Review

„Dark Souls“ – eine Spielereihe, die in den letzten Jahren wie keine andere polarisierte. Natürlich darf da eine illustre Merchandise-Kollektion nicht fehlen. Ob T-Shirts, Medaillen oder aber sündhaft teure Vinyl-Platten des Soundtracks, für jeden Geldbeutel gibt es ein Goodie. Und auch ein „Dark Souls“-Comic reiht sich hier ein.
Die Fans waren erfreut und hatten Lust, ihr Spiel endlich niedergeschrieben zu erleben. Doch hat „Dark Souls – Der Hauch des Andolus“, geschrieben von George Mann und gezeichnet von Alan Quah, mehr zu bieten als einen schönen „Dark Souls“-Schriftzug?

Die Hintergrundgeschichte, die der Spielwelt zugrunde liegt, zeichnet eine Welt des Horrors. Das Königreich Lordran wird vom Fluch der Untoten heimgesucht, es herrscht Dunkelheit, kurz: die Welt ist verdammt. In „Dark Souls – Der Hauch des Andolus“ werden viele Geschehnisse jedoch nicht thematisiert und es bleibt unklar, zu welchem genauen Zeitpunkt die Handlung, verteilt auf fünf Kapitel, überhaupt spielt.

Leseprobe aus „Dark Souls – Der Hauch des Andolus“ (Copyright: Panini Verlag)

Unklarheiten gibt es auch bei unserer Heldin Fira. Sie wacht eines Tages neben Aldrich auf. So weit, so gut. Während sie ihr Volk retten will, zerhackt sie aber scheinbar einfach alles, was bei drei nicht auf dem Baum ist. Selbst bei einem beliebten Charakter wird keine Gnade gezeigt.
Die Kämpfe – und nicht nur die – erinnern stark an „Diablo“. Indes wirkt das Zweiergespann aus Fira und Aldrich auf Dauer unfassbar nervig.
Sinnlose Rettungsmissionen treffen hier auf das einzige Heilmittel gegen Untote: Kopf ab! Dies jedoch leider immer.

Viel Hack & Slay also. Doch viel schlimmer ist das Fernbleiben der Story einer so grandiosen Reihe, wie „Dark Souls“ eine ist. Von den genügend vorhandenen Ansatzpunkten, die „Dark Souls“ liefert, wird nur wenig genutzt.

Auch optisch wirkt „Dark Souls – Der Hauch des Andolus“ in keiner Weise Dark Soul-typisch. Lebt das Spiel von Atmosphäre, Ruhe und einer bedrückenden Dichte, liefert der Comic hingegen bunte Action mit vielen sinnfreien Sprüchen, die niemand benötigt.

Alles in allem drängt sich daher der Eindruck auf, als ginge es nicht um das „Produkt“, sondern um das liebe Geld, das man mit dem Namen „Dark Souls“ machen kann. Schade.

Inhalt

Der erste offizielle Comic zum Fantasy-Bestseller!

Es ist eine Welt voller Dunkelheit und obskurer Fantasien. Eine Welt des Horrors, auf der Untote wandeln auf der verzweifelten Suche nach der unmöglichen Erlösung.
Die vom Kampf gestählte Kriegerin Fira begibt sich auf eine brandgefährliche Suche, um ihr dahindarbendes Reich zu retten. Auf diesem Weg muss sie unzählige dämonische Feinde bekämpfen …

(Quelle: Panini Verlag)

Autoren

George Mann
ist ein britischer Science-Fiction Autor.

George Mann – Twitter

Alan Quah
ist ein malaysischer Comiczeichner.

Alan Quah – Facebook
Alan Quah – Twitter

Details

Format: Softcover
Vö-Datum: 24.04.2018
Seitenzahl: 128
Sprache: Deutsch
Originalstorys: Dark Souls Vol 1: The Breath of Andolus
Verlagshomepage: Panini Comics

Copyright Cover: Panini Verlag



Über den Autor

Marcus
Marcus