Review

Marvels zukünftiger afrikanischer Leinwandheld, der Black Panther, König und Champion der afrikanischen Hightech-Nation Wakanda, geht mit „Black Panther – Zeiten des Aufruhrs (Band 3)“ bereits in die dritte Runde seiner Soloserie von Autor Ta-Nehisi Coates.

Darin hat T’Challa auch weiterhin alle Hände voll zu tun, die Revolution in seiner wakandanischen Heimat im Zaum zu halten. Die Bevölkerung von Wakanda hat sich gegen ihren einstmals verehrten König aufgelehnt und der Aufruhr wütet an mehreren Fronten („Black Panther – Ein Volk unter dem Joch (Band 1)“).

Zuletzt war Shuri, die Schwester des stolzen Herrschers von Wakanda, nach einem Angriff des mächtigen Titanen Thanos zwischen Leben und Tod gefangen. Shuris Geist durchstreifte derweil die spirituelle wakandanische Erinnerungslandschaft, das Djalia („Black Panther – Sturm über Wakanda (Band 2)“). Doch gemeinsam mit dem Teleporter Manifold gelang es T’Challa, seine Schwester aus Djalia zurückzuholen. Nunmehr zeichnet sich die aus dem Reich der Toten Zurückgekehrte durch besondere Weisheit und neu gewonnene mystische Fähigkeiten aus, mit denen sie ihrem Bruder tatkräftig zur Seite steht.

Um seine Heimat vor der Revolution, insbesondere der aufständischen Bewegung „Das Volk“ unter der Führung von Tetu und Zenzi, zu schützen, bedarf der Held im Zeichen des Panthergottes aber noch weiterer Verbündeter. Dabei denkt er vor allem an den Philosophen Changamire. Dieser war zwar einer der Urheber der Botschaft von einer Welt ohne König, doch inzwischen zweifelt der Dissident.

J-Ja, das ist die Geschichte der Menschheit. Von Washington über Napoleon bis Mobutu. Aus Befreiern werden Sklavenhalter und dann geht es von vorn los. Wir hätten besser sein müssen. Das haben wir uns doch immer weisgemacht. Unser Wakanda: Unbesiegt, fortschrittlich, außergewöhnlich.

Alles ist angerichtet für den finalen Schlagabtausch zwischen T’Challa und dem radikalen Revolutionsführer Tetu.

„Black Panther – Zeiten des Aufruhrs (Band 3)“ von Autor Ta-Nehisi Coates weist abermals die inzwischen schon gewohnten Qualitäten auf: Die Story ist interessant und komplex und die gelungenen Dialoge zeichnen sich durch ihre Themen an der Schnittstelle zwischen Philosophie und Politik aus. Ferner gelingt es Coates einmal mehr, nicht nur T’Challa sondern auch allen anderen behutsam entwickelten Charakteren, wie insbesondere seiner Schwester Shuri, Aneka und Ayo, den ehemaligen Mitgliedern der königlichen Garde oder auch Tetu und Zenzi, ausreichend Platz einzuräumen. Lediglich der Showdown wird dem langen Aufbau leider nicht gerecht und enttäuscht etwas.

Bebildert wird die Ausgabe sowohl von Zeichner Chris Sprouse, der im zweiten Band den Zeichenstift geschwungen hat, als auch von Brian Stelfreeze, der den optischen Stil der Serie schon im ersten Band geprägt hat. Hier gibt es keinen Anlass für Beanstandungen, denn beide Künstler liefern kontinuierlich tolle Arbeit ab und präsentieren ein stimmiges, atmosphärisches Artwork.

Die „Black Panther“-Serie kann weiterhin jedem Marvel-Fan wärmstens empfohlen werden. Lediglich die Action bleibt durchgehend ein wenig auf der Strecke.

Trailer

Inhalt

Schwere Zeiten für Marvels afrikanischen Leinwandhelden!

Wakanda steht in Flammen. Um sein Land davor zu bewahren, endgültig von der Revolution verschlungen zu werden, muss Black Panther jedes Mittel einsetzen und vor allem auf die reichhaltige, äußerst lebendige Geschichte seiner Heimat setzen.

(Quelle: Panini Comics)

Autor

Ta-Nehisi Coates
(geboren 30. September 1975 in Baltimore) ist ein US-amerikanischer Journalist und Buchautor.

(Quelle: Wikipedia)

Ta-Nehisi Coates – Twitter

Details

Format: Softcover
Vö-Datum: 24.10.2017
Originalausgaben: Black Panther 9-12
Seitenzahl: 100
Sprache: Deutsch
Verlagshomepage: Panini Verlag

Copyright Cover: Panini Verlag



Über den Autor

Fabian
Fabian

Warum denn so ernst?