Review

DC Comics findet Gefallen am Konzept der wöchentlichen Erscheinungsform. Ob Serien wie „52“ (2006-2007) oder „Brightest Day“ (2010-2011), diese Eventserien, die im wöchentlichen bzw. zweiwöchentlichen Rhythmus erschienen, stellten immer etwas Besonderes im regulären Veröffentlichungswust der Superheldentitel dar. Und nun bekommt u.a. einer der größten von ihnen seine eigene opulent angelegte Serie. Und eins ist mit Scott Snyders bisheriger Arbeit im „New 52“-Universum deutlich geworden: er plant Großes mit DC’s Fledermaus.

In diesem Monat endet bei Panini die monatliche Batman Serie „Batman: The Dark Knight“ mit der #31. Denn wie auch in den Staaten sollte somit Platz gemacht werden für Snyders neues wöchentliches Opus „Batman Eternal“. Panini ist so nett und verlässt nun erstmals den Monatszyklus und wird uns „Batman Eternal“ alle zwei Wochen mit je zwei US-Ausgaben in einem Heft spendieren. Unterm Strich sind das, inkl. der regulären Batman Serie, drei Batman Hefte pro Monat. Fanboys wie mir zucken da förmlich die Gesichtsmuskeln gen Himmel.

Aufmerksame Leser von Snyders monatlicher Batman Hauptserie wissen, dass er mit dem aktuellen Storybogen „Zero Year“ Bruce Waynes Vergangenheit und sein erstes Jahr als Batman beleuchtet. Immer noch wunderbar illustriert von Greg Capullo. Mit „Batman Eternal“ hingegen wirft er einen detaillierten Blick in die Zukunft und will uns ein Gotham zeigen, wie es in einigen Jahren aussehen könnte. Es empfiehlt sich, dazu Batman #31 zu lesen (diesen Monat bei Panini!), da dort mit der Story „Gotham Eternal“ ein Vorgeschmack auf einen Status Quo gezeigt wird, dem der Leser ab Januar mit „Batman Eternal“ entgegensteuert. Ein komplexes Unterfangen, welches sich der momentane Kreative unter dem Batcape auf die Agenda gesetzt hat, nicht wahr?

Da er dieses Mammutprojekt kaum allein stemmen kann, hat er sich für das Skripten u.a. Hilfe von James Tynion IV, John Layman oder auch Ray Fawkes gesichert, sodass er sich „entspannt“ auf den Plot konzentrieren kann. In den ersten Ausgaben wird „Batman Eternal“ vom Fledermaus erfahrenen Jason Fabok illustriert.

Comicautor Scott Snyder (Copyright: Scott Snyder)

Comicautor Scott Snyder (Copyright: Scott Snyder)

Die Story beginnt mit dem Ende. Dem Ende von was, bleibt offen. Jedoch sind diese vier Panels der ersten Seite im wahrsten Sinne des Wortes „brennend heiß“. Ein Blick auf Gotham City, der unmissverständlich klar macht, dass eine Welt erschüttert wird und Grenzen überschritten werden. Nach diesem Wink mit dem Zaunpfahl landet Lieutenant Jason Bard in Gotham, welcher als Unterstützung für Commissioner Gordons Einheit in der düsteren und kriminellen Stadt Fuß fassen soll. Jenen Gordon, der zur selben Zeit Jagd auf Professor Pyg und seine Schergen unternimmt. Diesen Wahnsinnigen, den wir vor allem aus Morrisons „Batman & Robin“ Serie kennen. Bei der Flucht kommt es jedoch zu einem Desaster, welches für Commissioner Gordon wohl sehr folgenreich sein wird. Ein Komplott lässt sich erahnen, welches Figuren ans Licht bringt, die langjährige Batman Leser mit Begeisterung aufnehmen werden.
Zeichner Jason Fabok, der in letzter Zeit vor allem durch seine Arbeit mit John Layman an „Detective Comics“ auffiel, setzt das Gotham so in Szene, wie man es sich wünscht. Neben Capullo momentan sicherlich eines der sichersten Pferde, auf das man bei Batman Illustrationen setzen kann. Düster, dreckig, aber genug Details, um dieses cineastische Flair einzufangen, welches Gothams dunklen Ritter so gut steht. Brad Andersons Farben liefern dabei einen nicht unerheblichen Beitrag.

In der ersten Ausgabe von „Batman Eternal“ wird mit Jason Bard ein neuer Charakter eingeführt, der für den späteren Story-Verlauf sicher noch mehr an Bedeutung gewinnen wird. Actionreich, aber dennoch plot-fixiert präsentiert sich die Handlung bisher und es bleibt zu wünschen, dass dieser rote Faden auch genau so weitergewoben wird wie bisher. Die Gefahr einer wöchentlichen Serie, sich in der eigenen Geschichte zu verlieren und in Unerheblichkeiten zu driften, ist groß, besonders wenn so viele Kreative in diesem sensiblen Brei herumrühren. Snyder und Tynion müssen nun zeigen, dass sie ihr zusammengewürfeltes Team im Griff haben und das angestoßene Blockbuster-Potenzial auch weiterhin ausschöpfen können. Wenn dem so ist, steht den Batman Fans eine spannende Zeit bevor.

Inhalt

Heft 1 der neuen Batman-Hammerserie – alle 14 Tage prall gefüllt mit Batman-Action und Gaststars wie Catwoman, Batgirl oder dem Spectre, in Szene gesetzt von Superstars wie Scott Snyder (AMERICAN VAMPIRES) und Jason Fabok (BATMAN): Eine Schießerei in der Gothamer U-Bahn löst eine Katastrophe aus, und der Verantwortliche ist Commissioner Gordon!

(Quelle: Panini Comics)

Autor

Scott Snyder

Scott Snyder (geb. 1976 in New York City) ist ein US-amerikanischer Schriftsteller. Snyder jobbte nach seinem College-Abschluss zunächst bei Disney World in Florida. Zur Zeit studiert er an der Columbia University in New York. Er schreibt Kurzgeschichten, die jetzt auch gesammelt in Deutschland in dem Werk Happy Fish erschienen sind. 2012 schrieb er zusammen mit dem Zeichner Yanick Paquette, am DC Comic Swamp Thing und mit den Zeichner Rafael Albuquerque „American Vampire“ für DC Vertigo.

(Quelle: Wikipedia)

Scott Snyder – Twitter

Jason Fabok – Twitter

Details

Format: Heft
Vö-Datum: 13.01.2015
Originalausgaben: US Batman Eternal 1 – 2
Seitenzahl: 52
Sprache: Deutsch
Verlagshomepage: Panini Comics / DC Comics

Copyright Cover: Panini Comics / DC Comics



Über den Autor

Emu
Emu
“Only nothing is impossible.” - Grant Morrison