Review

Kate Kane alias Batwoman

In der Serie „Batman – Detective Comics“ ist Kate Kane alias Batwoman die linke Hand des Dunklen Ritters. Sie bildet dessen neu gegründete Einsatztruppe, aktuell bestehend aus Orphan Cassandra Cain, dem langjährigen Schurken Basil Karlo alias Clayface, Batwing Luke Fox, Duke Thomas alias Signal sowie dem streng gläubigen Azrael, aus und hält sie zusammen (siehe: „Batman – Detective Comics 3: League of Shadows“, „Batman – Detective Comics 2: Das Opfer-Syndikat“, „Batman – Detective Comics 1: Angriff der Batman-Armee“).

In ihrer aktuellen Soloserie haben wir zuletzt in „Batwoman 1: Die vielen Arme des Todes“ insbesondere einen Blick in ihre Vergangenheit auf der Mittelmeerinsel Coryana geworfen, die für ihren Schwarzmarkt und ihre Schurken berüchtigt ist. Dort hat sich Kate einst in die Anführerin der Terroristen von der Vereinigung Die Vielen Arme des Todes verliebt.

Wunderland des Schreckens

Auch „Batwoman 2: Wunderland des Schreckens“ stammt wieder aus der Feder von Autorin Marguerite Bennett. Inbegriffen sind hier die US-Ausgaben „Batwoman #7-12“. Der Fokus liegt immer noch auf den Terroristen und Waffenhändlern, die als Die Vielen Arme des Todes bekannt sind.

Die Jagd nach den Kriminellen treibt Kate Kane in die Sahara. Doch nach einem Flugzeugabsturz gerät die hartgesottene Batwoman in die Gewalt des Schurken Scarecrow, des Meisters der Angst, der diese mit seinem gefürchteten Angstgas in das titelgebende, verstörende Wunderland des Schreckens versetzt. Dieses ist im Prinzip ein Horror-Wunderland ihrer eigenen Gedanken – sie ist gefangen im Albtraum ihres eigenen Lebens. Um diesem Albtraum entfliehen zu können, muss sie ihre ganze Kraft und ihr Kalkül aufbringen. 

In einem weiteren, davon unabhängigen Kapitel muss Kate ihre Freundin Julia Pennyworth aus der fiesen Folterkammer des wahnsinnigen Professor Pyg befreien.

Diskrepanz zwischen Erzähltem und den Bildern

Leseprobe aus „Batwoman 2: Wunderland des Schreckens“ (Copyright: Panini Comics)

„Batwoman 2: Wunderland des Schreckens“ zeichnet sich durch eine große Diskrepanz zwischen dem Erzählten und den Bildern aus.

Während das Artwork der Zeichner Fernando Blanco und Scott Godlewski zwar nicht einheitlich, aber durchweg hervorragend und ein echter Augenschmaus ist, fällt die Story gegenüber dem Auftakt leider ein wenig ab. Die visuelle Stärke ergibt sich auch aus den albtraumhaften Bildern, die durch Scarecrow, dem Meister der Angst, hervorgerufen werden. Da gibt es auf den Seiten allerhand Schreckliches zu entdecken.

Blutleere Story

Die Jagd nach den Terroristen der Vielen Arme des Todes liefert leider aber nur die Basis für eine recht blutleere Story. Dieses Kapitel wirkte eigentlich bereits abgeschlossen. So konfrontiert uns Bennett gefühlt mit reichlich Stillstand und Durchschnittskost, die auch grundsätzlich spannende Gegner wie Scarecrow oder auch Professor Pyg nicht durch ihre Anwesenheit allein über ein gewisses Niveau hinaus katapultieren können.

In den kommenden Ausgaben ist also durchaus Luft nach oben, um die eigenständigen Abenteuer von Batwoman auch gebührend zu rechtfertigen.

Inhalt

Bei ihrer Jagd auf die Terrororganisation „Die Vielen Arme des Todes“ gelangt Batwoman in die Sahara – und ins Reich der lebendig gewordenen Albträume! Denn Scarecrow schickt Kate Kane in das finstere, verstörende Wunderland ihrer eigenen Gedanken. Und eine Blutspur aus ihren Träumen führt sie direkt in die Folterkammer von Professor Pyg …

(Quelle: Panini Comics)

Autorin

Marguerite Bennett
(* 1988) ist eine amerikanische Comicbuch-Autorin.

Marguerite Bennett – Twitter

Details

Format: Softcover
Vö-Datum: 11.09.2018
Originalausgaben: Batwoman 7-12
Seitenzahl: 140
Sprache: Deutsch
Verlagshomepage: Panini Verlag

Copyright Cover: Panini Verlag



Über den Autor

Fabian
Fabian
"Du lächelst wie jemand, der keine Ahnung hat, wozu ein Lächeln überhaupt gut ist." (Das kleine, blaue, geflügelte Einhorn Happy, in: Happy!)