Review

Dark Nights: Metal

Als Kind musste der junge Bruce Wayne mit ansehen, wie seine Eltern von einem Straßenräuber erschossen wurden. Er schwor sich, sein Leben dem Kampf gegen das Verbrechen zu widmen. Doch in DCs neuestem Crossover „Dark Nights: Metal“ wartet weit größeres Unheil auf den Dunklen Ritter als die üblichen Verbrecher Gothams.
Das Tor zu Barbatos Dunklem Multiversum wurde weit aufgestoßen. Seine düsteren Batmen aus der Hölle sind ins DC-Universum eingedrungen, um dort Terror und Tod zu verbreiten.

Wer keine Ahnung hat, wovon wir gerade reden, wirft einen Blick auf unsere Übersicht, denn schließlich steht mit „Batman Metal 4 (von 5)“ schon das vorletzte Heft des Events an.

Übersicht

Batman Metal – Die Vorgeschichte 1 & 2 | Batman Metal 1 (von 5) | Batman Metal Sonderband 1: Widerstand in Gotham | Batman Metal 3 (von 5)

Batman Metal #4

Nach einem ziemlich starken letzten Heft, stürzen wir uns mitten hinein in „Batman Metal 4 (von 5)“. Dieses Heft umfasst sowohl den nächsten Part der Hauptstory mit „Dark Nights: Metal #5“ von Bestseller-Autor Scott Snyder („Batman 58“) sowie dem gefeierten Top-Zeichner Greg Capullo („Reborn“), als auch das Tie-In „Hawkman Found #1“ von den Comic-Stars Jeff Lemire („Black Hammer 1: Vergessene Helden“) und Bryan Hitch („Justice League 1: Die Auslöschungs-Maschine“).

Hawkman Found #1

Im letzten Heft haben wir erfahren, dass der einstige Hawkman mittlerweile zu einem riesenhaften und Furcht einflößenden Hawk-Gott verfremdet ist, der als Hüter der Schmiede der Welten fungiert. Überhaupt fühlt sich Hawkman inzwischen nicht mehr bloß wie die Hauptfigur neben dem Dunklen Ritter in „Dark Nights“ an, sondern sogar wir die eigentliche Zentralfigur. Dementsprechend passend ist hier das Heft Hawkman Found #1″ angesiedelt. Der Leser lernt viel über die innere Zerrissenheit eines Carter Hall. Dieser ist sich seiner Identität ganz offenbar nicht mehr gewiss. Er wird immer wieder von dem Albtraum geplagt, in die Dunkelheit abzustürzen.

Die mysteriöse Geschichte von Jeff Lemire ist empfänglich für pathetische Bilder. Und solche steuert Hitch gekonnt bei. Das Kapitel bringt die eigentliche Hauptstory zwar nicht erheblich weiter, aber dennoch ist es spannend, einen Einblick in das Innenleben von Carter Hall zu bekommen.

Dark Nights: Metal #5

Mit jenem Carter Hall aka dem Hawk-Gott haben es Batman und Superman auch vorliegend in der Schmiede der Welten noch zu tun. Unterdessen sind Wonder Woman, Aquaman, Green Lantern und die übrigen Helden in die seltsamsten und entlegensten Winkel des Multiversums verstreut. Dabei wird Green Lantern insbesondere Zeuge der Rückkehr eines gewissen J’onn J’onzz alias Martian Manhunter, während sich Wonder Woman mit der verzerrten Hawkgirl Kendra Saunders und Black Adam herumplagen muss und Aquaman und Deathstroke auf Black Manta treffen.

Kritik

Leseprobe aus „Batman Metal 4 (von 5)“ (Copyright: Panini Comics)

Vom Gesamteindruck finden sich hier deutlich weniger Easter Eggs, Querverweise und mysteriöse Enthüllungen rund um Barbatos, das mysteriöse Nth-Metall und die Verstrickungen im DC-Kosmos und leider spürbar mehr Stillstand in der Handlung. Große Sprünge macht Scott Snyder jedenfalls nicht. Es bleibt abzuwarten, ob ihm so kurz vor dem großen Finale die Luft ausgeht oder ob der große Knall am Schluss erst noch kommt. Zumindest „Dark Nights: Metal #5“ ist aber eine etwas zähe Veranstaltung, deren Highlight ganz gewiss die Wiederkehr des Martian Manhunter ist. Indes wird dadurch natürlich noch ein weiteres Fass aufgemacht, statt sich dem Ende zuzuneigen. Man darf gespannt sein, ob Snyder dennoch das gewünscht epische Finale gelingen wird.

Auch wenn es eigentlich gar keiner gesonderten Erwähnung mehr bedarf: Die Zeichnungen von Greg Capullo sind – wie immer – über jeden Zweifel erhaben. Allein die Auftakt-Seite mit einem riesigen Barbatos, der bedrohlich und bedeutungsschwanger auf einer riesigen Stimmgabel kauert, saugt den Leser sofort wieder in die Geschichte hinein.

Ausblick

Am 20. November erscheint das große Finale des Batman-Events hierzulande und wir dürfen gespannt sein, ob die Erde tatsächlich im Dunklen Multiversum versinkt, oder ob unsere Helden mal wieder den Tag retten und den scheinbar aussichtslosen Kampf gegen die Finsternis gewinnen.

Inhalt

In den seltsamsten und entlegensten Winkeln des Multiversums finden Wonder Woman, Aquaman, Green Lantern & Co. Spuren des mysteriösen Nth-Metalls – und damit neue Hoffnung im Kampf gegen Barbatos Dunkle Ritter! Doch ihre neue Zuversicht ist nicht von langer Dauer … Und welche Rolle spielt der gefährlichste Hawkman aller Zeiten aus den finsteren Sphären des Dunklen Multiversums?

(Quelle: Panini Comics)

Autor

Scott Snyder
ist ein US-amerikanischer Schriftsteller.

Quelle: Wikipedia)

Scott Snyder – Twitter

Details

Format: Heft
Vö-Datum: 16.10.2018
Originalausgaben: Dark Nights: Metal 5 / Hawkman Found 1
Seitenzahl: 68
Sprache: Deutsch
Verlagshomepage: Panini Verlag

Copyright Cover: Panini Verlag



Über den Autor

Fabian
Fabian
"Du lächelst wie jemand, der keine Ahnung hat, wozu ein Lächeln überhaupt gut ist." (Das kleine, blaue, geflügelte Einhorn Happy, in: Happy!)