Review

Dark Nights: Metal

Das schwermetallische DC Comic-Event „Dark Nights: Metal“ beziehungsweise „Batman Metal“ ist bereits in vollem Gange. Wir haben euch bisher große Teile des allumfassenden Crossovers vorgestellt. Wer die bisherigen Ereignisse noch einmal überfliegen möchte, kann hier unsere einzelnen Besprechungen nachlesen:

Nunmehr wollen wir uns dem dritten Heft der Hauptserie mit „Batman Metal 3 (von 5)“ widmen.
In diesem sind die US-Hefte „Dark Nights: The Batman Who Laughs #1“ sowie „Dark Nights: Metal #4“ enthalten.

Grauenvolle Entstehungsgeschichte

Den Auftakt machen Autor James Tynion IV und Zeichner Riley Rossmo mit ihrem Event-Kapitel „Dark Nights: The Batman Who Laughs #1“. Dabei handelt es sich um die unheil- und grauenvolle Origin-Story des düsteren Batman, der lacht. Dieser Dunkle Ritter aus einer anderen Dimension, genauer von Erde-22 des Dunklen Multiversums, ist in jeder Hinsicht der krasse Gegenentwurf zum uns bekannten Vigilanten aus Gotham. Und Tynion IV zeigt uns, wie es dazu kommen konnte.

Das ewige Duell zwischen dem Joker und Batman wütet schlimmer denn je. Doch diesmal treibt der Clownprinz des Verbrechens sein Spiel zu weit und schubst den Dunklen Ritter über die von ihm selbst gezogene rote Linie: Niemals töten. Der Mitternachtsdetektiv beseitigt seine Nemesis im Zweikampf.

Allerdings zahlt Gothams Held dafür einen hohen Preis. Mit seinem letzten Atemzug setzt der Joker ein Gift frei, das er stets in sich getragen hat, gerade genug, um eine einzelne Person in seiner Nähe zu infizieren: Der Batman, der lacht, ist geboren. Das bedeutet nichts Gutes, weder für die Bat-Familie noch für die Freunde und Verbündeten von der Justice League.

Der Batman, der lacht

Mit ihrer grauenvollen Entstehungsgeschichte legen James Tynion IV und Riley Rossmo nicht nur die stärkste der Origin-Storys der düsteren Batmen des Dunklen Multiversums, sondern auch eines der besten Kapitel von „Batman Metal“ überhaupt vor. War der Batman, der lacht, schon bisher eine der verrücktesten und interessantesten Figuren des neuen Crossovers, so ist er es nach dieser packenden Background-Story erst recht. Ein unglaublich gefährlicher Gegner, der den Wahnsinn und die Radikalität des Jokers mit dem taktischen Kalkül und den Fertigkeiten des Dunklen Ritters vereint.

Mit dieser Ausgabe erweist das künstlerische Team außerdem einem großen Vorbild seine Reverenz: „Batman: Killing Joke“, geschrieben von Comic-Ikone Alan Moore und gezeichnet von Brian Bolland.

Verloren in den Tiefen des Dunklen Multiversums

In „Dark Nights: Metal #4“ feilen Scott Snyder und Greg Capullo weiter an ihrem Meisterstück.

Batman und Superman sind verloren in den Tiefen des Dunklen Multiversums. Ein sichtlich gealterter Bruce ist völlig desillusioniert und entkräftet. 30 Jahre hat er bereits in Albträumen verbracht. Sein Freund Clark wird derweil als große Batterie missbraucht. Mit einem letzten Kraftakt gelingt den beiden Super-Opas jedoch die Flucht. Dabei treffen sie auf Daniel Hall alias Dream alias Sandman, eines der Kinder aus Zeit und Nacht, vor allem bekannt aus Neil Gaimans klassischer Comic-Serie „Sandman“. Dieser weist Batman und Superman an, den letzten Rest reinen Metalls in der Weltenschmiede zu finden und zu nutzen, um gegen Barbatos bestehen zu können.

Leseprobe aus „Batman Metal 3 (von 5)“ (Copyright: Panini Comics)

Unterdessen begeben sich Wonder Woman, Doctor Fate und Kendra Saunders zum Fels der Ewigkeit; Aquaman und Deathstroke suchen die uralten, verbotenen Grabstätten von Atlantis auf und Green Lantern und Mister Terrific fahnden auf dem geheimen Planeten Thanagar nach Nth-Metall, wo sie auf niemand geringeren als Starro, den Eroberer treffen, seines Zeichens der erste Gegner der Justice League („Justice League Anthologie“), der hier ungewohnt gesprächig ist.

Einschätzung

Scott Snyder liefert nach wie vor ein ungemein lesenswertes Crossover ab. Voll gepackt mit Easter Eggs und der reichhaltigen Mythologie des DC-Universums gibt es hier für jeden, der mag, Unmengen zu entdecken und nachzuforschen. Das Event fühlt sich bislang spektakulär und besonders an, was sich längst nicht über alle der DC- und Marvel-Crossover sagen lässt. Dazu trägt auch die ausgezeichnete Kunst von Greg Capullo („Reborn“) bei. Da die Handlung der Hauptgeschichte hier nur häppchenweise fortgesetzt wird, dürfen wir gespannt sein, wie es weiter geht.

Was allerdings ersichtlich wird, ist, dass es für Snyder ein schwieriges Unterfangen werden könnte, seine doch hochkomplexe Geschichte, die hier noch einmal um Figuren und Handlungsstränge angewachsen ist, zu einem zufriedenstellenden, runden Ende zu bringen. Wir hoffen natürlich, dass ihm dies gelingt. Indes ist die Anzahl der verbleibenden Ausgaben doch recht überschaubar und die Zahl der Konflikte und Probleme ausgesprochen groß.

Wie gesagt, wir bleiben gespannt.

Inhalt

Batman und Superman sind verloren in den Tiefen des Dunklen Multiversums! Inzwischen treffen die anderen Helden der Erde an den ungewöhnlichsten Orten des Multiversums auf mögliche Verbündete und alte Feinde.
Außerdem: Erlebt die grauenvolle Entstehungsgeschichte vom Batman, der lacht!

(Quelle: Panini Comics)

Autor

Scott Snyder
ist ein US-amerikanischer Schriftsteller.

Quelle: Wikipedia)

Scott Snyder – Twitter

James Tynion IV
ist ein amerikanischer Comicbuch-Autor. Er ist vor allem für seine Arbeit an Batman bekannt.

(Quelle: Wikipedia)

James Tynion IV – Twitter

Details

Format: Heft
Vö-Datum: 04.09.2018
Originalausgaben: Dark Nights: The Batman who laughs 1 / Dark Nights: Metal 4
Seitenzahl: 68
Sprache: Deutsch
Verlagshomepage: Panini Verlag

Copyright Cover: Panini Verlag



Über den Autor

Fabian
Fabian
"Du lächelst wie jemand, der keine Ahnung hat, wozu ein Lächeln überhaupt gut ist." (Das kleine, blaue, geflügelte Einhorn Happy, in: Happy!)