Review

Das Ende von „Batman: Dark Knight III #6“ lässt den Leser im Dunkeln, ob Batman die Attacke von Quar, dem Anführer der kryptonischen Terroristen aus der geschrumpften Flaschenstadt Kandor überlebt hat; jedenfalls ist der Mitternachtsdetektiv aber lebensbedrohlich verletzt. Superman ist gewillt, Bruce um jeden Preis zu retten, auch wenn er ihn dafür zu einer von Ra’s al Ghuls Lazarusgruben bringen muss. Derweil stellt sich für die restlichen Verbündeten in „Batman: Dark Knight III #7“ die Frage, ob der Widerstand gegen die kryptonischen Extremisten ohne Batman fortbestehen kann, denn schließlich war es sein Schlachtplan, der dazu führte, dass man Quar und seine Gefolgsleute vorerst vertreiben konnte.

Bisher gelang es Quar und den übrigen Extremisten sogar, Lara, die mächtige Tochter von Superman und Wonder Woman (wir erinnern uns: „Batman: Dark Knight III“ erzählt von einer alternativen und düsteren Zukunft des DC-Universums, wo nicht alles so ist, wie gewohnt), für ihren Feldzug zu gewinnen. In der vorliegenden Ausgabe 7 ergibt sich in dieser Hinsicht jedoch reichlich Konfliktpotenzial, wenn Quar im Angesicht seines vom Kampf entstellten Sohnes Baal sagt:

Du bekommst deine Rache mein Sohn (…) Sein Sohn. Ich hole mir KalEls Sohn. (…) so wie wir uns seine Tochter holten. Vielleicht darfst du sogar mit ihm spielen.

Nachvollziehbarerweise ist Lara von diesen scharfzüngigen Äußerungen alles andere als angetan, und auch wenn sie bisher auf der Seite der kryptonischen Terroristen stand, scheint ihre Loyalität nun ihrem eigenen Fleisch und Blut und insbesondere ihrem kleinen Bruder Jonathan zu gelten. Eine kriegerische Auseinandersetzung zwischen Lara, ihrer Mutter Wonder Woman und ihren Amazonen sowie den kryptonischen Terroristen aus Kandor steht unmittelbar bevor.

Die Kritik, die wir schon zu „Batman: Dark Knight III #6“ geäußert haben, kann hier noch einmal bekräftigt werden. Die Wartezeit bis zum jeweils nächsten Kapitel der Schlacht um die düstere Zukunft des DC-Universums steht in keinem Verhältnis zum angebotenen Inhalt. Mit lediglich 36 Seiten sind die Ausgaben recht kurz; indessen beträgt der Abstand zwischen Ausgabe 6 und 7 sage und schreibe 4 Monate und dieser Umstand mildert freilich mehr als nur unerheblich das Lesevergnügen.

Leseprobe aus „Batman: Dark Knight III #7“ (Copyright: Panini Verlag)

Wie bereits in unseren Besprechungen zu „Batman: Dark Knight III #2“ oder auch „Batman: Dark Knight III #6“ ist auch hier der beigefügte Mini-Comic, diesmal um Hawkboy, Hawkgirl und Green Lantern, eher entbehrlich; auch wenn sich ein Comic-Fan natürlich stets über das besondere Artwork von Frank Miller freut.

Nun kommen wir aber zum Positiven: Abermals gelingt es Zeichner Andy Kubert und Tuscher Klaus Janson das Frank Millersche Artwork der Klassiker einzufangen. Insbesondere die Emotionen, mit denen Kubert seine Figuren ausstattet, nötigen dem Leser hier Hochachtung ab. Daneben verdienen auch die äußerst gelungenen Farben von Brad Anderson Applaus.

Außerdem kann die Story mit einem erfrischenden Wandel aufwarten. Zwar liegt Batman hier im Sterben, aber die Show stehlen ihm die weiblichen Charaktere der Geschichte. Sowohl eine Konversation zwischen Commissioner Ellen Yindel, der Nachfolgerin von Jim Gordon, und Batgirl Carrie Kelley, die wie eine Art Wachablösung wirkt, als auch die prominente Rolle von Lara sind belebende Elemente der Batman-Saga. Darüber hinaus macht auch der bevorstehende Konflikt zwischen Diana und ihren Amazonen und den kryptonischen Extremisten Lust auf mehr.

Gerade aufgrund dieser Neuerungen bleibt die Batman-Saga aus der finsteren Zukunft des DC-Universums empfehlenswert. Wer bisher dabei geblieben ist, wird ohnehin wissen wollen, wie es weitergeht.

Inhalt

Batman und seine Verbündeten konnten die kryptonischen Terroristen aus Kandor vorerst vertreiben. Doch der Sieg auf dem Schlachtfeld der finsteren Zukunft hat einen Preis. Batgirl ist schockiert, Superman eilt einem unbekannten Ziel entgegen und seine Tochter Lara tritt erneut ihrer Mutter Wonder Woman entgegen.

Dazu ein Mini-Comic mit Artwork von Frank Miller: Hawkboy, Hawkgirl und Green Lantern.

(Quelle: Panini Verlag)

Autoren & Zeichner

Frank Miller (Autor)
ist ein US-amerikanischer Comicautor, Schriftsteller, Drehbuchautor und Regisseur. Er ist vor allem durch seine stilbildenden Comicgeschichten bekannt.

Quelle: Wikipedia)

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Brian Azzarello (Autor)
ist ein US-amerikanischer Comicautor, der unter anderem für die 100 Bullets-Reihe, eine Kurzepisode für Flinch, Episoden für Hellblazer und diverse andere Marvel/DC-Mainstream-Serien schreibt. 100 Bullets gewann 2002 sowohl den Harvey Award als auch den Eisner Award für die beste fortlaufende Serie.

(Quelle: Wikipedia)

Brian Azzarello – Twitter

Andy Kubert (Zeichner)
ist ein US-amerikanischer Comiczeichner.

(Quelle: Wikipedia)

Details

Format: Heft
Veröffentlichung: 20.06.2017
Seitenzahl: 36
Storys: Dark Knight III – The Master Race 7
Sprache: Deutsch
Verlagshomepage: Panini Comics

Copyright Cover: Panini Comics



Über den Autor

Fabian
Fabian

Warum denn so ernst?