen, das er mit Deadpool 2″ erlebt hat, überlegen, wie er den bekloppten Film am besten nachbereitet und dabei vielleicht noch bestmöglich die Lachmuskeln strapaziert.
Auf der Suche nach Futter dürfte man dann schnell auf die Neuauflage des Comics Deadpool & Cable: Wenn Blicke töten könnten“ stoßen.

2013 ist die komplette erste Storyline der gefeierten Serie „Cable & Deadpool“ zum ersten Mal hierzulande erschienen, war aber zügig restlos vergriffen. Mit der vorliegenden Ausgabe haben die deutschen Leser also eine neue Chance, dieses Abenteuer der ungewöhnlichen Marvel-Freunde aufzusaugen.

„Cable & Deadpool: If Looks Could Kill“ stammt von DeadpoolMitschöpfer Fabian Nicieza und hier schickt er den Söldner mit der großen Klappe u.a. nach Frankreich und nach Deutschland. Wade Wilson wird von einem fanatischen religiösen Kult angeheuert, um ein gefährliches Virus zu stehlen. Dabei sind die Kultisten um den religiösen Führer der „Kirche der einen Welt“ der Meinung, das Virus könne in den richtigen Händen Gutes bewirken. Da man damit angeblich das Aussehen der Menschen verändern und angleichen kann, findet der vom Krebs zerfressene und gezeichnete Söldner mit der großen Klappe die Idee, das Virus zu retten und zu verwenden, gar nicht so schlecht.

Da hat er die Rechnung jedoch ohne den Wirt beziehungsweise ohne den zeitreisenden Mutanten und Telepathen Cable gemacht. Cable sieht das Virus in den Händen der religiösen Gruppe als eine brandgefährliche Waffe an. Und so bringt Deadpool den Konflikt der Ausgabe treffend auf den Punkt: 

Da meine Mission „Heil zurückbringen“ ist und deine „Suchen und Vernichten“, läuft das auf Konfrontation hinaus.

Viel mehr muss der Leser über die komplette erste Storyline über den Söldner und den zeitreisenden Mutanten nicht wissen.

Leseprobe aus „Deadpool & Cable: Wenn Blicke töten könnten“ (Copyright: Panini Comics)

Fabian Nicieza entwirft hier keine sonderlich komplexe oder ungemein kreative Story, obwohl anzumerken ist, dass es hier ein ums andere Mal doch etwas verworren zugeht.

Das Aufeinandertreffen der beiden Antihelden lebt aber vor allem von den zwei völlig ungleichen Persönlichkeiten der Protagonisten.
Deadpool bereichert die Story hier und da mit seinem losen Mundwerk und Cable mit seiner trockenen Art, mit dem Söldner umzugehen. Daraus ergibt sich immer wieder herrliche Situationskomik.

Womöglich ist die Chemie zwischen den Figuren hier noch nicht auf dem Level, das die beiden grandiosen Darsteller Ryan Reynolds und Josh Brolin auf die Leinwand bringen. Man sieht aber recht deutlich, wo die Inspiration herkommt.

Bebildert wird die gesamte Ausgabe ausgezeichnet von Mark Brooks und Patrick Zircher und so kann Deadpool & Cable: Wenn Blicke töten könnten“ allen Deadpool-Filmfreunden ans Herz gelegt werden, die nach Verlassen des Kinosaals noch ein bisschen Nachschlag vertragen können.

Inhalt

Deadpool soll in Deutschland ein Virus stehlen, mit dem seine Auftraggeber das Antlitz der Welt verändern wollen. In Frankfurt steht der Söldner jedoch plötzlich dem zeitreisenden Mutanten und Telepathen Cable gegenüber. Und so ruht das Schicksal der Menschheit in den Händen zweier verfeindeter Killer, die am liebsten per Kopfschuss kommunizieren …

(Quelle: Panini Comics)

Autor

Fabian Nicieza
(*31. Dezember 1961 in Buenos Aires, Argentinien) ist ein US-amerikanischer Comicautor mit argentinischen Wurzeln.

(Quelle: Wikipedia)

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Details

Format: Softcover
Vö-Datum: 02.05.2018
Originalausgaben: Cable & Deadpool 1-6
Seitenzahl: 148
Sprache: Deutsch
Verlagshomepage: Panini Verlag

Copyright Cover: Panini Verlag



Über den Autor

Fabian
Fabian
"Du lächelst wie jemand, der keine Ahnung hat, wozu ein Lächeln überhaupt gut ist." (Das kleine, blaue, geflügelte Einhorn Happy, in: Happy!)