Review

Das Solo-Leinwanddebüt von T’Challa (gespielt von Chadwick Boseman), dem Black Panther und König des fiktiven afrikanischen Landes Wakanda, im Marvel-Cinematic-Universe ist finanziell bisher ein überragender Erfolg, kann weltweit Rekordeinnahmen verzeichnen und weiß auch inhaltlich zu überzeugen (Trailer haben wir unten für euch). Seit dem 15. Februar 2018 können Cineasten hierzulande den afro-amerikanischen Superhelden im Kino bestaunen, der bereits in „The First Avenger: Civil War“ von 2016 vorstellig geworden ist. 

Anlässlich des neuen Marvel-Blockbusters gibt es bei Panini Comics natürlich wieder reichlich Lektüre für Fans des Leinwandhelden und solche, die es noch werden wollen. So gibt es etwa „Black Panther – Die offizielle Vorgeschichte zum Film“ (52 Seiten; 4,99 €) oder auch „Marvel Knights: Black Panther“ (132 Seiten; SC 15,99 €; HC 22,- €), eine Neudefinition des Charakters, auf der in Teilen auch der Film-Black Panther basiert.

Wir wollen uns hier aber natürlich auch weiterhin der aktuellen Black Panther-Serie im Sonderband-Format und deren viertem Ableger widmen: Black Panther – Schurken und Götter (Band 4). Schließlich begleiten wir die Arbeit des preisgekrönten Bestseller-Autors Ta-Nehisi Coates am Beschützer des Königreichs Wakanda schon von Beginn an (siehe unsere Reviews zu: „Black Panther – Ein Volk unter dem Joch (Band 1)“, „Black Panther – Sturm über Wakanda (Band 2)“ und zuletzt „Black Panther – Zeiten des Aufruhrs (Band 3)“).

Der aktuelle vierte Band bietet sich vor allem auch als Einstiegspunkt für Leser an, die gerade aufgrund des Films Gefallen am Panther gefunden haben. Immerhin endete nach dem dritten Band die bisherige Storyline um die Unruhen in Wakanda und nun beginnt eine gänzlich neue. Standen in Ta-Nehisi Coates erster Panther-Storyline noch das politische Wesen des Königreichs und eine Rebellion im Mittelpunkt, so folgt nun eine Geschichte über die übernatürliche und göttliche Seite von Wakanda.

Seit Anbeginn der Zeit haben die Götter, die Orisha, die Bewohner des afrikanischen Staates beschützt. Eine dieser Göttinnen ist Bast, die Panthergöttin, von der der Black Panther seinen Titel bezieht. Doch als mysteriöse Schlangenwesen, die Simbi, auftauchen und Wakanda überfallen, sind die Götter nicht zur Stelle. T’Challa vermutet, dass jemand oder etwas Wakanda von den Göttern abgeschnitten hat. Daher ersucht er die Ahnen seiner Heimat um Hilfe. Außerdem kann er sich bei seinem Kampf gegen die Simbi auch auf seine Geliebte Ororo Munroe alias Storm der XMen, auf den Zauberer Zawavari und seine Schwester Shuri verlassen. Das Ende der Rebellion bedeutet für den König und Champion seiner Heimat Wakanda also keinesfalls das Ende all seiner Sorgen.

Autor Ta-Nehisi Coates gelingt es weiterhin, die laufende Black Panther-Serie abwechslungsreich und unterhaltsam zu gestalten. Allerdings ist die neue Storyline um die abwesenden Götter bislang nicht so ansprechend und interessant, wie jene um T‘Challas aufreibenden Kampf, seine zerrüttete Heimat wieder zu vereinen. Da ist noch Luft nach oben.

In Bezug auf das Artwork sind leider auch Einbußen zu verzeichnen. Stammte das Artwork der bisherigen Ausgaben entweder von Brian Stelfreeze oder Chris Sprouse oder beiden, so wechselt hier vermehrt die Besetzung am Zeichentisch, wodurch das Gesamtbild der Ausgabe ein wenig leidet. Denn Stelfreeze und Sprouse schafften es mit ihrer Kunst bisher, ein besonders hohes Niveau der Black Panther-Serie und ein homogenes Bild abzuliefern. Die hiesige Ausgabe vier wird neben Chris Sprouse noch bebildert von Wilfredo Torres („Moon Knight“), Jacen Burrows („Crossed Monster-Edition: Band 1“) und Adam Gorham. Insbesondere Torres und Burrows kommen zwar in die Nähe der ästhetischen Messlatte ihrer Vorgänger, aber erreichen doch nicht ganz deren Ausgereiftheit.

So kann man also abschließend festhalten, dass „Black Panther – Schurken und Götter (Band 4)“ zwar womöglich die schwächste Ausgabe der Reihe bisher ist, diese aber insgesamt nach wie vor lesenswert bleibt.

Trailer 1

Trailer 2

Inhalt

Wakanda hat politisch einen neuen Weg eingeschlagen. Doch wo sind die Götter der Nation, die von Bestien und Monstern angegriffen wird? Black Panther begibt sich auf die Suche nach Antworten, während einige von Captain Americas und Iron Mans Feinden gegen ihn intrigieren. Zudem will T’Challa sich mit seiner Ex Storm von den X-Men versöhnen.

(Quelle: Panini Comics)

Autor

Ta-Nehisi Coates
(geboren 30. September 1975 in Baltimore) ist ein US-amerikanischer Journalist und Buchautor.

(Quelle: Wikipedia)

Ta-Nehisi Coates – Twitter

Details

Format: Softcover
Vö-Datum: 06.02.2018
Originalausgaben: Black Panther 13-18
Seitenzahl: 140
Sprache: Deutsch
Verlagshomepage: Panini Verlag

Copyright Cover: Panini Verlag



Über den Autor

Fabian
Fabian
"Du lächelst wie jemand, der keine Ahnung hat, wozu ein Lächeln überhaupt gut ist." (Das kleine, blaue, geflügelte Einhorn Happy, in: Happy!)